• Seite drucken
  • Seite versenden
  • Schriftgröße vergrößern
  • Schriftgröße verkleinern

Tierarzt-Besuch

Der erste Besuch beim Tierarzt sollte sicherlich gleich, wenn man sich

ein junges Kätzchen oder einen Welpen zu sich geholt hat, erfolgen. Das

junge Tier kann stressfrei (ohne krank zu sein) diese spezielle Umgebung

kennenlernen.

 

Der erste Arztbesuch

Zu jeder routinemäßigen Untersuchung beim Tierarzt gehören das Abhören des Herzens und der Lunge und das Abtasten des Bauches. Weiters untersucht der Tierarzt Maulhöhle, Augen und Ohren. Fiebermessen und eine Gewichtskontrolle runden die Untersuchung ab.

Der Tierarzt wird sich auch nach dem Fress- und Trinkverhalten und nach dem Harn- und Kotabsatz erkundigen. All diese Informationen sind wichtig, um eventuelle Erkankungen rechtzeitig zu erkennen.

Wie kann ich den Tierarzt unterstützen?

  • Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für den nächsten Tierarztbesuch, so können Sie auch Ihr eventuell verängstigtes Tier gut beruhigen.

  • Vereinbaren Sie bei Ihrem Tierarzt einen Termin - so vermeiden Sie das "aufreibende" Warten.

Tipp!

Es gibt viele Dinge, die man mit seinem Hund und seiner Katze vorweg üben kann, um den Stress ein wenig zu mildern.

  • Üben Sie, den Hund auf einen Tisch zu heben.

  • Üben Sie mit ihm das sogenannte "Zähnezeigen".

  • Gewöhnen Sie Ihre Katze an die Transportbox und - falls erforderlich - auch an das Autofahren. Hilfreich ist es, die Transportbox schon einige Tage vorher im Zimmer aufzustellen, so dass die Katze die "neue" Umgebung kennenlernen kann.

  • Vergessen Sie nicht den Impfpass und eine Aufstellung der Entwurmungen.

  • Beobachten Sie zuvor das Fress- und Trinkverhalten und den Harn- und Kotabsatz Ihres Tieres, damit Sie dem Tierarzt auch darüber genau Auskunft geben können.

Tierarztbesuch: Was will der Tierarzt wissen?

Wichtige Informationen für den Tierarzt

Im besten Fall sieht man seinen Tierarzt einmal im Jahr. Was aber, wenn das Tier zwischendurch erkrankt? Welche Symptome geben uns Anlass, doch besorgt zu reagieren und den Tierarzt zu kontaktieren?

Ihr Hund und Ihre Katze können dem Tierarzt keine Fragen beantworten, daher sind Sie als Halter gefordert, das Verhalten Ihres Lieblings genau zu beobachten und sich eventuell Notizen zu machen, um so dem Tierarzt seine Fragen zu beantworten. So lässt sich dann oftmals schnell die richtige Diagnose finden.

Es empfiehlt sich immer, das Gewicht seines Tieres in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren. Eine unnatürliche Abmagerung kann ein Hinweis auf einen Wurmbefall, auf Nierenerkrankung oder einen Mangel an Verdauungsenzymen usw. sein. Ein starker Fettansatz muss nicht immer nur Folge sehr kalorienreicher Kost sein, sondern kann auch auf schwere innere Erkrankungen hinweisen. Häufig sind es hormonelle Störungen, die auch mit einem veränderten Haarkleid einhergehen.

Beobachten - helfen - Leben retten

Eine Veränderung in der Futteraufnahme sollte auch genaue Beachtung finden. Erbricht der Hund oder die Katze, so kann eine genaue Beschreibung des Erbrochenen dem Tierarzt bei seiner Diagnosestellung helfen. Gleiches gilt bei Durchfall. Art, Frequenz und Menge sind überaus wichtige Informationen.

Dauert das Erbrechen oder der Durchfall länger als einen Tag an und kommt es zu einem gestörten Allgemeinbefinden, so sollte der Tierarzt aufgesucht werden.

Auch Abweichungen in der Flüssigkeitsaufnahme, wie vermehrter Durst, sollten gewissenhaft beobachtet werden, denn sie können Anzeichen für schwere Erkrankungen, wie etwa eine Nierenschädigung, eine Zuckerkrankheit oder eine Gebärmutterentzündung sein.

Wenn man den Eindruck hat, das Tier trinkt zu wenig oder zu viel, sollte das Wasser mit einem Messbecher abgemessen und so die Trinkmenge kontrolliert werden.

Als Richtwert kann man bei der Katze 45 ml/kg Körpergewicht annehmen, beim Hund 60 ml/kg Körpergewicht.

Abweichendes Verhalten

Veränderungen im Verhalten fallen uns schnell auf. Bei Schmerzen ist das Allgemeinbefinden des Tieres gestört. Nicht immer gehen Schmerzen aber mit einem Klagen der Tiere einher. Viele Tiere ziehen sich zurück, bleiben auf ihrem Platz liegen, kommen nur langsam nach mehrmaliger Aufforderung, lassen sich mitunter nicht angreifen und können auch aggressiv reagieren.

Dann sollte der Besitzer an Erkrankungen des Skelettapparates (Dackellähme, Arthrosen, Knochenbrüche) denken. Aber auch Harnwegs- und Magen-Darm-Erkrankungen können kolikartige Schmerzen hervorrufen.

Plötzliche Konditionsänderungen sind häufig ein Zeichen für Fieber, verbunden mit einer auftretenden Infektionskrankheit.

Bitte beachten Sie:

Der Besitzer des Tieres ist im Krankheitsfall die einzige Auskunftsperson für den Tierarzt. Machen Sie sich auch Notizen, wenn Ihnen etwas Negatives auffällt. Durch Ihre Beobachtungen unterstützen Sie die Tätigkeit des Veterinärmediziners wesentlich, damit er Ihrem vierbeinigen Liebling rasch und effizient helfen kann.