Ernährung der älter werdenden Katze

Die Lebenserwartung der Katzen, zumindest derjenigen, denen eine gute Pflege und medizinische Versorgung zuteil wird, ist im Steigen begriffen. Wie alt die Katze wird, hängt von vielen Faktoren ab. Damit Ihrer Katze in bestmöglicher Weise geholfen werden kann, sollten Sie die Anzeichen für Störungen kennen, die im höheren Alter auftreten. Die Ernährung leistet einen maßgeblichen Beitrag dazu, dass Ihr Tier gesund alt wird und ein stattliches Alter erreichen kann.

Momentan werden unsere Samtpfoten im Durchschnitt 15 Jahre alt - und es ist keine Besonderheit mehr, dass sie ein Alter von 20 Jahren erreichen. Lesen Sie in den folgenden Kapiteln mehr über das Altern und wie Sie Ihre Katze dabei optimal unterstützen.

  • Die reife Katze

    Reife Katzen werden häufig sehr eigen und bestehen auf ihrem festen, gewohnten Tagesablauf. Aus diesem Grund werden plötzliche Abweichungen nur unter großem Widerstand akzeptiert. Irgendwann werden Sie vielleicht auch feststellen, dass Ihre Katze schlechter hört und sieht als in jungen Jahren. Mit zunehmendem Alter bemerkt man auch, dass die „Senioren“ weniger gelenkig sind als ihre jüngeren Artgenossen. Das Aufstehen macht ihnen oft Mühe, da sich erste Verschleißerscheinungen wie Arthrosen bemerkbar machen. Aufgrund der eingeschränkten Gelenkigkeit fällt vielen reifen Katzen auch die Reinigung der hinteren Körperpartien zunehmend schwerer.

    Der Bewegungsmangel führt dazu, dass sie sich seltener die Krallen schärfen. Zu lange Krallen stellen ein Verletzungsrisiko dar, da die Tiere in Teppich, Gardine o. Ä. hängen bleiben können. Grundsätzlich werden reife Katzen sehr anhänglich und verschmust. Sie teilen ihr Leben viel mehr mit uns Menschen als eine junge Katze, die noch ganz andere „Dinge“ im Kopf hat.

    Vergleiche Katzen- und Menschenalter

    • Durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei ca 16 Jahren (vgl.Hardie 2002)
    • Kastration kann die Lebenserwartung einer Katze verdoppeln (vgl.
      Kraft W; Danckert D. Development of lifespan in cat population. Kleintierpraxis 1997, 42: 21-28)

    Als Richtlinie kann man sagen, dass eine 7 Jahre alte Katze einem 44 Jahre alten Menschen entspricht:

  • Alternde Katze - Wie macht sich Alterung bemerkbar?

    Jeder von uns hofft, dass seine Katze ein möglichst langes und gesundes Leben hat. Das führt dazu, dass wir auch erste Alterserscheinungen suchen.

    • Aber wann ist eine Katze alt, und welche Veränderungen können wir erwarten?
    • Worauf muss ich bei einer älteren Katze aufpassen?

    Alterserscheinungen

    • Nachlassender Geruchssinn

    • Die Niere "arbeitet langsamer".

    • Schlechteres Fell

    • Verdauungsprobleme, wie Verstopfungen oder Durchfälle

    • Gelenkprobleme

    • Schwächeres Immunsystem; insbesondere bei Katzensenioren, die überwiegend draußen leben, besteht ein erhöhtes Risiko zu erkranken.

    • etc.

    Mit 7 Jahren: die ersten Alterserscheinungen

    Wirkt Ihre Katze immer noch jung?
    Im Alter von 7 Jahren ist es schwierig, die Zeichen des Alters zu erken­nen.

    Katzen sind dafür bekannt, ihre Erscheinung und ihre Schönheit über die Jahre hinweg zu erhalten.

    Daher sind die ersten Altersanzei­chen oft nicht sofort sichtbar.

    Nichtsdestotrotz gibt es Anzeichen:

    • Die Katze verbringt mehr Zeit mit Schlafen.
    • Die Katze verbringt weniger Zeit mit Spielen.
    • Die Katze nimmt an Gewicht zu, abhängig von der Reduzierung der Aktivität und vom physiologischen Zustand.
    • Das Fell der Katze wird trockener.

    Um ihre Vitalität zu bewahren, ist es wichtig, für Katzen ab 7 Jahren eine Ernährungslösung zu wählen, welche für ihren Lebensstil maßgeschneidert ist.

