Zahngesundheit

85 % aller Hunde über 3 Jahre leiden unter einer parodontalen Erkrankung. Hunde kleiner Rassen sind am häufigsten betroffen. Die Ursache sind Zahnbeläge.

Zahnpflege und Gesundheit

Hunde haben - abhängig von der Rasse - zwischen dem 4. und 7. Lebensmonat ihr bleibendes Gebiss vollständig entwickelt. Das ist der optimale Zeitpunkt, um auch bei Ihrem Hund mit der Zahnpflege zu beginnen.

Maulhygiene bzw. Zahnpflege beginnt mit dem täglichen Zähneputzen. Das Zähneputzen ist die mit Abstand wirksamste Zahnpflege zur Bekämpfung von Zahnbelag. Das Ziel des Zähneputzens ist die Entfernung des Zahnbelags von den Zahnoberflächen und aus den Zahnfleischtaschen, bevor der Zahnbelag mineralisiert und sich in Zahnstein umwandelt. Dies kann bereits nach weniger als einem Monat geschehen. Ihre Tierärztin/Ihr Tierarzt gibt Ihnen sicher gern Anregungen zur richtigen Putztechnik.

Woran man Zahnprobleme erkennen kann

Eine Studie mit mehr als 30.000 Hunden ergab, dass Zahnstein und Zahnfleischentzündungen die häufigsten Gründe für einen Besuch beim Tierarzt sind.

Symptome:

  • Übel riechender Atem: Bakterien in der Maulhöhle zersetzen die Nahrungsbestandteile. Dabei entstehen Schwefelverbindungen, die Fäulnisgeruch verursachen.

  • Übermäßiger Speichelfluss

  • Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme: Entzündetes Zahnfleisch und empfindliche Zähne verursachen Schmerzen beim Kauen. Obwohl das Tier Appetit hat, verweigert es die Futteraufnahme oder kaut einseitig

Wie pflegt man das Gebiss des Hundes? Täglich Zähneputzen - leicht gemacht!

Die beste Möglichkeit der Zahnreinigung ist regelmäßiges Putzen mit einer weichen Zahnbürste und einer speziellen Zahnpasta. Diese erhalten Sie im Zoofachhandel oder beim Tierarzt. Bitte verwenden Sie keine Zahnpasten, die zur menschlichen Anwendung gedacht sind, da diese verschiedene für den Hund ungeeignete Substanzen enthalten können.

In einer unlängst durchgeführten Erhebung bestätigten lediglich 22 % der befragten Tierhalter, dass sie ihren Tieren die Zähne putzen. Es ist anzunehmen, dass die Mehrheit dieser aktiven Tierhalter die Zahnpflege der Tiere auch nicht täglich betreibt.

Ein einfaches Ritual wird es, wenn man in frühem Lebensalter mit der Zahnreinigung beginnt. Aber auch bei älteren Tieren ist diese wirksame Prophylaxemaßnahme möglich.

Wie gewöhne ich meinen Hund an das Zähneputzen?

  1. Beginnen Sie, indem Sie Ihren Finger kurz auf die Zähne Ihres Hundes legen. Geben Sie sofort danach eine Nahrungskrokette als Belohnung. Verlängern Sie langsam die Zeitspanne und beginnen Sie mit rotierenden Bewegungen. Wenn sich Ihr Hund dies gefallen lässt, nehmen Sie eine Zahnbürste und belohnen zunächst einmal wieder lediglich das Dulden der Zahnbürste im Maul, später belohnen Sie nur längere Zeitspannen.

  2. Gewöhnen Sie Ihren Hund so früh wie möglich an das Zähneputzen, am besten bereits im Welpenalter. Denn Ziel ist es, bereits die Entstehung von Krankheiten der Zähne und der Maulhöhle zu verhindern. Zwar hat das Zähneputzen bei einem sehr jungen Hund für die Milchzähne keine großen Vorteile, da diese bald ausfallen und durch die bleibenden Zähne ersetzt werden, auf diese Weise ist Ihr Hund jedoch bereits an das Zähneputzen gewöhnt, wenn die bleibenden Zähne durchbrechen. Zudem ist es meist einfacher, Welpen an Körperpflegemaßnahmen zu gewöhnen als Hunde mittleren oder fortgeschrittenen Alters. Schaffen Sie für das Zähneputzen ein Umfeld, in dem sich Ihr Hund wohl fühlt und gehen Sie am besten von der Seite an den Kopf heran.

