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Hund auf Reisen

Natürlich wollen wir im Urlaub nicht auf unseren „vierbeinigen“ Freund verzichten. Nachfolgend ein paar Tipps, um Ihren Hund die Reise so streßfrei wie möglich zu gestalten. 

Urlaub mit dem Hund

Für uns Menschen ist Urlaub die schönste Zeit des Jahres. Für unsere Tiere soll­te es nicht anders sein – wobei es natürlich an uns liegt, die richtigen Ent­schei­dungen zu treffen. Deshalb steht am Anfang die Frage: „Soll ich mein Tier mit­nehmen oder besser zu Hause lassen?“ Dazu bedenken Sie bitte Folgendes:

Nehmen Sie Ihren Hund nach Möglichkeit immer mit! Sie lieben „ihre“ Familie und sind dann am glücklichsten, wenn sie überall mit dabei sind – also auch im Urlaub. Und mit ein bisschen Planung und Rücksicht auf den vier­beinigen Hausgenossen steht auch dem gemeinsamen Badespaß in südlichen Gefilden nichts im Wege.

Hunde sind am liebsten bei „ihren“ Menschen – speziell im Urlaub, wenn man sich den ganzen Tag mit ihnen beschäftigen kann. Auch für den Menschen hat ein „Urlaub mit Hund“ einen besonderen Erholungswert.

Was gibt es Schöneres als ausgedehnte Spaziergänge, Wanderungen im schattigen Wald, gemütliche Radtouren (bitte nur auf ruhigen Nebenstraßen oder eigenen Radwegen!), ein erfrischendes gemeinsames Bad im See, Herumtollen auf Wiesen ohne Hundeverbot …

Realisieren lässt sich all das je nach Geschmack und Geldbörse auf verschiedene Arten: im 4-Stern-Hotel, in der gemütlichen Pension oder am Campingplatz.

Reisecheckliste für einen entspannten Urlaub mit dem Vierbeiner.

Wandern mit Hund

Mit dem Hund auf Reisen

Eine Reise ist stets mit vielen Änderungen der täglichen Lebensgewohnheiten verbunden. Damit der Urlaub aber trotz aller Umstellungen auch für den Hund zum Erlebnis und nicht zur Tortur wird, können einige Vorkehrungen getroffen werden.

Die Wahl des Transportmittels:

Auto:

Wird als Transportmittel das Auto gewählt, so sollte bedacht werden, dass der Hund den Fahrer, auch bei plötzlichem Bremsen, nicht behindern darf. Ideal wäre daher die Beförderung im abgetrennten Hinterraum des Fahrzeuges.

Auf eine längere Autofahrt nimmt man den Hund nur nüchtern mit. Die letzte Fütterung sollte also mindestens 12 Stunden (bei Welpen 4 Stunden) zurückliegen. Auf diese Weise beugt man dem Auftreten von Übelkeit und Erbrechen vor, die durch die Bewegungen des Autos, aber auch durch Angst und Nervosität hervorgerufen werden können.

Hunde, die mit dem Auto noch nicht vertraut sind, gewöhnt man zunächst an das Fahrzeug selbst. Schließlich werden kurze Übungsfahrten unternommen, die jedes Mal länger dauern dürfen. Ein anschließender Spaziergang ist die beste Belohnung. Für hartnäckige Fälle von Reisekrankheit erhält man beim Tierarzt auch entsprechende Medikamente.

Während ein Nahrungsentzug von 24 Stunden für Hunde kein Problem ist, darf die Wasseraufnahme niemals eingeschränkt werden. Besonders in der warmen Jahreszeit muss der Hund häufig trinken, damit sein Körper nicht überhitzt. Für unterwegs sollte also genügend frisches Wasser mitgenommen werden. Eine erste Fahrtpause nach 2 Stunden tut gut: Der Hund darf trinken und kann sich bei einem kleinen Spaziergang an der Leine erleichtern.

