Die Ansteckung mit dem Herpesvirus erfolgt hauptsächlich über direkten Kontakt zwischen Katzen. Eine Herpesvirusinfektion führt im Unterschied zur Calicivirusinfektion zu einer intermittierenden Ausscheidung des Virus durch chronische Virusträger.
Daher sind Virusträger außerhalb der Ausscheidungsphasen nur schwierig nachzuweisen. Das negative Resultat eines Herpesvirusscreenings schließt folglich nicht aus, dass es sich bei dem betreffenden Tier um einen Virusträger handelt.
Stressreiche Ereignisse (Transport, Geburt, Katzenausstellung) oder eine Phase der Immundefizienz (z.B Kortikosteroidbehandlung oder Trächtigkeit) können ein bis zwei Wochen nach dem auslösenden Ereignis zur Ausscheidung des Virus führen. Diese Ausscheidungsphase kann 1-3 Wochen dauern. Während dieser Ausscheidungsphase kann das betroffene Tier Symptome unterschiedlicher Intensität zeigen (oder asymptomatisch sein).
Die Tatsache, dass latente Träger in Stressphasen Virus ausscheiden und gleichzeitig klinisch unauffällig sein können, bedeutet, dass die Übertragung von Herpesviren von einer Katze ausgehen kann, die als gesund gilt.
