Zahngesundheit: Zahnpflege und Gesundheit bei Katzen

Zahnsteinbildung ist der häufigste Grund für einen Tierarztbesuch. Katzen haben mit bis zu 20 Jahren und mehr eine hohe Lebenserwartung. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Zahnsteinbildung und die damit verbundenen Folgen.

Gesunde Katzenzähne

Ein gesundes Gebiss ist für jede Katze eine entscheidende Voraussetzung für hohe Lebensqualität. Mit ihren Zähnen zerkleinert die Katze ihre Nahrung. Mit den Schneidezähnen reinigt sie ihr Fell. Man nennt sie deshalb auch „Kammzähne“. Die Backenzähne arbeiten wie eine kräftige Schere, sie können Brocken von der Nahrung abtrennen, aber nicht kauen.

Woran erkennen Sie Zahnprobleme bei Ihrer Katze?

Zahn- und Zahnfleischerkrankungen

Erkrankungen der Maulhöhle zählen zu den häufigsten Störungen bei unseren geliebten Vierbeinern. An den Zähnen setzen sich Zahnbeläge ab, die durch den Speichel verkalken, und es entsteht Zahnstein, der eine große Anzahl von Bakterien enthält.

Dadurch wird vor allem das angrenzende Zahnfleisch geschädigt, es zieht sich zurück und die Zähne fallen aus. Die Bakterien können aber noch zusätzlich über die gesamte Blutbahn im Körper verteilt werden und lebenswichtige Organe wie Nieren, Herzklappen etc. schädigen. Meist fällt den Haltern neben der Inappetenz der Tiere, die durch schmerzhafte Prozesse in der Maulhöhle hervorgerufen wird, ein übler Mundgeruch auf.

So weit kommt es aber gar nicht, wenn eine regelmäßige Kontrolle der Zahngesundheit und eine allfällige Sanierung der Maulhöhle als eine der wichtigsten Maßnahmen der Gesundheitsvorsorge vorgenommen werden. Das oft gefürchtete Narkoserisiko ist in Zeiten eines modernen Narkoseregimes keine Rechtfertigung, einem Tier ständige Schmerzen und eitrige Zahnherde zuzumuten.

Weitere gut vorbeugende Maßnahmen sind das Zähneputzen und die Verabreichung von Dentalprodukten.

Symptome

Das erste erkennbare Symptom ist meist ein schlechter Atem der Katze. Später kann man das entzündete Zahnfleisch und die freiliegenden Zahnhälse sehen. Wenn dieser Zustand nicht behandelt wird, kommt es zu einer Lockerung der Zähne, später auch zu Zahnverlust. Eine Reihe schwerwiegender Erkrankungen wird in Zusammenhang mit Zahnstein gesehen: Herzinsuffizienz, Gelenk- und Nierenerkrankungen.

In der Folge kommt es bei Katzen häufig zu sogenannten „neck lesions“, eine für die Katze sehr schmerzhafte Erkrankung, bei der es sich um Zerstörung von Dentin, Zahnschmelz und Zement handelt.

Zahnreinigung

Karies spielt bei Katzen im Unterschied zu uns Menschen kaum eine Rolle. Allerdings kann es schon in sehr jungen Jahren zu Zahnbelag und Zahnsteinbildung kommen. So sind bereits ca. 70 % aller Katzen im Alter zwischen 20 und 27 Monaten von Zahnstein betroffen. Deshalb sollte frühzeitig mit der regelmäßigen Zahnreinigung und deren Unterstützung über eine entsprechende Ernährung begonnen werden.

Die effektivste Methode, die Zähne der Katzen sauber zu halten, ist tägliches Zähneputzen. Die Tiere lassen sich dies nach einigem Training meist gern gefallen. Zahnbelag lässt sich am besten mechanisch entfernen. Nur regelmäßige, tägliche Zahnreinigung, am besten mit einer Nylonzahnbürste, bringt den gewünschten Erfolg. Die Bürste wird in einem Winkel von etwa 45° angesetzt und die Zähne werden mit kreisenden Bewegungen geputzt. Eine Zahnreinigung nur mit Zahnbürste und Wasser ist möglich. Wenn eine Zahnpaste verwendet wird, sollte es sich um eine spezielle Paste für Tiere handeln. Zahnpasten für Menschen enthalten Fluoride, die für die Katze, die ja nicht spült, sondern die Zahnpaste abschluckt, auf Dauer schädlich sein können. Alle anderen Methoden der Zahnreinigung können lediglich unterstützend wirken.

Bei alten Katzen ist die Zahnreinigung unverzichtbar, um die Gesundheit lange zu erhalten. Die Kroketten der Trockennahrung sollten altersbedingte Veränderungen des Gebisses berücksichtigen und in ihrer Textur etwas weicher sein.

Wie putze ich meiner Katze die Zähne?

Beginnen Sie, indem Sie Ihren Finger auf die Zähne Ihrer Katze legen. Geben Sie sofort danach eine Nahrungskrokette als Belohnung. Verlängern Sie langsam die Zeitspanne, die Sie den Finger im Maul Ihres Tieres lassen, und beginnen Sie mit langsam rotierenden Bewegungen.Wenn sich Ihr Tier dies gefallen lässt, ersetzen Sie den Finger durch eine Zahnbürste und belohnen zunächst einmal wieder lediglich das Dulden der Zahnbürste. Später belohnen Sie die immer länger werdenden Zeitspannen. Das Verwenden einer Zahnpaste für Katzen kann hier unterstützend wirken, da sie den Tieren sehr gut schmeckt. Drücken Sie die Zahnpaste tief in die Borste der Zahnbürste, damit die Tiere die Paste nicht einfach abschlecken. Beginnen Sie das Zähneputzen am besten an den Backenzähnen. Dies wird von Katzen in der Regel besser geduldet als das Putzen der Schneidezähne.

Achtung!

Zahnpasten für Menschen enthalten Fluoride, die für die Katze, die ja nicht spült, sondern die Zahnpaste abschluckt, auf Dauer schädlich sein können. Alle anderen Methoden der Zahnreinigung können lediglich unterstützend wirken.

Unterstützung der Zahnreinigung über die Ernährung

Die Ernährung kann auf dreierlei Weise die Zahngesundheit unterstützen:

  1. Zunächst führt allein das Verfüttern einer Trockennahrung dazu, dass weniger Nahrungsreste in den Zahnzwischenräumen haften bleiben. Eine deutliche geringere Entstehung von Zahnbelag ist festzustellen.

  2. Die Verfütterung einer Trockennahrung kann auch den mechanischen Abrieb auf den Zähnen unterstützen, wenn die Kroketten durch ihre Größe und Textur ein Zerbeißen der Nahrung fördern und sichergestellt ist, dass die Zähne tief in die Krokette eindringen. Das Zerbeißen der Nahrung fördert auch die Speichelbildung und somit ein „Spülen“ der Zähne.

  3. Das im Rachenraum enthaltene Kalzium wird gebunden und so die Zahnsteinbildung reduziert. Dazu werden in der Nahrung von erwachsenen Katzen Natriumtriphosphate verwendet, die ein häufiger Bestandteil von Zahncreme für Menschen sind. Bei Katzenwelpen mit Milchzähnen kommen diese Natriumtriphosphate nicht zum Einsatz, damit das in der Nahrung befindliche Kalzium voll für den Aufbau des jungen Skeletts zur Verfügung steht. Ab dem vierten Lebensmonat sollte allerdings die Nahrung schon Natriumtriphosphate enthalten, um frühzeitig der Zahnsteinbildung entgegenzuwirken.

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