Wie finde ich die richtige Katze?

Die Wahl der "richtigen" Katze ist mit vielen Fragen verbunden, die Sie sich im Vorfeld stellen sollten. Soll es ein Rassetier sein? Wie groß ist der Pflege­aufwand für eine Katze mit langem Fell? Wünschen Sie sich eher eine ruhige "Schmusekatze" oder einen aktiven "Wildfang"? Und nicht zuletzt stellt sich die Frage, ob Sie die Katze als Welpen oder als erwach­senes Tier zu sich nehmen möchten.

Überlegungen im Vorfeld

Ein Kätzchen, das Sie mit wenigen Wochen vom Züchter zu sich holen, versetzt wahrscheinlich jeden in Entzücken und es ist schwer, den großen Augen und den tapsigen Bewegungen zu widerstehen. Ein Kätzchen muss aber auch erst lernen, welche Verhaltensweisen im Zusammenleben mit Menschen gut sind.  Auf dem Weg zu diesem Wissen wird es einigen "Blödsinn" anstellen, den Sie als Tierhalter aushalten müssen.

Eine erwachsene Katze aus dem Tierheim hat die "Flegeljahre" dagegen meist schon hinter sich gebracht und ist ruhiger. Seien Sie sich bewusst, dass die meisten Tiere, abgesehen von Jungtieren, bereits mindestens einmal abge­geben und somit ihrer gewohnten Umgebung entzogen wurden. Daher ist es umso wichtiger, dass nun eine dauerhafte Vermittlung zustande kommt. Etwas Geduld und Einfühlungsvermögen zu Anfang gewährleistet auf Dauer ein harmonisches Zusammenleben von Mensch und Tier.

Checkliste vor der Anschaffung

  • Katzen sind sehr gesellig und mögen es nicht, den ganzen Tag allein zu sein. Berufstätige Personen, die länger als acht Stunden außer Haus sind, sollten sich daher generell für zwei Katzen entscheiden, wenn nicht bereits eine Katze im Haushalt lebt.

  • Haben Sie noch keine allzu große Katzenerfahrung, sollten Sie sich für ein "unkompliziertes" Tier entscheiden. Ihre Vermittlungsstelle wird Ihnen gerne bei der Auswahl helfen.

  • Katzen sind kein Spielzeug. Befinden sich Kinder unter sechs Jahren im Haushalt, so sollte besonders darauf geachtet werden, dass auch diese das Tier mit Respekt und Liebe behandeln.

  • Befinden sich bereits Tiere im Haushalt, so sollte getestet werden, ob diese sich mit der neuen Katze vertragen. Auch während einer möglichen Abwesenheit (Urlaub etc.) muss die verantwortungsvolle Pflege Ihres Tieres sichergestellt sein.

  • Vor der Vermittlung sollten Sie sichergehen, dass keine der im Haushalt lebenden Personen unter einer Katzenhaarallergie leidet.

  • Wohnen Sie an einer viel befahrenen Straße, so ist es zu gefährlich, Ihrer Katze unbeaufsichtigten Freilauf zu gewähren. In diesem Fall sollten Sie sich für eine ausschließlich in der Wohnung lebende Katze entscheiden.

Die seriöse Vermittlung

Wichtige Hinweise

  • Zu vermittelnde Tiere, die älter als sechs Monate sind, werden fast ausschließlich kastriert abgegeben. Sollte ein Kätzchen früher vermit­telt werden, liegt die Entscheidung für oder gegen eine Kastration in Ihren Händen. Bei Katzen ist die Kastration aus tiermedizinischer Sicht sinnvoll und gehört zu einer verantwortungsvollen Katzenhaltung. In jedem Fall sollten Sie Ihren Tierarzt zu Rate ziehen und sich schon im Vorfeld über Vorteile, aber auch Risiken und Nebenwirkungen infor­mieren. Eine Übersicht über alle wichtigen Aspekte zum Thema "Kastration" finden Sie auch in der Broschüre "Kastration bei Katzen", die Sie über Ihren Tierarzt oder den ROYAL CANIN Beratungsdienst bestellen können.

  • Eine Kennzeichnung Ihrer Katze mittels Mikrochip bzw. Tätowierung ist zum Zeitpunkt der Vermittlung ggf. schon vorgenommen worden. In jedem Fall sollten Sie überprüfen lassen, ob Ihr Tier bereits gekenn­zeichnet ist. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt. Er berät Sie sicher gerne.