    Dies sind Alterserscheinungen, auf welche Sie achten sollten.

    Bei Katzen zeigen sich Zeichen des Alters spät.

    Mit 12 Jahren beschleunigt sich bei Katzen die Zellalterung, was zu einer progressiven Reduktion der Leistung des Organismus führt, welche sich bei jedem Tier anders auswirkt.

    • Gewichtsverlust
    • Aktivitätsminderung
    • Raues Fell
    • Verhaltensänderung
    • Appetitverlust, die Katze wird heikler.

    Im fortgeschrittenen Alter: Kognitive Probleme können Alterserscheinungen des Gehirns sein.

  • Die altersgerechte Pflege und Haltung

    Beschränken Sie jegliche Veränderungen im gewohnten Umfeld der reifen Katze auf ein Minimum.

    • In diesem Zusammenhang ist es ganz wichtig, Futter- und Trinknapf sowie das Katzenklo an dem bisherigen Platz zu belassen.

    • Unterstützen Sie Ihr Tier bei der täglichen Fellpflege, indem Sie durch tägliches Bürsten mit einem speziellen Kamm oder einer Bürste für ein gesundes, gepflegtes Fell sorgen.

    • Überprüfen Sie auch regelmäßig die Genitalregion und entfernen Sie eventuelle Verschmutzungen vorsichtig mit warmem Wasser. Da die Katze ein sehr reinliches Tier ist, wird sie Ihnen für Ihre Bemühungen dankbar sein.

    • Kontrollieren Sie regelmäßig die Krallen Ihrer Katze und lassen Sie diese durch den Tierarzt kürzen.

    • Schenken Sie Ihrer Katze jeden Tag ganz besonders viel Liebe und Zuneigung. Zeigen Sie ihr täglich, dass Sie sie trotz ihres Alters oder gerade deshalb besonders schätzen. Kurz gesagt: "Katzen wollen in Ehre und Anmut altern."

    • Je älter die Katze wird, desto wichtiger wird die körperliche Pflege, um einen guten körperlichen Zustand zu erhalten. Dies fördert nicht nur das Wohlbefinden, sondern hilft gleichzeitig, altersbedingte Veränderungen auszugleichen und eventuelle Schwächen frühzeitig zu erkennen.

    Fell

    Katzen ohne Freigang putzen sich den Großteil ihrer Zeit. Dabei gebrauchen sie ihre Geschmacksknospen auf der Zunge als Bürste.

    Die Zeit für die Fellpflege nimmt bei älteren Katzen ab, d. h. dass der Katzenhalter das Fell regelmäßig bürsten muss.

    Das Herausbürsten von ausfallendem Haar verhindert, dass die Katze bei ihrer Fellpflege viele Haare aufnimmt und sich so Haarballen im Magen bilden. Diese werden auch Trichobezoare genannt und können Verdauungsprobleme und Erbrechen verursachen.

    Haben Sie gewusst...?

    Beim Bürsten können Sie auch die Haut Ihrer Katze besser kontrollieren und auf mögliche Verletzungen, Parasiten, Schuppem, Rötungen oder haarlose Stellen untersuchen, die einen Besuch bei Ihrem Tierarzt erfordern könnten.

    Augen

    Verwenden Sie einen Baumwolltupfer mit physiologischer Kochsalzlösung oder eine spezielle Augenlösung, um Verschmutzungen um die Augen zu entfernen. Wenn Ihre Katze Augenausfluss hat oder das dritte Augenlid sichtbar und gerötet ist, können dies Anzeichen einer Infektion sein. Kontaktieren Sie in diesem Fall Ihren Tierarzt!

    Ohren

    Kontrollieren Sie auch regelmäßig den äußeren Gehörgang auf Verunreinigungen. Reinigen Sie bei Bedarf mit einem Baumwolltupfer und einer physiologischen Kochsalzlösung oder eine speziellen Ohrenlösung.

    Zahngesundheit

    Kontrollieren Sie Zähne und Zahnfleisch regelmäßig. Aus Zahnbelag bildet sich Zahnstein und verursacht Zahnfleischentzündung. Unbehandelt kann es bis zum Zahnverlust führen.

    Schmerzhafte Entzündungen in der Maulhöhle sind der Hauptgrund für Schwierigkeiten bei der Futteraufnahme bei älteren Katzen.

    Gesundheitsorientierte Fütterung hilft, die Zahngesundheit zu unterstützen.

