Ernährung des Hundes in der 2. Lebenshälfte

Wer länger mit einem Hund zusammenlebt, der weiß, welch wichtigen Platz ein Hund im Leben eines Menschen einnehmen kann. Daher ist es nur verständlich, dass man sich Gedanken darüber macht, wenn der Hund in die Jahre kommt. Keine Sorge: Altern ist keine Krankheit, sondern ein natürlicher Vorgang, der zwar einige Veränderungen mit sich bringt, aber nicht zwangsläufig mit Leid und Schmerzen verbunden sein muss. Sie können vorbeugen.

Auf gute alte Tage

Die Lebenserwartung unserer Hunde ist gestiegen. Machen Sie das Beste daraus!

Nicht nur wir Menschen werden immer älter - auch unsere tierischen Gefährten. Betrug das Durchschnittsalter der Hunde 1982 noch 9,5 Jahre, stieg dieses bis 2005 auf 11,9 Jahre (plus 25 %) an (Quelle: Myonlinepanel, Umfrage 10/05). Diese Entwicklung ist verschiedenen Faktoren zu verdanken, so zum Beispiel dem gewachsenen Bewusstsein für eine gezielte Altersvorsorge inklusive einer verbesserten medizinschen Versorgung und einer altersgerechten Ernährung.

Ab wann gehört mein Hund zum "alten Eisen"?

Der Zeitpunkt des „Alterns“ ist bei Hunden individuell sehr unterschiedlich und richtet sich unter anderem nach Rasse, Größe, Ernährung und Haltung des Tieres. Als Faustregel gilt, dass

  • kleine Hunde ab dem 12. Lebensjahr,
  • mittlere Hunde ab dem 10. Lebensjahr
  • große Hunde ab dem 8. Lebensjahr
  • und sehr große Rassen ab dem 6. Lebensjahr als Senioren einzustufen sind.

Diese Zahlen sind Richtwerte. Sie geben Ihnen die Möglichkeit, sich rechtzeitig auf den neuen Lebensabschnitt Ihres alten Freundes einzustellen und einige sinnvolle Änderungen in der Haltung und Pflege vorzunehmen.

Wussten Sie, dass...

  • Hunde mit Übergewicht eine geringere Lebenserwartung haben als schlanke Hunde,
  • kleine Hunde im Allgemeinen älter werden als große Hunde,
  • Mischlinge im Vergleich zu Rassehunden gleicher Größe eine höhere Lebenserwartung haben,
  • die Lebenserwartung bei Rüden und Hündinnen einer Rasse gleich hoch ist,
  • kastrierte Hunde durchschnittlich ein Jahr älter werden als unkastrierte Tiere gleicher Rasse,
  • Hunde, die in ländlicher Umgebung gehalten werden, eine höhere Lebenserwartung haben als Hunde, die in der Stadt leben?

Die gesunde Ernährung älterer Hunde

Im Alter stellt sich der Stoffwechsel Ihres Hundes um

Der Energiebedarf sinkt um rund 20 Prozent. Hinzu kommt, dass die Hunde weniger aktiv sind als in jungen Jahren. Sie neigen daher zu Übergewicht. Da Übergewicht nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die Gesundheit Ihres Hundes gefährdet, sollten Sie seine Ernährung rechtzeitig gezielt umstellen. Verringern Sie jedoch einfach nur die Menge des gewohnten Futters, um Kalorien zu sparen, bleiben leider auch wichtige Nährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe auf der Strecke. Auf diese ist Ihr Hund im Alter aber besonders angewiesen.

Sehr gut geeignet ist ein spezielles Futter für ältere Hunde, das gezielt auf deren Nährstoffbedarf abgestimmt ist.

Es sollte kalorienarm sein, gleichzeitig aber erhöhte Mengen an wichtigen Vitaminen und anderen Nährstoffen enthalten. Liegt bei Ihrem Hund bereits eine Alterserkrankung vor, können geeignete Spezialfuttermittel aus der Reihe der ->ROYAL CANIN Veterinary Diets wichtiger Bestandteil der Behandlung sein.

Die richtige Wahl: ROYAL CANIN Alleinfuttermittel für ältere Hunde

  • Ernährungsphysiologisch ausgewogene Zusammensetzung
  • Kroketten und Rezeptur auf die Größe des Hundes abgestimmt
  • Hochwertige Proteine helfen, den im Alter verstärkten Muskelabbau zu verringern
  • Ausgewählte Öle, Biotin und B-Vitamine dienen der Haut- und Fellgesundheit
  • Leichte Verdaulichkeit und natürliche Rohfasern zur Förderung der Darmgesundheit
  • Speziell entwickelte Kroketten zur Unterstützung der Zahnpflege
  • Natürliche Antioxidanzien fangen die freien Radikale ab und stärken die körpereigene Abwehr
  • Wissenschaftlich fundierte Rezepturen mit hoher Akzeptanz

Antioxidanzien gegen das Altern

Im Stoffwechsel eines jeden Hundes entstehen freie Radikale. Diese aggressiven Sauerstoffteilchen sind maßgeblich am Zellalterungsprozess und an der Entstehung von Krankheiten beteiligt.

Natürlich vorkommende Antioxidanzien wie Karotinoide und die Vitamine E und C binden freie Radikale und machen sie somit unschädlich.

