
Wenn eine Katze in die Klinik eingeliefert wird, versucht man, bestimmte Bedingungen einzuhalten, um dem Tier ein möglichst gutes Befinden zu sichern. Katzen ängstigen sich leicht, und sie benötigen viel Schlaf (im Durchschnitt 18 bis 24 Stunden). Man ist daher bestrebt, sie weit entfernt von Hunden, die ab und zu bellen, unterzubringen. Eine Katze, die nicht ausreichend schläft, wird reizbar. Außerdem lieben Katzen die Bequemlichkeit: es geht nicht an, sie in einen leeren, kalten Käfig einzusperren. Eine Katze braucht ein Katzenklo und ein Lager; es ist auch zweckmäßig, ihr ein Kleidungsstück zu lassen, das sie kennt (einen Schal oder Pullover ihrer Bezugsperson). Ihr Lager muss in einem beheizten Raum untergebracht sein. Auch wenn die Katze keinen Lärm mag, so mag sie doch ein wenig Unterhaltung (Vögel draußen am Fenster, ab und zu die Anwesenheit eines Menschen, der nach ihr schaut, all die Dinge, bei denen sie ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen kann: Schlummern und Beobachten). Besuche der Besitzer sind in der Klinik gern gesehen: oftmals ist es so ein Besuch der Anlass, aus dem die Katze, etwa nach einer Operation, zum erstenmal wieder Futter annimmt und zu fressen beginnt. Oftmals ist es so ein Besuch, der die Katze dazu bewegt, sich zu recken und zu strecken, um sich an ihren Besitzer zu schmiegen. Die Katze ist ein reinliches Tier: man bemüht sich also, sie zu putzen (bürsten, die Augen auswischen, das Mäulchen reinigen etc.) Alle diese „kleinen Pflegemaßnahmen" (Säuberung, Streicheln, ihr das Lieblingsfutter geben, ihr freundlich zureden..) sind notwendig für das Wohlbefinden und eine positive Stimmung der Katze. Weit fort von ihrer gewohnten Umgebung kann es sonst leicht geschehen, dass die Katze trotz aller ihr angediehenen medizinischen Versorgung verkümmert und eingeht.