Diese Technik soll anhand der folgenden drei Beispiele illustriert werden.
Beispiel Nr. 1:
Hier haben wir den Phänotyp einer einfarbig blauen Kurzhaarkatze. Für alle von schwachen Karten bestimmten Merkmale besitzt die Katze obligatorisch zwei schwache Karten. Im vorliegenden Fall kann man bereits voraussagen, dass diese Katze zwei „a"-Karten besitzt (sie hat also kein Agouti-Fell, daher die Einfarbigkeit), zwei „ch"-Karten und zwei „i"-Karten (denn die Haare sind weder an den Spitzen dunkel gefärbt noch sind sie partiell entfärbt), zwei „d"-Karten (denn das Blau resultiert aus der Verdünnung der schwarzen Farbe), zwei „s"-Karten (da es keine weißen Farbflecken gibt) und 2 „w"-Karten (da sie Melanozyten hat). Handelt es sich um ein Männchen, besitzt es in der Serie „O" eine „Y"-Karte und eine „Xo"-Karte (es ist nicht rothaarig) und wenn es ein Weibchen ist, besitzt es zwei „Xo"-Karten (es ist dann weder rothaarig noch Schildpatt). Für die von starken Karten bestimmten Merkmale besitzt die Katze mindestens eine entsprechende starke Karte, wobei die andere Karte der Serie, die stark oder schwach sein kann, unbekannt ist. Die in unserem Beispiel dargestellte Katze besitzt also mindestens eine „L"-Karte (verantwortlich für die kurzen Haare), eine „B"-Karte (da ihr Basispigment schwarz ist und nicht braun), und eine Karte „C" (weil sie weder Colourpoint noch Kontrastzeichnungen wie eine Burmakatze hat). Was diese Katze in der Serie „T" als Karte besitzt, ist jedoch nicht erkenntlich, da die gestreiften Kennzeichen nicht sichtbar sind. Die verschiedenen Unbekannten können erst sichtbar gemacht werden, wenn man über zusätzliche Informationen hinsichtlich der Färbung seiner Vor- fahren und/oder seiner Nachkommen verfügt.

Beispiel Nr. 2:
Das Tier gehört in die Reihe Schildpatt, Langhaarkatze und Blotched Tabby (mit dunklen Streifen). Den vorhergehenden Überlegungen entsprechend kann man voraussagen, dass es zwei Karten „i, ch, l, s, t" (die Streifen sind breit) und „w" besitzt. Es hat mindestens eine Karte „A, B, C, D", und da es auch ein Schildpatt-Exemplar ist, besitzt es eine XO"-Karte und eine „Xo"-Karte. Übrigens ist dieser Felltyp ausschließlich weiblichen Erbfolgern vorbehalten.
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Beispiel Nr. 3:
Das letzte Beispiel ist eine Kurzhaarkatze der „Silver Blotched Tabby"-Varietät. Sie unterscheidet sich von der klassisch gestreiften Katze dadurch, dass die Bereiche zwischen den Streifen hell und silbern und nicht bräunlichgelb sind. Das lässt sich auf die Tatsache zurückführen, dass die Agouti-Haare zwischen den Streifen eine partielle Entfärbung des unterhalb der Spitze befindlichen gelben Bandes erfuhren. Daraus wird geschlussfolgert, dass diese Katze mindestens eine starke „I"-Karte besitzt.
