Die Geburt eines Kindes
Diese ist für die Katze eines jungen Paares ein sehr großes Ereignis, das trotz allem guten Willen der Halter die Beziehungen dieser kleinen Gemeinschaft verändern wird. Bereits vor der Geburt ist die Katze daran zu gewöhnen, keinen Zugang mehr zum Kinderzimmer zu haben, vor allem, wenn sie sich vorher ohne Beschränkung in der gesamten Wohnung oder im Haus aufhalten durfte. Während Sie noch auf der Mütterstation weilen, vergessen Sie nicht, Ihrem Mann die ersten Windeln vom Baby mit nach Hause zu geben, die er gut sichtbar in einem Korb verstaut. Ihre Katze(n) bekommen dann schon einen ersten Eindruck von dem Geruch des Neuankömmlings, was die Kontaktaufnahme erleichtern wird. Zurück von der Entbindungs-station, nehmen Sie sich Zeit für das gegenseitige Kennenlernen. Baby und Katze werden für Ihre Worte empfänglich sein, denn sie verstehen mehr als man glaubt. Widmen Sie auch in der Folge Ihrer Katze Aufmerksamkeit und versuchen Sie nicht, sie nur dann ausgiebig zu streicheln, wenn Ihr Baby schläft (sie dürfte sonst die Abwesenheit des Babys mit einem Überfluss an Aufmerksamkeiten assoziieren). Streicheln Sie sie, sprechen Sie mit ihr auch vor Ihrem Baby, das wiederum später leichter eine Beziehung zu Katzen entwickeln wird. Der Versuch der Katzen, das Baby anzunehmen, treibt sie manchmal zu einem risikovollem Verhalten, wie zum Beispiel mit ihm im Bättchen schlafen zu wollen, das nämlich mit dem Duft der leckeren sauren Milch ein sehr warmer und sehr angenehmer Ort ist (Ihre Katze beurteilt das Ergebrochene nicht unbedingt wie Sie!). Achten also darauf, die Anwandlungen Ihrer Katzen in die richtige Bahn zu lenken und bieten Sie ihr eventuell ein eigenes Puppenkörbchen.Im Laufe der Entwicklung Ihres Babys und je nach Temperament der Katzen werden Sie im Allgemeinen über die Toleranz der Katze gegenüber Ihrem Kind entzückt sein (eine sehr spezifische Toleranz dem Kind bzw. den Kindern der Familie gegenüber). Die Katze ist eine hervorragende Schule des Lebens für das Kind, und wenn das Kind mit fünfzehn Monaten entdeckt, dass die Katze einen drolligen Schwanz hat, wird sie ihm mit einem einfachen Frauchen zu verstehen geben, was Achtung vor dem Individuum bedeutet. In diesem Alter hingegen, wo das Kleinkind erst alles entdeckt und vor nichts zurückschreckt, ist Nachsicht und gegenseitige Achtung geboten.
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Umzug
Der Umzug ist ein riesiges Ereignis für die Katze, und manchmal möchte man meinen, sie sei mehr einem Ort verbunden als einer Person. Einige Katze sind sogar in der Lage, an ihren ehemaligen Wohnort zurückkehren, und scheuen dabei keine weiten Strecken. So wie diese alte Katzen, die aller Wahrscheinlichkeit nach von Lyon nach Barcelonnette und zurück lief, enttäuscht, ihr altes Haus verlassen vorzufinden. Während des Umzugs ist es ratsam, die Katzen in einem Raum mit Nahrung, einer Toilette und einigen Fetischobjekten unterzubringen. Nehmen Sie sie als letzte aus ihrer gewohnten Umgebung, um sie sofort in ein relativ eingerichtetes neues Zimmer zu setzen. Erfolgt der Umzug zwischen zwei Wohnungen, gibt es im Allgemeinen kein Problem. Die Katze wird sich rasch an ihre neue Umgebung gewöhnen. Wechselt die Katze von einem Einfamilien-haus in eine Wohnung, planen Sie eine entsprechende Ausstattung ein, damit sie, um ihre fehlende Freiheit und den Zugang nach draußen besser erträgt, springen und klettern kann. Ziehen Sie mit Ihrer Katze von einer Wohnung in ein Haus, ist es ratsam, sie in den ersten drei bis sieben Tage nicht sofort nach draußen zu lassen, kontrollieren Sie anschließend ihre Spaziergänge, indem Sie sie entweder überwachen oder mit ihr in den Garten gehen. Lassen Sie ihr dann mehr und mehr Freiheit, aber behalten Sie die Schachtel mit dem lockenden Trockenfutter in Ihrer Nähe!
