Die fehlenden Prozente entfallen auf die Kohlenhydrate, eine sehr wichtige Nährstoffgruppe. Sie werden auf der Packung nicht deklariert, da sie im Labor bei der Standard- Futtermittelanalyse nicht direkt bestimmt, sondern einfach als „das,was noch übrig ist“ berechnet werden. Das können Sie selbst auch machen, indem Sie von 100 % alle anderen Prozentangaben abziehen, also Feuchtigkeit, Rohprotein, Rohfaser, Rohfett und Rohasche. Aber Vorsicht: Sie erhalten auf diese Weise nur den Wert für den so genannten stickstofffreien Extrakt (NfE). Dieser Begriff aus der Analytik umschreibt nur ungefähr den Kohlenhydratanteil. Wenn Sie den genauen Stärkegehalt einer Nahrung wissen möchten, lesen Sie bitte in einer unserer informativen Produktbroschüren nach. |
Die Inhaltsstoffe einer Tiernahrung können nach verschiedenen Verfahren analysiert werden. Es ist weltweit üblich, die „Weender Futtermittelanalyse“ zu verwenden. Dabei werden nicht die einzelnen Nährstoffe erfasst, sondern nährstofftypische Elemente oder Eigenschaften bestimmt (z.B. Stickstoff für Protein), mit deren Hilfe die Nährstoffe rechnerisch ermittelt werden. Deshalb spricht man bei den so erhaltenen Werten von „Roh“-Nährstoffen, z. B. von „Rohprotein“ (es wird aus dem analytisch bestimmten Stickstoffgehalt des Futters basierend auf der Annahme berechnet, dass Eiweiß im Durchschnitt 16 % Stickstoff enthält). Dieses Verfahren bietet neben der weltweiten Anerkennung den Vorteil, dass es sehr schnell ist. Für zusätzliche Fragen kann es nötig sein,weitere Analyseverfahren anzuwenden. |