    Krallen und Ballen

    Kontrollieren Sie regelmäßig die Krallen Ihrer Katze. Da ältere Katzen weniger aktiv sind, werden in der Regel ihre Krallen länger und brechen auch leichter. Daher sollten Sie die Krallen regelmäßig kürzen, damit sich Ihre Katze nicht unbehaglich fühlt oder sogar selbst verletzt.

    Benutzen Sie spezielle Krallenzwicker. Pressen Sie sanft auf die Ballen, um die Krallen zu strecken. Kürzen Sie vorsichtig und beachten Sie, dass Blutgefäße in den Krallen verlaufen, die Sie nicht verletzen sollten.

    Überprüfen Sie auch die Ballen auf Veränderungen und Fremdkörper. Wenn Sie das nicht selbst machen wollen, planen Sie einen Tierarztbesuch ein.

    Harn und Kot

    Wenn möglich, kontrollieren Sie, wie viel Wasser Ihre ältere Katze trinkt. Wenn Sie das Katzenklo saubermachen, überprüfen Sie Qualität und Menge von Harn und Kot. Jede Änderung in Menge und/oder Konsistenz sollten Sie beachten.

    Sauberkeit

    Mit dem Alter, besonders ab 12 Jahren, können Unsauberkeitsprobleme auftreten. Als Erstes überprüfen Sie bitte die Höhe der Katzenkloränder, da Ihre ältere Katze möglicherweise Probleme hat, in das und aus dem Katzenklo zu kommen.

    Nehmen Sie keine Bleichmittel, da diese die Katzen stören und zum erneuten Markieren anregen.

    Wichtig: regelmäßige Vorsorgeuntersuchung

    Die medizinsche Altersvorsorge

    Da manche Krankheiten auch für noch so aufmerksame Tierhalter nicht zu erkennen sind, empfiehlt es sich, Katzen vorsorglich ab dem 7. Lebensjahr ein- bis zweimal jährlich in der Tierarztpraxis untersuchen zu lassen.

    Entdecken Sie Unregelmäßigkeiten oder Auffälligkeiten, ziehen Sie bitte frühzeitig Ihre Tierarztpraxis zurate.

     

  • Augen auf - zum Wohle Ihrer Katze

    Die Übergänge zwischen Altersbeschwerden und Alterskrankheiten sind oft fließend. Grundsätzlich gilt: Je eher eine Schwäche erkannt wird, desto besser für Ihre Katze! Dann nämlich kann ihr in Absprache mit der Tierarztpraxis frühzeitig und bestmöglich geholfen werden – und so oft einiges an Leid erspart werden. Nutzen Sie diese Chance und haben Sie im täglichen Miteinander ein aufmerksames Auge auf Ihren langjährigen Gefährten.

    • Die Sinnesorgane: Sie können nachlassen und hier und da versagen.
    • Das Herz: Herzinsuffizienz kommt recht selten vor, außer bei Schilddrüsenüberfunktion.

    • Die endokrinen Drüsen: Im hohen Alter gibt es oft Probleme damit. Diabetes ist keine Ausnahme, zudem ist es schwierig, hierbei einen Gleichgewichtszustand zu erreichen.

    • Der Verdauungstrakt: Aufgrund einer verringerten Wirksamkeit der Verdauungsenzyme magert das Tier ab; manchmal entwickeln sich chronische Durchfälle.

    • Der Bewegungsapparat: Arthrose und rheumatische Schmerzen sind das Los des Alters.

    • Nieren: auf mögliche chronische Niereninsuffizienz achten.

    • Tumoren: Die Häufigkeit dieser Erkrankungen steigt mit der Zunahme der durchschnittlichen Lebenserwartung.

  • Was kann die Ernährung leisten?

    Die Fortschritte im Bereich der Ernährung und der medizinischen Versorgung der Katze haben zu einer deutlichen Verlängerung der Lebenserwartung bei Katzen geführt. Eine optimale Ernährung der Katze ist grundsätzlich in jeder Lebensphase wichtig. Im fortgeschrittenen Alter gewinnt sie jedoch zunehmend an Bedeutung.