ROYAL CANIN Produkte für ältere Hunde enthalten eine spezielle Mischung natürlich vorkommender Antioxidanzien, die der körpereigenen Abwehr dienen und helfen, dem Alterungsprozess entgegenzuwirken.

Gutes tun - für Leib und Seele

Die altersgerechte Pflege

Verbinden Sie Wellness mit Gesundheitsvorsorge und verwöhnen Sie Ihren alten Freund durch besonders intensive Zuwendung und Pflege. Dies fördert nicht nur das Wohlbefinden Ihres Vierbeiners, sondern hilft gleichzeitig, altersbedingte Veränderungen auszugleichen – und eventuelle Schwächen frühzeitig zu erkennen.

Haut & Fell

Mit den Jahren werden die Krallen eines Hundes spröder und weniger stark abgelaufen. Sein Haarkleid wird schütterer, das Fell erscheint struppig und stumpf. Da die Haut dicker wird, an Feuchtigkeit und Elastizität verliert, neigen ältere Hunde vermehrt zu starken Verhornungen an hervorstehenden Knochen und Gelenken. Auch Warzen treten gehäuft auf. Diese sind im Allgemeinen problemlos, können sich im Einzelfall jedoch entzünden. Weniger harmlos ist das steigende Risiko von Hauttumoren. Es gilt daher, bei der Pflege von Haut und Fell sorgfältig und aufmerksam auf verdächtige Umfangsvermehrungen, Knoten und Verhärtungen zu achten.

Zähne & Gebiss

Im Alter neigen Hunde vermehrt zu Zahnbelag. Wird dieser bakterienhaltige Belag nicht entfernt, verhärtet er sich zu Zahnstein und führt so zu schmerzhaften Zahnfleischentzündungen. Auf Dauer können sogar vereiterte Zahnfächer und Zahnausfall die Folgen sein. Folgende Anzeichen weisen darauf hin, dass Ihr Hund Probleme mit den Zähnen hat:

  • Starker Geruch aus dem Maul
  • Sichtbarer Zahnbelag/Zahnstein
  • Zurückzucken beim Trinken von kaltem Wasser
  • Probleme beim Fressen bis hin zur Futterverweigerung
  • Einseitiges Kauen
  • Bevorzugtes Fressen von Feuchtnahrung, Trockennahrung wird gemieden
  • Zucken oder Aufjaulen beim Spiel

Checkliste für die Zahn- & Gebisspflege

  • Regelmäßiges Zähneputzen (3 bis 7 mal wöchentlich)

  • Ernährung mit einem hochwertigen Trockenfutter, das der Zahnhygiene dient

  • Zahnpflegende Ergänzungsfuttermittel

  • Jährliche Kontrolle des Gebisses in der Tierarztpraxis

  • Bei Bedarf Entfernung von Zahnstein

Fitness für Körper und Geist

Das gesunde Maß an Bewegung

Im Alter nimmt der Bewegungsdrang vieler Hunde ab, was grundsätzlich kein Problem ist. Ein bisschen Muße und Ruhe kann man seinem Senior schon gönnen. Andererseits hält körperliche Aktivität Ihren Hund auch fit und gesund. Frei nach dem Motto: „Wer rastet, der rostet“. Animieren Sie Ihren Hund also ruhig, sich ausgiebig zu bewegen. Vermeiden Sie allerdings zu große Belastungen. Denn manch ein Senior macht auch schon mal gern größere Sprünge, als gesund für ihn ist. Wohltuend sind ausgiebige Spaziergänge, Schwimmen und langsames Laufen am Fahrrad, ungeeignet dagegen stürmische Ballspiele und Hürdenläufe auf dem Hundeplatz.

Der Hund ist darauf angewiesen, dass Sie ihn zur Bewegung animieren, ihn gleichzeitig aber auch vor zu starken körperlichen Belastungen schützen.

  • Schützen Sie Ihren Hund vor Kälte, Nässe und Zugluft.
  • Bieten Sie ihm einen weichen, gepolsterten Ruheplatz - Legen Sie Teppiche auf Kachel- und Holzböden.
  • Ersparen Sie ihm – soweit möglich – das Steigen von Treppen.
  • Lassen Sie ihn langsam ins Auto einsteigen und geben Sie bei Bedarf Hilfestellung.
  • Reiben Sie Ihren Hund nach Spaziergängen bei nass-kaltem Wetter trocken ab.

Senilität

Mit den Jahren verändern sich viele Hunde in ihrem Verhalten. Sie werden eigensinnig und wollen vermehrt ihre Ruhe haben. Sie sind weniger flexibel, jaulen und winseln manchmal ohne Grund und schlafen oft unruhig. Ob, wann und in welcher Form solche Verhaltensänderungen eintreten, ist von Hund zu Hund sehr unterschiedlich. Manche Hunde bleiben bis ins hohe Alter „geistig“ topfit, andere entwickeln relativ früh erste „Eigenarten“. Die Ursachen dafür sind unter anderem körperliche Veränderungen wie:

  • Allgemein verminderte Durchblutung, die zu einem Sauerstoffmangel im Gehirn führt
  • Verringerte körpereigene Produktion von Substanzen, die bei der Übertragung von Nervenimpulsen eine Rolle spielen
  • Ablagerung bestimmter Stoffwechselprodukte in Gehirn- und Nervengewebe
  • Altersbedingte Gewebeveränderungen in Gehirn und Rückenmark.