Diabetes mellitus und Diabetes insipidus
Wenngleich beide Erkrankungen mit dem Oberbegriff Diabetes bezeichnet werden, darf man diese Diabetesformen nicht verwechseln. Diabetes mellitus ist eine Erkrankung mit erhöhtem Blutzuckerspiegel (Glykämie). Die Diabete insipidus Erkrankungen sind seltene Pathologien, verursacht durch eine Nierenstörung, bei der die Nieren infolge einer ungenügenden Menge an Hypophysenhormon den Harn nicht konzentrieren können, da dieses Hormon den Vorgang der Harnkonzentration steuert. Es kann auch sein, dass die Niere nicht auf das ausreichend vorhandene Hormon anspricht. Die meisten Stoffwechsel-Abbauprodukte im Organismus werden über die Leber und über die Nieren ausgeschieden. An diesen Organen können Versagensstörungen auftreten. Die Rolle der Leber ist vielfältig: sie produziert Gallensaft mit den darin enthaltenen Salzen, die zur Fettverdauung sowie zum Abbau bestimmter Schadstoffe und Ausscheidungsprodukte, insbesondere von Medikamenten und der im Stoffwechsel daraus entstandenen Produkte, notwendig sind. Der Leber kommt eine Schlüsselfunktion im Zuckerstoffwechsel zu (Speicherung und Umverteilung); sie ist am Eiweiß- und am Fett-Stoffwechsel beteiligt; sie speichert Vitamine (A, D, B12) und Mineralsalze (Eisen-, Kupfer-). Sie leistet ihren Beitrag zur Ausscheidung vieler toxischer Produkte, nachdem diese Produkte in der Leber komplexen chemischen Reaktionen unterworfen waren. Einer der klassischen Wege der Entgiftung ist bei Katzen praktisch nicht möglich. Aus diesem Grund sind Katzen außerordentlich empfindlich gegenüber Vergiftungen durch verschiedene Produkte: Insektizide mit organisch gebundenem Chlor (DDT, Lindan), Aspirin, Paracetamol.