Gesundheit/Vorsorge
Lysin ist eine für Hunde und Katzen essenzielle Aminosäure: Sie muss unbedingt mit der Nahrung zugeführt werden, um den Proteinaufbau des Organismus zu ermöglichen.

Ein Lysinmangel führt beispielsweise beim Welpen zu einer Wachstumsverzögerung.

Wissenswertes
Lysin ist äußerst wärmeempfindlich: Eine zu aggressive Wärmebehandlung bewirkt eine Reaktion mit Zuckern (Maillard-Reaktion), Lysin ist dann für den Organismus nicht mehr verfügbar. Zu starkes Erhitzen von Milch führt beispielsweise zu einer Reaktion zwischen Lysin und Laktose. Diese besondere Empfindlichkeit macht Lysin zu einem interessanten Gradmesser für die Kontrolle des Garzustandes einer Nahrung.

Wirkung im Organismus
Außer seiner wichtigen Aufgabe bei der Protein­synthese haben Studien gezeigt, dass eine höhere Lysinzufuhr mit der Nahrung im Kampf gegen Herpesvirose bei der Katze helfen kann. Das Herpesvirus der Katze führt zu Erkrankungen der oberen Atemwege der Katze, die unter der Bezeichnung Katzenschnupfen zusammengefasst werden. Das Herpesvirus verursacht all­gemein gravierendere klinische Symptome als andere Erreger, vor allem am Auge. Bei Katzenwelpen ohne aus­reichenden Immunschutz kann dies tödlich sein. Die Zufuhr von Lysin mindert die Intensität der Virusausscheidung und die klinischen Symptome bei in­fizierten Tieren.

Natürliche Quellen
Tierische Proteine, Fleisch und insbesondere Milchcasein sind reich an Lysin. Auch in Sojaproteinen ist es in gros­sen Mengen enthalten. Bei einer Diät auf Getreidebasis besteht jedoch die Gefahr eines Lysinmangels, der einen Zusatz dieser Aminosäure notwendig macht.

Lysin muss unbedingt und in ausreichender Menge in der Nahrung vorhanden sein, um die Synthese aller Proteine des Organismus zu ermöglichen.
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