Die Fakten

Katzenschnupfen ist oft das Ergebnis einer parallel auftretenden Infektion mit mehreren Erregern viraler und bakterieller Natur: Felines Herpesvirus (FHV-1), Calicivirus (FCV), Chlamydophila felis und Bordetella bronchiseptica.

Seit einigen Jahren wird die Chlamydiose tendenziell eher als ein separates, eigenständiges Krankheitsgeschehen betrachtet und weniger als Teil des Katzenschnupfenkomplexes. In der Praxis gestaltet sich eine klinische Differenzierung allerdings oft sehr schwierig, und nicht selten werden Mischinfektionen mit verschiedenen Erregern wie zum Beispiel Chlamydien und Herpesviren nachgewiesen.

Klinisch stellt sich Katzenschnupfen im typischen Fall als eine Infektion der oberen Atemwege dar. Oftmals kommt es infolge einer bakteriellen Sekundärinfektion aber auch zu einer Infektion der unteren Atemwege. Es besteht für Katzen eine hohe Möglichkeit, an Katzenschnupfen zu erkranken (d.h. die Anfälligkeit ist hoch).

Die Sterblichkeitsrate (Mortalität) ist aber niedrig. In einigen Fällen kann Katzenschnupfen aber schwere klinische Erkrankungen hervorrufen, insbesondere bei Katzenwelpen. Bleiben Katzenwelpen, die in einer Umgebung mit mehreren Katzen leben, ungeimpft, so steigt die Morbidität rasch auf 100 %, und es werden Mortalitätsraten von bis zu 30 % erreicht.

Selbst bei geimpften Tieren können jedoch mehr oder weniger stark ausgeprägte „katzenschnupfenartige“ Symptome diagnostiziert werden.

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