Mein Hund frisst nicht

Ob ein Hund eine Nahrung annimmt oder nicht, hängt nicht nur von der Nahrung selbst ab. Die Lebensumstände des Tieres sowie die Mensch-Hund-Beziehung beeinflussen, ob ein Hund sehr gern, kaum oder auch gar nicht frisst.

Hunde fressen nicht immer gleich

Die Nahrungsaufnahme erfüllt für unseren Hund, anders als bei uns, kaum eine soziale Funktion. Er will nur eins: fressen. Im sozialen Sinne ist es allerdings für ihn wichtig, nach bzw. vor wem er seine Nahrung aufnimmt. Dies dokumentiert seine Position im Familienverband, seinem Rudel.

Die Ernährung dient in erster Linie der Abdeckung des Energiebedarfs. Dies kann zügig und spontan erfolgen, der Hund kann aber auch zögerlich an den Fressnapf gehen oder die Nahrungsaufnahme komplett verweigern. In einem gewissen Maß sind Schwankungen in diesem Verhalten durchaus normal.

Der Magen des Hundes dient als Nahrungsspeicher. Von der täglich aufgenommenen Nahrung wird immer ein Teil abgespeichert. Deshalb ist es völlig normal, wenn Ihr Hund nicht jeden Tag mit demselben Appetit frisst.

Mein Hund frisst nicht

Die Aussage „Mein Hund frisst nicht“ sollten Sie zunächst einmal kritisch überprüfen:

  • Frisst Ihr Hund gar nicht?
  • Lehnt er nur die ihm angebotene Nahrung ab?
  • Seit wann frisst Ihr Hund nicht mehr?
  • Hat Ihr Hund an Körpergewicht verloren?
  • Ist das Verhalten spontan aufgetreten?
  • Hat Ihr Hund bisher immer sehr zügig und sofort seine Nahrung angenommen und verweigert er jetzt plötzlich die Nahrungsaufnahme?
  • Nimmt er eine Nahrung ein paar Tage an und wird dann zögerlicher im Fressen und sucht sich etwas Neues?
  • Haben Sie einen jungen Hund, der gerade in der Zahnung ist (zwischen drei und fünf Monaten alt)?
  • Ist Ihr Hund mitten in der Pubertät? Versucht er im Alter zwischen acht und zwölf Monaten gerade festzulegen, welche Position er in der Hierarchie der Familie einnimmt?
  • Ist bei Ihnen oder in der Nachbarschaft eine Hündin läufig?

Viele Fragen, die alle zu unterschiedlichen Reaktionen Ihrerseits führen sollten.

Fressunlust - mögliche Ursachen

Wenn die Fressunlust plötzlich auftritt

Öffnen Sie den Fang Ihres Hundes und schauen Sie, ob ein Fremdkörper zwischen den Zähnen steckt oder eine Verletzung an Gaumen oder Zahnfleisch vorliegt. Schauen Sie auch, ob ein Zahn abgebrochen ist und Schmerzen bereitet. Trifft eine dieser Situationen zu, führt Ihr nächster Weg direkt zum Tierarzt. Es handelt sich um einen Notfall.

Wenn Ihr Hund die gewohnte Nahrung nicht mehr so gerne frisst

Kann es sein, dass Ihr Hund ganz einfach satt ist? Wenn Sie meinen, dass Ihr Hund von der kleinen täglichen Fütterungsmenge, die Sie ihm anbieten, unmöglich „satt“ sein kann, fragen Sie doch einmal alle anderen Familienmitglieder, ob sie nicht doch nebenher noch etwas zufüttern. Dies könnte der Grund für den fehlenden Appetit Ihres Hundes sein. In jedem Fall müssen Sie sich bei einer Fressunlust keine Sorgen machen,wenn der Hund ansonsten sein normales Verhalten zeigt. Er sollte munter sein und nicht apathisch, sich gerne bewegen und nicht still in einer Ecke liegen. In diesem Fall beachten Sie die Fressunlust Ihres Hundes gar nicht.

Zahnung

Der Wechsel vom Milchzahngebiss zu den bleibenden Zähnen vollzieht sich bei manchen Hunden völlig unbemerkt. Manchmal jedoch bereitet er Schmerzen oder ist zumindest für die Hunde unangenehm. Dann kann es sein,dass die Aufnahme der Nahrung nicht mehr mit derselben Freude geschieht, wie Sie es gewohnt sind. Dazu kommt, dass der Zahnwechsel in den meisten Fällen in die Phase fällt, in dem der Wachstumshöhepunkt der Hunde erreicht ist. Der Nährstoffbedarf steigt nicht mehr stetig an.Versuchen Sie, auch dieses Verhalten nicht weiter zu beachten. Bieten Sie dem Hund zu den gewohnten Zeiten seine Nahrung an.