Flugzeug:

Eine größere Belastung als die Autofahrt stellt die Reise in Flugzeug, Schiff oder Bahn dar. Die ungewohnte Umgebung kann den Hund ängstigen. Außerdem fehlt zumeist die Möglichkeit zur Bewegung und zum Kot- und Harnabsatz. Vertraute Dinge wie Decke oder Spielzeug können nun eine große Stütze sein. Über die genauen Transportbedingungen sollte man sich rechtzeitig bei den jeweiligen Unternehmen erkundigen.

Auf Flugreisen dürfen in der Regel nur Hunde bis zu 5 kg im Passagierraum mitreisen. Größere Tiere müssen in speziellen Transportkisten im Laderaum mitgeführt werden. Bei Auslandsreisen informiert man sich am besten mindestens 4 Wochen vor Reiseantritt bei seinem Tierarzt nach den Einreisebestimmungen des gewählten Urlaubslandes. So kann die häufig geforderte Schutzimpfung gegen Tollwut gegebenenfalls noch rechtzeitig ausgeführt werden.

Der Tierarzt stellt auch die entsprechenden offiziellen Gesundheitspapiere aus und berät über die Zusammenstellung einer kleinen Reiseapotheke. Nur wenige Länder schreiben umfangreiche Untersuchungen und eine amtstierärztliche Untersuchung sowie eine Kennzeichnung vor.

Zur Sicherheit sollte der Hund am Halsband einen Anhänger mit der Urlaubs- sowie der Heimatadresse tragen. Für den gesamten Urlaub nimmt man am besten einen großen Vorrat einer hochwertigen Trockennahrung mit, an die der Hund gewöhnt ist.

Reisestress beim Hund

Klick für mehr Info

Veränderte Umgebungstemperaturen vermindern oft den Appetit. Da eine Reise aber nicht nur mit viel Aufregung, sondern auch mit mehr Bewegung verbunden ist, benötigt der Hund eine besonders schmackhafte und leicht verdauliche Kost.

Auf diese Nahrung wird er bereits zu Hause, 1 bis 2 Wochen vor Reiseantritt, Schritt für Schritt umgestellt.

Können die Fütterungszeiten, die der Hund kennt, nicht eingehalten werden, so macht man ihn möglichst schon vor dem Urlaub mit dem veränderten Rhythmus vertraut.

Die schönste Zeit des Jahres sorglos genießen

Sommer, Sonne und endlich wieder Urlaub: für Hundebesitzer nicht bloß ganz allgemein die schönsten Wochen des Jahres, sondern auch die Chance, sich endlich einmal nach Herzenslust mit dem geliebten Vierbeiner zu beschäftigen. Der Hund sieht das genauso: Auch im Urlaub ist er am liebsten bei seiner Familie und macht gerne alles mit, was „seinen“ Menschen Spaß macht. Bei dem fröhlichen Treiben kann es schon passieren, dass mal was passiert – alles jedoch halb so schlimm, wenn man darauf vorbereitet ist.

Ein Insektenstich auf der Almwiese beim Wandern, ein Hitzschlag im heißen Auto bei der Fahrt vom Strand ins Hotel, ein verschlucktes Etwas, das besser dort geblieben wäre, wo der Hund es gefunden hat … in solchen Fällen gilt es, rasch und richtig zu reagieren, um den Schaden zu begrenzen und schlimme Folgen zu vermeiden.

Mit ein wenig Vorbereitung und Rücksichtnahme auf die Ernährungs- und Bewegungsbedürfnisse des Hundes wird die Reise sicher zu einer großen Freude für den Menschen und seinen Reisebegleiter.

Als Vorsorgemaßnahme hält Ihr Tierarzt eine Hunde-Reiseapotheke für Sie bereit. Erkundigen Sie sich sicherheitshalber bei der Ankunft am Urlaubsort auch nach der Adresse des nächsten Tierarztes.

Hier finden Sie die wichtisten Erste-Hilfe-Tipps bei Hunden