Seit den 60er Jahren hat die Katzenheilkunde einen großen Schritt nach vorn getan. Die Innere Medizin hat sich dabei am stärksten weiter entwickelt, zuerst mit der Erforschung der Viruserkrankungen und der Identifizierung des Leukosevirus sowie der Erforschung des Immunschwäche-Syndroms und der Infektiösen Peritonitis der Katze, danach mit der Erkennung der Erkrankungen des Harnsystems (Niereninsuffizienz und Blasenentzündung) einschließlich der Entwicklung neuer Diätfuttersorten, der Erforschung der Lebererkrankungen (der verschiedenen Arten von Hepatitis als Ursache der Gelbsucht), und in jüngster Zeit mit der Erforschung der Herzkrankheiten, die einfacher zu erkennen sind, seit Ultraschalldiagnostik und Doppler-Sonographie in die Untersuchungstechnik Einzug gehalten haben. Die angelsächsischen Ländern sind besonders weit auf diesem Gebiet fortgeschritten. So wurde an der Universität von Cornell im Staat New York bereits vor 25 Jahren ein ganzes Departement ausschließlich für Katzenheilkunde eingerichtet. In Europa hat Großbritannien mit einem 1993 an der Universität von Bristol eingerichteten Departement für Katzenheilkunde die Führungsposition inne. In Frankreich haben sich Züchter und Tierärzte, die sich besonders für Katzen interessieren, zu einem Verband formiert, der „Société française de félinotechnie" (S.F.F.), um Konferenzen zu organisieren, die sich ausschließlich mit Problemen der Gesundheit der Katzen beschäftigen.