Pubertät

Sie glauben gar nicht, wie wichtig es für Ihren Hund ist, eine möglichst hohe Stellung in der Hierarchie Ihrer Familie einzunehmen. Ein Hund ist ein Rudeltier und teilt seine Welt nach seinen Kriterien ein, und dazu gehört nun einmal eine klare Hierarchie mit dem Boss an der Spitze. Und der Boss, das sollten Sie sein. Im Alter zwischen acht und zwölf Monaten versucht Ihr Hund, in der Familienhierarchie so weit wie möglich an die Spitze zu kommen. Er wird auch immer wieder einmal antesten, Ihre Position einzunehmen. Dies geht am Fressnapf ganz besonders gut. Und eine Nahrungsverweigerung, auf die Sie dann vielleicht auch prompt mit Beachtung reagieren, ist für einen Hund ein probates Mittel, um Sie „in den Griff zu bekommen“.

Zeigen Sie Ihrem Hund ganz subtil, dass Sie derjenige sind, der in Ihrer Familie das Sagen hat:

  • Lassen Sie Ihren Hund vor dem Fressen sitzen.
  • Lassen Sie ihn warten, während Sie den Napf füllen.
  • Gestatten Sie Ihrem Hund nicht, sofort zu kommen, wenn Sie den Napf abstellen.

Ihr Hund soll warten, bis der Napf steht, auch dann noch sitzen bleiben und erst auf Ihre Aufforderung hin "geh fressen" darf er sich dem Napf nähern und anfangen zu fressen.

Läufigkeit

Auch hormonelle Umstellungen wirken sich auf die Nahrungsaufnahme aus. Nicht nur Hündinnen verweigern mitunter die Nahrung während der Läufigkeit, auch Rüden werden durch läufige Hündinnen leicht vom Fressnapf abgelenkt. Keine Sorge, diese Zeit geht vorbei. Und solange Ihr Hund nicht abmagert oder sein Allgemeinbefinden sich verändert, müssen Sie sich keine Sorgen machen.

Wenn der Hund viel langsamer frisst als gewohnt

Haben Sie erst kürzlich die Nahrung gewechselt? Es gibt heute Nahrungen, z. B. ROYAL CANIN GIANT junior oder GIANT adult oder auch die speziellen BREED-Nahrungen für einzelne Rassen wie Deutscher Schäferhund, Labrador Retriever, Boxer, Pudel usw., die durch eine besondere Form, Größe und Textur der Kroketten den Hund animieren, die einzelnen Kroketten mit den Zähnen zu zerkleinern und so die Nahrungsaufnahme verlangsamen. Dieser Effekt ist gewünscht. Zum einen kommt es zu einem erhöhten Abrieb auf der Zahnoberfläche und damit zu einer Minderung von Zahnbelag und Zahnstein sowie den damit verbundenen Risiken. Zum anderen ist es gerade bei größeren Hunden sehr wichtig, dass sie langsam fressen. Sie sollen dabei nicht so viel Luft abschlucken, um dem Risiko einer Magendrehung entgegenzuwirken.

Bestimmte Nahrungen aus der Size Health Nutrition- oder Breed Health Nutrition-Linie sorgen mit speziellen Kroketten für eine gewünschte Verlangsamung der Nahrungsaufnahme.

Ist es sinnvoll, abwechselnd verschiedene Nahrungen zu füttern?

Hunde schmecken im Vergleich zu uns wenig, für sie ist der Geruch der Nahrung entscheidender. Sie können in der Verdauung sehr sensibel sein. Ein täglicher Wechsel in der Ernährung Ihres Hundes kann zu einer Belastung des Magen-Darm-Traktes führen und sich zum Beispiel mit Durchfällen äußern.

Akzeptanz - das Ergebnis eines synergetischen Zusammenspiels

ROYAL CANIN ist es gelungen, mit der neuen Geschmacksformel NEW EXCLUSIVE SAVOUR die Akzeptanz seiner Produkte nochmals deutlich zu verbessern – und das ohne erhöhten Fettgehalt. Hinter dem Begriff NEW EXCLUSIVE SAVOUR steht ein umfassendes Konzept:

  • Konstant höchste Qualität der Rohstoffe, modernste Rezepturen
  • Fortwährende Verbesserung der Herstellungsprozesse
  • Angepasste Größe, Form und Textur der Krokette
  • Sorgfältigst ausgewählte Fette sowie natürliche Aromen
  • Frischeversiegelung der Verpackung sichert hohe Schmackhaftigkeit

Erst das Zusammenspiel aller Faktoren stellt sicher, dass Ihr Hund gerne frisst. Nur so kann Ihr Hund – egal ob Dackel, Pudel, Boxer, Deutscher Schäferhund, Dogge oder Mischling – jeden Tag mit allen notwendigen Nähr- und Wirkstoffen versorgt werden.