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Für Hundebesitzer

Erste Hilfe Tipps

ANLASS

    

KRANKHEITSSYMPTOME

    

ERSTE HILFE

Bissverletzung

Oft nur kleine Wunden, die die Haut durchdringen, aber starke Abhebungen in der Unterhaut, erhöhte Infektionsgefahr durch Eindringen von Bakterien; tiefe Fleischwunden, starke Blutung, Knochenverletzungen.

Wegen der starken bakteriellen Infektion von Bisswunden fachgerechte Versorgung möglichst bald (innerhalb von max. 4–6 Stunden); bis dahin flüssige Desinfektion, sauberer, nicht einschnürender Verband bei blutenden Wunden und offenen Knochenverletzungen; keine Gummiringe verwenden.

Erbrechen, Speichelfluss

Würgebewegungen, Entleerung von Futter und Schleim oder weißem Schaum aus dem Maul; heftige Pfotenbewegungen zum Maul.

Nahrung und Flüssigkeit entziehen; bei wiederholtem Erbrechen: Verdacht auf Fremdkörper, Entzündungen oder Infektionskrankheiten; unbedingt den Tierarzt aufsuchen!

Insektenstiche

Schwellungen an den Lippen und im Kopfbereich, Nesselausschlag (runde Schwellungen der Haut).

Stachel entfernen, Gifteindringstelle kühlen; möglichst bald den Tierarzt aufsuchen, Erstickungsgefahr!

Krampfanfälle

Gekrümmte Körperhaltung, Muskelzittern, eventuell Speichelfluss; Bewegungsstörungen bis zur Bewusstlosigkeit.

Das Tier während des Anfalls nicht anfassen, sondern Platz schaffen, so dass es sich nicht verletzen kann. Für den Transport Decke unterlegen.

Magendrehung (bei großen Hunden)

Plötzliches Anschwellen des Bauches, Kurzatmigkeit.

Sofort zum Tierarzt – akute Lebensgefahr!

Ohrenschmerzen

Kopfschütteln, Kratzbewegungen mit den Pfoten, evtl. Gleichgewichtsstörungen; plötzlich auftretendes Kopfschütteln spricht für das Eindringen einer Getreidegranne.

Äußeres Ohr reinigen; nicht in den Gehörgang eindringen; da Grannen („Schliefhansl“) durch Schüttelbewegungen tiefer eindringen, besteht Gefahr der Trommelfellperforation - daher sofort zum Tierarzt!

Unfall

Sichtbare Verletzungen und/oder Verdacht auf innere Verletzungen.

Tier ruhig lagern; Vorsicht – verletzte Tiere machen Abwehrbewegungen (Biss- und Kratzgefahr); Blutstillung durch lockeren Verband; Transport: Decke unterbreiten, vorsichtig heben und legen.

Vergiftung

Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, Bewusstlosigkeit, Blutungen aus den Körperhöhlen.

Wenn möglich Feststellung des Giftes (zerbissene Arzneipackungen aufheben); umgehend den Tierarzt aufsuchen

Wärmestau („Hitzschlag“)

Starkes Hecheln; Krämpfe bis zur Bewusstlosigkeit.

Für Abkühlung sorgen (in den Schatten legen, mit nassen Handtüchern kühlen); unbedingt Tierarzt aufsuchen!

Zeckenbiss

Festgesaugtes Insekt, Rötung der Biss-Stelle.

Mit einer Zeckenzange entfernen. Biss-Stelle mit Alkohol abtupfen.