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Hundesportarten

Da nicht jeder Jagdhundehalter gleichzeitig Jäger ist, und auch nicht jeder Border Collie eine Herde zu hüten hat, gibt es mittlerweile viele verschiedene Hundesportarten, um unsere Lieblinge artgerecht auszulasten. Das Angebot reicht von normaler Unterordnung über Fährte bis zu Agility. Das ist aber längst noch nicht alles, in den letzten Jahren haben viele Hundesportarten Einzug in Österreich gehalten. 

Hundesport

Bevor man sich für eine Hundesportart entscheidet, sollte man einige Überlegungen anstellen. Die ausgewählte Sportart muss auf jeden Fall dem Team - also Hund und Hundeführer - Spaß machen.

Wichtig ist es, den Hund weder zu über- noch zu unterfordern. Beides kann zum selben Problem führen - einem hyperaktiven Hund am anderen Ende der Leine.

 

Folgende Hundesportarten möchten wir hier vorstellen:

Agility

Fotoquelle: CK photo graphics

Agility ist eine ursprünglich aus England stammende Hundesportart, ähnlich dem Springreiten, bei der es darum geht, gemeinsam mit dem Hund einen immer wieder neu vorgegebenen Hindernisparcours fehlerfrei und möglichst schnell zu absolvieren. 

Nachdem der Hundeführer den Parcours zuerst (ohne Hund) besichtigen darf, muss er dann den Hund (ohne Halsband etc.) nur mit Einsatz seiner Stimme und Körpersprache durch diesen führen.

Heute ist aus der ursprünglichen Randsportart längst ein attraktiver Teamsport mit Vereinswesen und anspruchsvollen Wettbewerben bis in höchste Leistungsklassen geworden.

Fotoquelle: CK photo graphics
Fotoquelle: CK photo graphics

Breitensport

Hindernisbahn

Breitensport ist ideal für die ganze Familie. Es ist ein Vierkampf bestehend aus Unterordnung, Hürdenlauf, Slalom und Hindernisbahn. Wobei bei Hürdenlauf und Slalom auch der Hundeführer über die Hürden und durch die ähnlich einem Riesentorlauf gesteckten Stangen laufen muss.

Bei Bewerben erfolgt die Einteilung in Altersklassen, wodurch der Vergleich mit annähernd gleichaltrigen Hundeführern möglich ist, alle Klassen teilen sich weiters in weiblich und männlich.

Zeitmessung
Der Erste (Hund oder Hundeführer), der durch die Startlichtschranke läuft, startet die Zeit, diese wird erst angehalten, wenn der Letzte (Hund oder Hundeführer) durch die Ziellichtschranke läuft.

Fotos: I. Jakubowska mit Nikita und M. Rosenberger mit Joy

Slalom
Hürdenlauf

Obedience

Bringen eines Metalls über die Hürde

Obedience ist die "Hohe Schule" der Unterordnung. Hier kommt es besonders auf die harmonische, schnelle und exakte Ausführung der Übungen an. Es erfordert eine hohe Konzentrationsfähigkeit von Hund und Hundeführer.

Neben den "normalen" Unterordnungsübungen wie Fußgehen muss der Hund auch viele Übungen auf Distanz bewältigen, wie das Senden in die Box, Apportieren mit Richtungsweisung oder Apportieren von Metall, Identifizieren, Positionswechsel auf Distanz usw.

Obedience ist für jeden Hund, unabhängig von Alter und Größe, geeignet.

Fotos: http://www.obedience-addicts.com

Identifizieren
Box
Sitzen in der Gruppe

Laufhundesport

Bikejöring

Dieser Sport ist hauptsächlich für sehr lauffreudige Hunde, egal ob Rassehund oder Mischling. Vor allem aber für nordische Hunderassen und deren Mischungen ist Laufen das Um und Auf.

Dabei bilden Mensch und Hund, verbunden mit einer elastischen Leine, zusammen ein Team. Beim Laufhundesport bestimmt der Mensch Ablauf sowie Richtung der Aktivität und der Hund gibt das Tempo vor.

Es gibt verschiedene Arten des Laufhundesportes, welche man wählt, kommt auf die Kondition des Hundes bzw. auf die eigene Kondition an.

  • Dogtrekking (Wandern mit dem Hund)
  • Canicross (Laufen mit dem Hund)
  • Bikejöring (Radfahren mit dem Hund)
  • Scooterjöring/Dog Scootering (Rollern mit dem Hund)

Bikejöring
Canicross

Mantrailing

Trailarbeit

Beim Mantrailing wird der hervorragende Geruchssinn von Hunden genutzt. Diese können bei der Suche verschiedene menschliche Gerüche voneinander unterscheiden und orientieren sich trotz vieler Verleitungen ausschließlich an den Geruchsmerkmalen der gesuchten Person.

Die Hunde suchen nach Duftmolekülen der Zielperson, als Geruchsträger wird der Individualgeruch der zu suchenden Person verwendet.

Der Hundeführer hat die wichtige Aufgabe, den Hund „zu lesen“, also die Signale, welche ein Hund während der Suche zeigt - feinste Änderungen in der Körperhaltung, Rute, Bewegungen des Kopfes - zu sehen, zu deuten und entsprechend zu reagieren.

Fotos: R. Donner mit Ibo von Mecklenburg, ÖRK Suchhunde Horitschon

Anriechen
Trailarbeit
Verhalten beim Opfer

Dogdancing

Dogdancing oder auch Heelwork to Music, der Tanz mit dem Hund, ist eine sehr schöne Art, sich mit seinem Hund zu beschäftigen, und fördert enorm die Bindung zwischen Mensch und Hund.

Es vereint Elemente des Obedience mit speziellen Kunststücken wie Beinslalom, Drehen, Sprung über Arme oder Beine usw. Es stellt hohe Anforderungen an das Mensch-Hund-Team, auch hier ist eine hohe Konzentrationsfähigkeit und ein guter Gehorsam nötig.

Am Ende werden Fußarbeit, diverse Figuren und Tricks mit passender Musik zu einer Choreographie zusammengefasst.

Flyball

Flyball besteht aus vier Hürden, welche in einer Reihe aufgestellt sind, und einer Flyballmaschine. Der Hund versucht, möglichst schnell über die vier Hürden zur Flyballmaschine zu gelangen, den Auslösetaster zu drücken, den Ball zu fangen und möglichst schnell über die vier Hürden zurück ans Ziel zu kommen.

4 Teams (Hund und Hundeführer) sind eine Mannschaft, zwei Mannschaften treten gegeneinander an.

Der Sporthund - optimal ernährt