  3. Kleine Hunde setzt man am besten auf den Schoß und beruhigt sie durch Streicheln, um ihnen die Angst zu nehmen. Ist man zu zweit, übernimmt eine Person das Festhalten, Beruhigen und Streicheln, während die andere die Zähne putzt. Einige Tiere sind umgänglicher, wenn man sie zum Zähneputzen wie für die Fellpflege auf einen Tisch stellt.

    Verwenden Sie nur Zahncremes, die speziell für Tiere hergestellt sind. Drücken Sie die Zahncreme mit dem Finger tief in die Borsten der Zahnbürste hinein, damit sie der Hund nicht einfach ablecken kann.

  4. Beginnen Sie zunächst mit einigen wenigen Zähnen (vorzugsweise mit den Backenzähnen anstelle der Schneidezähne, da das Zurückziehen der Lefzen im Allgemeinen gut toleriert wird, während viele Hunde das Anheben der Nase als sehr unangenehm empfinden) und steigern Sie die Anzahl der geputzten Zähne schrittweise von Sitzung zu Sitzung, bis schließlich das gesamte Gebiss in einer einzigen Sitzung gereinigt werden kann.

  5. Anfangs müssen Sie die Maulhöhle Ihres Hundes nicht öffnen. Putzen Sie zunächst nur die Außenflächen der Zähne und dabei insbesondere den Zahnfleischrand.

  6. Hat sich Ihr Hund an das Putzen der Außenflächen sämtlicher Zähne gewöhnt, versuchen Sie, seine Maulhöhle sanft zu öffnen und vorsichtig die Kauflächen und die Innenseiten der Zähne zu bürsten. Bei Hunden, die das Öffnen der Maulhöhle nicht tolerieren, sollte man in jedem Fall weiterhin täglich die Außenflächen der Zähne putzen. Es muss jedoch damit gerechnet werden, dass sich auf der nicht geputzten Innenseite mit der Zeit eine Zahnfleischentzündung und möglicherweise auch eine Parodontitis entwickelt.

Zusätzliche Tipps

Belohnen Sie Ihren Hund nach jedem Zähneputzen z. B. mit einem Spaziergang oder einem Zahnpflegekauriegel.

Machen Sie das Zähneputzen zu einem festen Bestandteil des täglichen Pflegeprogramms. Ein älteres Tier ist leichter an Pflegemaßnahmen zu Hause zu gewöhnen, wenn diese als Fortsetzung bereits bestehender Routinemaßnahmen, wie z. B. Abendfütterung, Spaziergang oder Fellpflege, eingeführt werden. Auch dem Besitzer fällt es leichter, an das tägliche Zähneputzen zu denken, wenn es zur festen Routine gehört.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an den Royal Canin Beratungsdienst

Unterstützung der Zahnreinigung über die Ernährung

Die Ernährung kann auf dreierlei Weise die Zahngesundheit unterstützen:

    • Zunächst führt allein das Füttern einer Trockennahrung dazu, dass weniger Nahrungsreste in den Zahnzwischenräumen haften bleiben. Eine deutlich geringere Entstehung von Zahnbelag ist festzustellen.

    • Eine Trockennahrung kann auch den mechanischen Abrieb der Zähne unterstützen, wenn die Kroketten durch ihre Größe und Textur ein Zerbeißen der Nahrung fördern und sichergestellt ist, dass die Zähne tief in die Krokette eindringen. Das Zerbeißen der Nahrung fördert auch die Speichelbildung und somit ein „Spülen“ der Zähne.

    • Ein sinnvoller Zusatz in Hundetrockennahrungen sind Natriumtriphosphate, die auch häufig Bestandteil von Zahncremen für Menschen sind. Diese binden das Kalzium im Speichel, sodass die Zahnsteinbildung erschwert wird.

ROYAL CANIN-Trockennahrung aus der SIZE HEALT NUTRITION X-SmallMiniMediumMaxi oder Giant sowie der BREED HEALTH NUTRTITION tragen mit ihrem mechanischen und chemischen Reinigungseffekt zur Zahnsteinprophylaxe bei.

Bei einem bereits betroffenen Hund sollte zunächst der Tierarzt mit einem Ultraschallgerät in Vollnarkose den Zahnstein entfernen und anschließend die Zähne polieren.

Nach erfolgter Zahnreinigung wird

  • Dental Special für ausgewachsene Hunde unter 10 kg oder

  • Dental für ausgewachsene Hunde ab 10 kg empfohlen.

Da speziell kleine Hunde zu vermehrter Zahnsteinbildung neigen, enthalten alle Produkte der

SIZE HEALTH NUTRITION X-SMALL und MINI Reihe

Natriumtriphosphate, diese Kalziumfänger können die Zahnsteinbildung vermindern und zu einer optimalen Zahnhygiene beitragen.