  • Tests auf bestimmte Viren wie z. B. FIV gehören aus Kostengründen nicht zur Grunduntersuchung eines jeden Tieres. Sollte dieser Test nicht vorgenommen worden sein, besteht also kein Grund zur Beunruhigung.

  • Der zustande kommende Vermittlungsvertrag legt u.a. Regeln zur Tierhaltung fest (z. B. Wohnungs- oder Auslaufhaltung) und verpflichtet den neuen Tierhalter zu regelmäßigen tierärztlichen Besuchen.

Checkliste für die seriöse Vermittlung

Die nachfolgenden Fragen sollen Ihnen als eine Art Checkliste dienen und aufzeigen, welche Bedingungen bei einer seriösen Vermittlung erfüllt sein müssen. Können Sie folgende Fragen mit "Ja" beantworten, so ist von einer guten Vermittlungsstelle auszugehen.

 

Um sicherzustellen, dass die Tiere in "gute Hände" geraten, müssen Sie als neuer Katzenhalter einer gründlichen Überprüfung durch das Tierheim bzw. den Vermittler standhalten. Doch auch Sie sollten sorgfältig bei der Auswahl des Tierheims bzw. der Vermittlungsstelle vorgehen.

Ernährung für junge Katzen

Obwohl das neugeborene Kätzchen einen Verdauungstrakt hat, der es ihm zunächst nur gestattet, (Mutter-) Milch zu verdauen, verändert sich dieser im Laufe der Entwicklung so, dass die ausgewachsene Katze keine Laktose (Milchzucker) mehr verdauen kann. Für ein harmonisches Wachstum benötigt der Katzenwelpe eine ausgewogene Zufuhr an Proteinen, Fetten, Kohlenhydraten, Vitaminen, Mineralstoffe

Wachstum und Ernährung der Kätzchen

Das Wachstum der kleinen Samtpfoten kann anhand ihrer täglichen Gewichtszunahme beobachtet werden. Diese liegt zwischen 10 und 30 Gramm pro Tag - abhängig von der Rasse. Je größer die Rasse ist, desto länger gestaltet sich auch die Wachstumsphase.

Die intensivste Wachstumphase liegt in der Zeit vom vierten bis zum fünften Lebensmonat, in der die Gewichtszunahme bis zu 100 Gramm pro Tag betragen kann. Männliche Tiere wachsen schneller und um einige Wochen länger.

Milch muss nicht sein

Der Verdauungstrakt ist zum Zeitpunkt der Geburt an die alleinige Milchernährung angepasst. Die Fähigkeit, Milch (vor allem den Milchzucker, die Laktose) zu verdauen, geht jedoch allmählich verloren und Katzen können später darauf mit Durchfall reagieren.

Nach dem Entwöhnen von der Mutter mit ca. fünf Wochen sollte die Nahrung bis zum vierten Monat noch angefeuchtet werden. Kätzchen, die älter als vier Monate sind, bekommen allmählich die bleibenden Zähne.

Das richtige Futter

Damit die Nahrung zum Kauen animiert, sollten die Kroketten groß genug sein und trocken angeboten werden.

Die ausreichende Energie- und Proteinversorgung sowie die harmonische Gabe von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen sind eine Grundvoraussetzung für ein gesundes Wachstum.

Optimal versorgt mit ROYAL CANIN

Vermeiden Sie auf jeden Fall eine abrupte Umstellung der Ernährung, da Verdauungsstörungen die Folge sein können. Kalkulieren Sie hierfür eine einwöchige Übergangsphase ein, in der Sie langsam von der gewohnten zur neuen Nahrung übergehen. Geben Sie Ihrer Katze grundsätzlich keine Essensreste. Das ist nicht nur aufgrund der Gewürze ungesund, sondern fördert auch Betteln und „Stibitzen“. Eine unausgewogene Ernährung kann zudem zu Übergewicht führen, das wiederum Krankheiten wie Diabetes mellitus auslösen kann.

Ab der vierten Lebenswoche kann der Katzenwelpe feste Nahrung zu sich nehmen. Diese sollte als Feuchtnahrung oder mit warmem Wasser oder spezieller Babycat milk eingeweichten Trockenkroketten zubereitet werden. Mit dem vierten Lebensmonat brechen die bleibenden Zähne durch, und die zweite Wachstumsphase beginnt.

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Das Wohlbefinden Ihres Kätzchens und seine gesunde Entwicklung zu einer aufgeschlossenen und vitalen Katze stehen auch in unmittelbarem Zusammenhang mit seiner Ernährung.