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Die Körperpflege der Katze

Der Körperpflege kommt neben dem Schlaf die wichtigste Bedeutung zu.

Vorgehensweise bei der Körperpflege

Schon ab dem 14. Lebenstag benutzt ein Katzenjunges hierfür seine besonders raue "Raspelzunge", die wie ein Kamm wirkt.

In der Regel beginnt die Katze mit der Reinigung der Vorderpfoten, die sie dabei anfeuchtet, um sie dann wie einen "Waschlappen" über Gesicht und Ohren zu reiben. Dann geht sie auf den Rest des Körpers über.

Dank ihrer Gelenkigkeit erreicht sie auch die hinteren Körperpartien spielend.

Pflege der Krallen

Eine Hauskatze, die auch im Freien lebt, benötigt normalerweise keine Krallenpflege. Oft nutzt die Katze ihre Krallen, um ihr Territorium zu markieren. Um bei nur im Haus lebenden Katzen die dadurch entstehenden Schäden einzugrenzen, ohne das natürliche Verhalten der Katze zu beeinträchtigen, sollten Sie Ihrer Katze einen Kratzbaum oder ein Kratzbrett anbieten.

Im Fall von Fehlstellungen oder wenn die Krallen zu lang wachsen und dadurch das Verletzungsrisiko steigt, können Sie die Krallen leicht einkürzen oder schneiden lassen. Bevor Sie dies aber selbst tun, bitten Sie Ihren Tierarzt um Hilfe. Das Schneiden ist nicht einfach zu handhaben. Insbesondere für die Katze besteht eine Verletzungsgefahr, wenn sie sich gegen diese Behandlung wehrt.

Vorgehensweise

Das Kürzen der Krallen tut der Katze zwar nicht weh, aber sie empfindet es auch nicht als angenehm. Gewöhnen Sie sie deshalb früh an die Prozedur, umso weniger wird sie sich sträuben. Setzen Sie sich mit Ihrer Katze in eine ruhige Ecke, halten Sie sie bequem auf dem Schoß und streicheln Sie sie zwischen jedem kleinen Schneiden ausgiebig, damit sie wieder entspannen kann. Benutzen Sie am besten eine spezielle Krallenschere, die Sie so einstellen können, dass Sie nie zu stark auf einmal kürzen. Schneiden Sie immer nur die weiße Krallenspitze und kommen Sie nicht zu nah an das rosa Dreieck, dort würden Sie Ihre Katze verletzen.

Krallen schneiden

Kürzen Sie die Krallen mit mehreren kleinen Schnitten. Ein großer Schnitt könnte in die durchbluteten Krallenbereiche gehen. Vom Zustand der Krallen kann man Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand der Katze ziehen. Bitte wenden Sie sich bei Veränderungen (z. B. bei zu harten oder zu weichen Krallen) an Ihren Tierarzt.

Reinigung von Augen, Nase und Ohren

Reinigung der Augen

Über den sogenannten Tränen-Nasengang werden die das Auge befeuchtenden Tränen normalerweise abgeführt. Bei flachgesichtigen Katzen läuft die Tränenflüssigkeit häufig nicht ab und es kommt zum Augenausfluss.

Entfernen Sie die Flüssigkeit mit etwas Watte. Heftiger oder eitriger Augenausfluss sowie gerötete Augenlider weisen auf eine Erkrankung hin. Suchen Sie in einem derartigen Fall unbedingt Ihren Tierarzt auf.

 

 

 

 

Reinigung der Ohren

Die Grundregel lautet: Die Ohren Ihrer Katze sollten immer sauber sein! Kommt es doch zu Verschmutzungen oder Ausfluss, kratzt sich die Katze wiederholt, so suchen Sie bitte Ihren Tierarzt auf. Erst nach einer Untersuchung und Diagnose wird er Ihnen das entsprechende Reinigungsmittel bzw. Medikament verordnen.

Die Reinigung der Nase

Eine gesunde Katze hat eine feuchte und saubere Nase ohne Ausfluss. Kleinere Verkrustungen können Sie mit einer Kompresse oder einem angefeuchteten Taschentuch entfernen. Treten diese Verkrustungen häufiger auf oder kommt es zu eitrigem Ausfluss, sollten Sie Ihre Katze vom Tierarzt untersuchen lassen.

Wichtig!

