Die Katze bringt etwa ein Drittel ihrer Zeit mit Schlafen zu, ein weiteres Drittel mit Spielen, und das letzte Drittel vergeht teilweise mit Nahrungsaufnahme und teilweise mit Putzen. Wenn die Katze sich im Freien bewegen kann, so fängt sie gern kleinere Tiere (Mäuse, Jungvögel, kleinere Vögel), die sie dann frisst oder auch liegen lässt, wenn sie anderweitig Nahrung erhält. Die Katze ist ein Raubtier, und bei der Hauskatze, selbst wenn sie nicht hinaus ins Freie kann, bleibt der Jagdinstinkt erhalten. So erregen Gegenstände, die sich bewegen, bei allen Katzen Aufmerksamkeit, eine Katze kann ziemlich lange mit einem Ball spielen, der wegrollt, sobald sie ihn berührt. Wenn die Katze sich ausschließlich von Mäusen ernährt, so muss sie 8 bis 10 Mäuse pro Tag fangen, um ihren Nährstoffbedarf zu decken. Das Jagen ist nicht so einfach, eine Maus zu sehen bedeutet noch nicht, sie auch zu fangen. Die Katze braucht dann viel Zeit für die Jagd, sehr oft entkommt die Maus. Und doch verfügt die Katze über Eigenschaften, die ein Plus bei der Mäusejagd sind. Ein feines Gehör, ein entwickelter Geruchssinn, die Schnurrhaare für die Orientierung, ein ausgezeichnetes Sehvermögen, scharfe Krallen, sehr rasche Bewegungen und die außergewöhnliche Fähigkeit, sich geräuschlos fortzubewegen.
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Krallen und Zähne
Die Krallen der Katze weisen mehrere Besonderheiten auf: Sie wachsen ununterbrochen das ganze Leben lang, ihre Form ist leicht gerundet, und die Katze kann sie einziehen, sie stehen senkrecht und sind scharf. Die Fähigkeit der Katzen, ihre Krallen herauszustrecken hat verschiedene Konsequen-zen. In erster Linie ermöglicht dies der Katze die geräuschlose Fortbewegung, so kann sie sehr vorsichtig mit den Fußballenpolstern auftreten. Des weiteren kann sie durch Einziehen der Krallen diese ihre Jagd- und Kampfwaffen schützen. Und schließlich sind die ausgestreckten Krallen sowohl spitze, scharfe Waffen als auch eine wertvolle Kletterhilfe. Dank ihrer Form lassen sich die Krallen sehr leicht in die Jagdbeute oder in den Kampfgegner einschlagen, wie lauter kleine Messer. Ein Schlag mit ausgestreckten Krallen hinterlässt mindestens einen beachtlichen Kratzer auf der Haut, selbst wenn es nur im Spiel passiert. Die Krallen können sehr wohl beschnitten werden, allerdings unter Beachtung einiger Vorsichtsmaßregeln. Zuerst benötigt man einen geeigneten, funktionstüchtigen Krallenschneider. Des weiteren muss man die Katze so halten, dass die Pfote, besonders im Augenblick des Zuschneidens, nicht wegrutscht. Und schließlich, wenn man gut ausgerüstet, mit dem richtigen Gerät in der richtigen Position ist, greift man das Pfotenende, drückt leicht zwischen zwei Zehen auf die letzten Zehenglieder und schneidet in Richtung der Kralle (anders als beim Fingernägelschneiden), um die Kralle nicht flachzudrücken und zu verletzen. Wenn man eine Kralle herausdrückt, lassen sich deutlich zwei Zonen unterscheiden: eine rosa Zone, an der Zehe, und eine hellere zum freien Krallenende hin. Man muss beim Schneiden in der helleren Zone bleiben, die rosa Zone entspricht dem Nagelbett (Krallenwurzel, Krallenansatz) , dort verlaufen Blutgefäße. Die Katze hat an jeder Hinterpfote vier und an jeder Vorderpfote fünf Krallen, die fünfte sitzt an der Afterklaue (die dem Daumen entspräche). Diese Kralle muss man besonders im Auge behalten, denn wenn sie nicht beschnitten wird, kann sie in Richtung Haut zurückwachsen und die Pfote verletzen. Viele Katzen nehmen gern einen Baumstamm oder, falls keiner in der Nähe ist, ein Brett zum „Krallenschärfen", sie ziehen die Krallen an dem Stamm (auf dem Brett) entlang und schleifen sie so ab, weniger um sie abzunutzen, als vielmehr um sie zu erneuern, die obere, ältere Hornschicht wird dabei abgeschliffen und die darunter liegende, jüngere und scharfe wird funktionstüchtig. Manche Katzen haben übrigens die Eigenheit, ihre Krallen selbst zu kappen. Man kann sie beobachten, wie sie eine Pfote ins Maul stecken und gleichsam „Nägel kauen". Neben den Krallen sind die Zähne das zweite natürliche Waffensystem der Katze, insbesondere die Fangzähne. Die Katzenzähne sind eher an die Funktionen des Packens, Zerkleinern und Zerreißens der Jagdbeute angepasst als an das Kauen von Nahrung, diese verschlingen sie oft im Ganzen.
