Das Alter

Der Anteil der Katzen im fortgeschrittenen Alter erhöht sich ständig. Genau wie beim Menschen ist das Alter eine eigene Phase im Leben der Katze. Das Altern ist ein natürlicher Vorgang, es ist unvermeidlich, bei der Katze ebenso wie bei den anderen Arten. Es äußert sich in verschiedenen Anzeichen: mangelnde Dynamik, Neigung zu Schläfrigkeit, Schwierigkeiten beim Fortbewegen, mangelnder Appetit und häufigeres Auftreten von Krankheiten:

Herzprobleme (Ventrikelhypertrophie), insbesondere im Zusammenhang mit verringerter Elastizität der Arterien, Atembeschwerden aufgrund verringerter Lungenfunktion, Empfindlichkeit gegenüber Infektionskrankheiten aufgrund zunehmender Schwäche des Immunsystems, häufige Nierenerkrankungen, Tumore, Drüsenprobleme wie zum Beispiel Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes etc. Wenn man die Mehrzahl der übergewichtigen Katzen in der Altersgruppe zwischen 6 und 10 Jahren findet, so sind alte Katzen eher mager. Übergewichtigkeit ist ein Risikofaktor für eine Vielzahl von Krankheiten, wie Diabetes, Hautprobleme etc., aber Magerkeit ist deswegen nicht zu begünstigen. Eine Katze, die nicht genügend Energie aufnimmt, verliert zwar an Gewicht, ihr Organismus bekommt aber auch zu wenig Proteine, er verliert an Muskelmasse, und das Immunsystem wird ebenfalls geschwächt.

 

Der Appetit der Katze nimmt mit dem Alter ab, zumal häufig Probleme im Mundraum auftreten (Zahnfleischentzündungen, Geschwüre, Tumore), hinzu kommt eine ebenfalls nachlassende Verdauungsfunktion. Daher ist es angezeigt, bei einer Katze im Alter von mehr als 10 Jahren sorgsam auf Qualität und Menge des Futters zu achten. Die alte Katze neigt auch dazu, weniger zu trinken und somit rascher Austrocknung (Dehydration) anheim zu fallen, man muss darum ausreichend Wasser anbieten und dafür sorgen, dass es getrunken wird. Im übrigen treten viele Krankheiten häufiger bei alten als bei jungen Katzen auf. Nierenunterfunktion zum Beispiel ist bei älteren Katzen häufiger anzutreffen als bei jungen, teils erklärt sich dies aus der langsamen Entwicklung dieser Krankheit. Alte Katzen müssen veterinärmedizinisch überwacht werden, damit auftretende Krankheiten möglichst früh behandelt werden können. Über die gesamte Lebenszeit der Katze ist es wünschenswert, dass das Tier einmal jährlich dem Veterinär zu einer Allgemeinuntersuchung vorgestellt wird, dazu kann beispielsweise ein Impftermin genutzt werden.

 

Bei über zwölfjährigen Katzen wird dringend empfohlen, die Katze halbjährlich untersuchen zu lassen. Von der Geburt bis ins hohe Alter ist die Katze vorrangig Fleischfresser und Jäger, sie ist unabhängig und stolz. Von ganz klein auf wird ihre Aufmerksamkeit von sich bewegenden Gegenständen angezogen. Als erwachsenes Tier mag sie zärtliche Zuwendung genauso wie das Herumstreunen in der freien Natur. Gleichviel, welcher Rasse eine Katze auch angehören mag, in allen ihren Lebensphasen ist es faszinierend sie zu beobachten und mit ihr zu leben.

zur Hundeweltzur Katzenwelt