Benutzen Sie für die Reinigung der Ohren niemals Wattestäbchen oder ähnliche Gegenstände.

Baden

Fellpflege durch die Katze selbst, regelmäßiges Bürsten und Kämmen – generell ist damit der Pflege der Katzen Genüge getan. Auf Ausstellungen präsentieren Rassekatzen sich jedoch frisch gebadet dem strengen Auge der Juroren. Deshalb ist es empfehlenswert, sie frühzeitig an das Baden zu gewöhnen.

Achtung!

Katzen haben nicht unbedingt eine Vorliebe für Wasser!

Gehen Sie ruhig, aber entschlossen vor.

Beim ersten Mal kommt es nur darauf an, die Katze an das Wasser zu gewöhnen, ohne sie zu verängstigen. Benetzen Sie die Katze mit einem Waschlappen oder einem Schwamm. Reagiert sie abwehrend, bestehen Sie nicht weiter darauf. Wiederholen Sie das Ganze lieber in den darauf folgenden Tagen, bis sich die Katze an das nasse Element gewöhnt hat.

Spülen Sie gründlich nach

Lassen Sie geradeso viel warmes Wasser (36–37° C) in eine Wanne oder große Schüssel einlaufen, dass der Boden gut bedeckt ist. Setzen Sie Ihr Katzenjunges hinein, streicheln Sie es und sprechen Sie dabei beruhigend. Lassen Sie Wasser aus der Hand oder mit einer kleinen Schüssel über seinen Rücken laufen und achten Sie darauf, dass kein Wasser in die Augen oder Ohren kommt. Halten Sie den ganzen Kopf trocken.

Benutzen Sie stets nur ein Spezialshampoo für Katzen, das auf den Säuregehalt der Haut abgestimmt ist. Waschen Sie anschließend die Katze besonders gründlich dort, wo sie verschmutzt ist. Dann müssen Sie gründlich spülen, mit einer Schüssel oder vorsichtig mit einer Handdusche, bis keinerlei Seifenreste mehr im Fell sind. Legen Sie vorher ein sauberes, angewärmtes Handtuch bereit, in das Sie Ihre Katze einpacken und dann sorgfältig trocken reiben können.


Wichtig!

  • Benutzen Sie niemals Ihr eigenes, auf den Menschen abgestimmtes Shampoo. Für die Katze kann es giftig sein! Auch ein Hundeshampoo ist ungeeignet!
  • Lassen Sie Ihre Katze von niemandem baden, dem sie nicht vertraut!

Verdauungshygiene

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Katzen fressen Gras - das ist ein ganz natürliches Verhalten. Sie reagieren scheinbar auf bestimmte Gerüche und Geschmacksstoffe in den Gräsern. Auch Wohnungskatzen sollten in diesen Genuss kommen - stellen Sie deshalb am besten Katzengras zur Verfügung. Auch wenn es oft anders behauptet wird - das Grasfressen kann eine Wurmkur nicht ersetzen!

Soll ich meiner Katze Katzengras zur Verfügung stellen?

ACHTUNG:

Gemäß 2. Tierhaltungsverordnung ist Katzen, die nur im Haus leben, Katzengras oder gleichwertiger Ersatz zur Verfügung zu stellen.

Zahnhygiene

Bei Katzenwelpen bricht das Milchzähnegebiss zwischen der dritten und sechsten Lebenswoche durch, die bleibenden Zähne ab dem vierten Monat.

Wie bei uns Menschen kann es auch bei Katzen mit der Zeit zur Zahnsteinbildung kommen, was Zahnfleischentzündungen, Mundgeruch und am Ende sogar Zahnausfall zur Folge haben kann.

Bedenken Sie immer, dass schlechte Zähne ein gefährlicher Keimherd im Körper sind.

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Im Extremfall kann es sogar zur Abschwemmung von Bakterien kommen, die Herz, Niere und andere Organe schädigen können. Kontrollieren Sie deshalb das Gebiss Ihrer Katze regelmäßig. Zahnstein kann von Ihrem Tierarzt per Ultraschall entfernt werden.

Zahnsteinprophylaxe
Trockennahrung sorgt für regelmäßigen Zahnabrieb und hilft so, der Bildung von Zahnstein vorzubeugen.

Mehr zur Zahngesundheit finden Sie hier