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Wasser
Wenngleich es durchaus Katzen gibt, die sehr gut schwimmen, so sind diese doch eher selten. Die allgemeine Abneigung der Katzen gegen Wasser findet man auch in ihren Trinkgewohnheiten. Die Katzen, die wahrscheinlich aus der Wüste stammen, sind karg im Trinken. Ihr Urin ist auch sehr konzentriert. Die Katze, die eine Beute verschlingt, nimmt Wasser auf, denn ob nun Maus oder Vogel, Wasser ist im Organismus zu etwa 60 % enthalten, aber die Katze zeigt wenig Neigung, von sich aus zu trinken. Ebenso trinken Katzen, die feuchte Dosennahrung fressen, wenig oder gar nichts; bei Fütterung mit Kroketten trinken sie beim Fressen. Diese Wasseraufnahme geschieht in kleinen Mengen, jedoch 10 bis 12 Mal pro Tag. Es ist daher notwendig, dass die Katze ständig sauberes Wasser zur Verfügung hat. Die verbreitete Meinung, Krokettenfütterung rufe allerlei Erkrankungen hervor, namentlich der Nieren, ist eindeutig falsch. Richtig ist, dass man darauf achten muss, der die Katze ausreichend Wasser anzubieten, um eine gute Nierenfunktion zu ermöglichen.
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Sterilisation
Ungefähr 50 % der Hauskatzen, Kater wie Katzen, sind sterilisiert. Dies Sterilisation stellt kein besonderes Problem dar, abgesehen von der Fütterung. Die Sterilisation hat nämlich einen erhöhten Appetit und gleichzeitig verringerten Energiebedarf zur Folge und zwar bei beiden Geschlechtern. Also müssen die sterilisierten Tiere entweder weniger Futter oder energieärmeres Futter erhalten, damit sie nicht übergewichtig werden. Man kann die Katze sogar ein bis zwei Wochen vor der geplanten Sterilisation an geringere Futtermengen gewöhnen. Die so umgewöhnte Katze wird danach umso besser mit der neuen Situation fertig.
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Lebenserwartung
Wenngleich manche Katzen das Rekordalter von 30 Jahren erreichen, beträgt die einer sterilisierten Katze im Durchschnitt 10 Jahre. Bei unversehrten (nicht sterilisierten ) Tieren beträgt sie nur 6 Jahre für die weibliche Katze und 5 Jahre für den Kater. Dieser Unterschied erklärt sich aus der Neigung nicht sterilisierter Katzen umherzustreunen und damit den Gefahren zum Beispiel durch Straßenverkehr wie auch durch ansteckende Krankheiten, Infektionskrankheiten, Parasiten usw. stärker ausgesetzt zu sein. Wenn Katzen freien Auslauf haben, neigen sie dazu, mit Artgenossen zusammenzutreffen, sei es zur Fortpflanzung oder in Territorialkämpfen oder in der Auseinandersetzung mit Rivalen im Liebesspiel. Diese engen Kontakte sind Faktoren, welche die Übertragung von Krankheiten begünstigen, sie tragen damit zur Verkürzung der Lebensdauer der Katzen bei. Dennoch steigt die Zahl der Katzen, die ein höheres Lebensalter erreichen ständig, dazu haben beigetragen: besser beherrschte Fütterung, mehr und wirksamere Impfungen sowie eine verbesserte veterinärmedizinische Betreuung.