Gesundheit/Vorsorge
Die Polyphenole bilden eine wichtige Familie von Antioxidanzien: Sie können unterstützend bei Herz­oder Nierenerkrankungen oder zur Erhaltung der Zahn- und Mundgesundheit eingesetzt werden.

Wissenswertes
Einige epidemiologische Studien am Menschen zeigen eine positive Korrelation zwischen regelmäßigem und gemäßigtem Konsum von rotem Wein, einer kon­zentrierten Polyphenolquelle, und der Verminderung von Herz-Gefäß-Erkrankungen (z.B. Atherosklerose) beim Menschen. Dies wird allgemein als französisches Paradox bezeichnet. Hund und Katze sind weniger anfällig für Atherosklerose, da ihr Körper weniger LDL-Cholesterin (auch "schlechtes" Cholesterin) ent­hält als der Mensch.

Wirkung im Organismus
Die Hauptaufgabe der Polyphenole liegt in der Bekämpfung der so genannten reaktiven Sauerstoffspezies (freie Radikale), um die schädliche Wirkung von oxida-tivem Stress einzuschränken. Polyphenole aus grünem Tee können für die Mund-Zahn-Hygiene interessant sein. Bestimmte Bestandteile hemmen nämlich das Wachstum der Zahnbelagsbakterien, die bei älteren Tieren häufig Parodontalerkrankungen verursachen. Flavanole sind eine spezielle Kategorie von Polyphenolen, deren Wirkung bei Nieren- und Herzerkrankungen bes­chrieben wurde. Sie stimulieren die Produktion von Stickstoffmonoxid, das eine entspannende Wirkung auf die glatten Muskelfasern der Blutgefäße hat. Eine täg­liche Zufuhr von Flavanolen wird mit einer Sinken des Blutdrucks in Zusammenhang gebracht.

Natürliche Quellen
Mehr als 8000 Arten von Polyphenolen sind bekannt, die in allen Pflanzen zu finden sind. Sie sind an der Pigmentierung (Tanine), dem Wachstum, der Fortpflanzung und der Resistenz der Pflanzen gegen Krankheiten beteiligt. Trauben, grüner Tee und Kakao haben den höchsten Gehalt an Flavanolen.

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