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Ferien
Die Katze schätzt Ausflüge mit dem Auto oder mit anderen Verkehrsmitteln nur wenig. Deshalb ist es ratsam, für einen Kurzurlaub einen Freund oder eine Freundin zu finden, die die Katze in Ihrem Hause mit Nahrung versorgt und ihre Toilette säubert. Mieten Sie ein Ferienhaus für einen Monat, wird sich die Katze nur dann daran gewöhnen können, wenn Sie sie regelmäßig und seit ihrem frühesten Alter mitnehmen. Indes sind die Anpassungsfähigkeiten einer Katze verblüffend, wie etwa die Katze, die bereits ganz jung an Motorradausflüge mit ihrem Herrchen gewöhnt wurde. Katzen, die nach den Ferien auf dem Lande im September wieder in die Stadt kommen, scheinen stark bedrückt. Ist Ihre Katze dann lust- und appetitlos und beginnt an nicht vereinbarten Orten zu harnen, zögern Sie nicht, Ihren Tierarzt aufzusuchen.
REISEN
Selbst auf einem kurzen Weg im Auto, im Bus oder in der U-Bahn (zum Beispiel zu Ihrem Tierarzt) fühlt sich die Katze unwohl. Wärme, Halbschatten und Ruhe geben ihr Sicherheit: Setzen Sie sie in einen mit Stoff und Mehrzweckpapier ausgelegten Korb oder in einen Karton aus starker Pappe (haben Sie keine Angst, ihr droht kein Ersticken). Ist sie sehr feinfühlig, wird sie sich in den ersten fünf oder zehn Minuten "vergessen". Entfernen Sie dann das Mehrzweck-papier, damit die Katze ihre Reise im Trockenen fortsetzen kann. Ein kleiner Trick besteht darin, den Korb in eine leicht gefüllte Toiletten-wanne zu setzen. So kann der Urin durch den Korb hindurch fließen und die Katze bleibt im Trockenen, aber auch Ihre Autositze oder der Ausleger im Auto. Ist der Weg lang, bieten Sie ihr regelmäßig in den Pausen etwas Futter an – am besten eignet sich Trockenfutter – und frisches Wasser zum Trinken, vermeiden Sie es aber, Nahrung in ihrem Käfig oder im Karton zu lassen. Für Flugreisen kann ein Beruhigungsmittel seinen Zweck erfüllen. Bitten Sie Ihren Tierarzt um Rat.
Die kranke Katze
Die Einlieferung in eine Klinik, erfolgt sie auch unter den bestmöglichen Bedingungen, muss immer im Interesse Ihrer Katze und entsprechend Ihren Möglichkeiten mit Ihrem Tierarzt besprochen werden. Die auf die Katzenmedizin spezialisierten Tierärzte werden dem Stress und der Qualität der Bindung an das Herrchen als Faktoren ihrer seelischen Verfassung und ihrer Genesungsfähigkeit Rechnung tragen. So mag es vernünftiger sein, die Katze ambulant behandeln zu lassen, es sei denn der Besitzer kommt ein oder zwei Mal pro Tag in die Klinik, um ihr die Nahrung zu reichen, die häufig besser angenommen wird, wenn sie mit Liebe angeboten wird.