    Die Umstellung auf eine altersgerechte Ernährung sollte ab einem Alter von 7 Jahren erfolgen. Dabei sollte die Nahrung folgende Vorgaben erfüllen:

    Hohe Akzeptanz: Da reife Katzen zur Appetitlosigkeit neigen, sollte eine Nahrung für reife Katzen hochwertige Inhaltsstoffe aufweisen, die den Geruchssinn der Katze „ansprechen“. Hier spielen in erster Linie Fette und Proteine eine Rolle. Besonderer Wert sollte in diesem Zusammenhang auf die Frische und die Verpackung der Katzennahrung gelegt werden. Die Katzennahrungen von ROYAL CANIN weisen u. a. aufgrund einer speziellen Verpackungstechnologie, die die Frische der hochwertigen Rohstoffe gewährleistet, eine hervorragende Akzeptanz auf.

    Hohe Verdaulichkeit: Spezielle, hochwertige Proteinquellen tierischer und pflanzlicher Herkunft können im Dünndarm fast vollständig verwertet werden und tragen so zu einer optimalen Verdauung bei. Spezielle Fasern, wie z. B. Fructo-Oligosaccharide, dienen den natürlichen Darmbakterien als Nahrungsquelle und sorgen so für eine Gesunderhaltung von Darmflora und Darmschleimhaut.

    Haut und Haarkleid: Fettsäuren pflanzlichen (Borretschöl) und tierischen (Fischöl) Ursprungs sorgen in einem optimalen Verhältnis zueinander für ein schönes, gesundes Fell und wirken entzündungshemmend.

    Unterstützung der Mobilität: Knorpelnährstoffe können den Knorpelstoffwechsel positiv beeinflussen. Omega 3-Fettsäuren aus Fischöl tragen darüber hinaus durch entzündungshemmende Eigenschaften zur Gesunderhaltung der Gelenke bei.

    Zahngesundheit: Reife Katzen neigen häufig zu Zahnerkrankungen. Aus Zahnbelag entsteht durch Einlagerung von Kalzium Zahnstein. Fatale Folgen können Zahnfleischentzündungen und Zahnausfall sein. Bei ROYAL CANIN-Katzenernährung regen die spezielle Größe und die Form der Krokette zum intensiven Kauen an und reinigen die Zähne, sodass die Zahnsteinbildung vermindert wird. Natriumtriphosphat als „Kalziumfänger“ sorgt dafür, dass Kalzium für die Verkalkung von Zahnbelägen und somit für die Zahnsteinbildung nicht mehr zur Verfügung steht.

    Unterstützung der Nierenfunktion: Zur Entlastung der Nierenfunktion ist es unerlässlich, den Phosphorgehalt in der Nahrung für reife Katzen zu reduzieren. Untersuchungen haben gezeigt, dass ein reduzierter Phosphorgehalt bei Katzen mit eingeschränkter Nierenfunktion zu einer deutlich höheren Lebenserwartung beitragen kann.

    Unterstützung des Immunsystems: Die bei reifen Katzen vermehrt anfallenden Stoffwechselprodukte, sogenannte freie Radikale, können Körperzellen angreifen. Vitamin C und E sowie Polyphenole aus Grünem Tee wirken gemeinsam als natürliche Antioxidanzien und schützen die Körperzellen vor schädlichen Angriffen.

  • Lebensqualität durch diätetische Ernährung

    Eine gezielte Umstellung der Ernährung kann helfen, Erkrankungen bei Ihrer Katze aufzuhalten, zu mindern, zu bessern. Wobei das Wort „Diät“ nicht zwangsläufig bedeutet, dass Ihr Tier abnehmen soll oder auf schmackhafte Nahrung verzichten muss. Es geht vielmehr darum, die Nährstoffzusammensetzung des Futters so zu wählen, dass auf das gegenwärtige Leiden Ihrer Katze Rücksicht genommen wird.

     

    Sie kennen wahrscheinlich auch Personen aus Ihrem Umfeld, z. B. Diabetiker, die sich auf Anraten des Arztes an einen gezielten Speiseplan halten - und tagtäglich spüren, wie gut ihnen dieses tut. In Ihrer Tierarztpraxis informiert man Sie gerne über ROYAL CANIN Diätnahrungen für Katzen, die von spezialisierten Wissenschaftlern entwickelt wurden. ROYAL CANIN Diätnahrungen gibt es unter anderem für die gezielte Ernährung älterer Katzen mit:

    • Chronischen Nierenerkrankungen
    • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
    • Starkem Übergewicht
    • Krankhaftem Übergewicht
    • Allgemeiner Schwäche nach Krankheiten und Operationen
    • Zahn- und Zahnfleischerkrankungen
    • Lebererkrankungen
    • Gelenkerkrankungen