Betrachten wir nun die für die Fellfarbe und die Länge der Haare verwendeten Karten. Nach unseren derzeitigen Erkenntnissen in der Genetik enthält ein derartiges Kartenspiel 25 in 11 Serien angeordnete Karten.
Wobei die Serie O eine Besonderheit in dem Sinne darstellt, als dass sie sich auf dem Geschlechtschromosomen X befindet. So setzt sich die Serie aus den folgenden Karten zusammen: XO, Xo und Y. Auch die Kombinationen der Serien A und T machen einige Erklärungen nötig, die in dem umrandeten Text 2 detailliert dargestellt werden
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TABBY-VARIANTEN UND EINFARBIGE VARIETÄTEN
Die Karten der Serie „A" und die der Serie „T" sind ausschlaggebend für die einfarbigen Fellkleider und die verschiedenen Felle mit Streifenfell, auch Tabby-Fell genannt. Das Tabby-Fell entspricht dem häufigsten Phänotyp der nicht selektionierten gewöhnlichen Katze sowie dem Phänotyp der europäischen Wildkatze. Dieses Fell setzt sich aus zwei Haartypen zusammen. Die Streifenhaare sind durch dunkle Pigmente gleichmäßig gefärbt. Die Haare zwischen den Streifen sind vom Typ „Agouti", d.h. sie weisen unterhalb der Spitzen ein kleines gelbes Band auf, die das dunkle Pigment bricht, die Züchter sprechen von Ticking. Das Nebeneinander von Agouti-Haaren verleiht den zwischen den Streifen gelegenen Zonen diesen für die Tabby-Katzen so typischen gelblichbraunen Teint. Verantwortlich für die Agouti-Haare ist die Karte„A". Eine bei der Hauskatze erfolgte Mutation brachte eine schwache „a"-Karte hervor; das gelbliche Band unterhalb der Spitzen der Agouti-Haare verschwindet und somit die Agouti-Haare an sich… So hat eine gleichmäßig schwarze Katze in Wirklichkeit ein aus schwarzen Streifen bestehendes Fell (einfarbig „normale" Haare) mit dazwischen gelegenen, ebenfalls schwarzen Zonen, die sie aus mutierten Agouti-Haaren bestehen, die ihr gelbes Band verloren haben. Die Karten der Serie „T" definieren die Form und die Breite der Streifen im Verhältnis zum Agouti-Haar. Die als „wild" betrachtete „T"-Karte gibt die feinen Streifen des sogenannten getigerten Fells (Mackerel Tabby für die „British"- Katzen). Zwei Mutationen haben zwei neue Karten in der „T"-Serie bewirkt. Die eine, die „tb"-Karte, ist schwach und gibt die breiten Streifen des gestromten Fells (Blotched Tabby). Die andere mutante Karte ist stärker als die „T"-Karte, sie heißt „Ta"-Karte und bewirkt das Verschwinden der Streifen zugunsten der Agouti-Haare. Das daraus entstehende Fellkleid, das sich nur noch aus Agouti-Haaren zusammensetzt, ist getupft (Ticked Tabby). Man findet es bei den Abessinierkatzen oder auch den Singapurakatzen. Interessanterweise besitzt auch eine einfarbige Katze „T"-Karten. Ihr Fell hat praktisch eines der drei Typen der möglichen Tabby-Merkmale, welches jedoch, ist nicht ersichtlich, es sei denn, man beobachtet, was sie ihren Nachkommen überträgt.

