Neugeborene Katzen sind zahnlos. Ab dem Alter von 3 Wochen brechen die Milchzähne durch, die ab etwa drei Monaten durch das bleibende Gebiss ersetzt werden. Der Zahnwechsel erfolgt bei der Katze in der Regel problemlos. In einigen Fällen bleibt jedoch ein Milchzahn stehen. Dieser muss unbedingt vom Tierarzt entfernt werden, da es sonst zu Zahneng- und Fehlstellungen kommen kann. Bereits bei Katzenwelpen bilden sich innerhalb weniger Stunden aus dem Speichel und den aufgenommenen Bakterien ein Film auf allen Zähnen. Mit der Nahrung aufgenommene Keime und Bakterien können zusammen mit dem Speichel in nur wenigen Wochen zu Zahnbelag führen – meist zuerst an den Molaren (Backenzähnen).
Der Belag ist fest haftend und gelblich. Der Zahnbelag reagiert mit dem in der Maulhöhle befindlichen Kalzium: Es bildet sich Zahnstein. Zahnstein ist eine feste, harte, widerstandsfähige, organisierte Struktur, die eine Kruste auf den Zähnen bildet. Zahnstein begünstigt Zahnfleischentzündungen, die, wenn sie nicht erkannt und behandelt werden, zu einer Rückbildung des Zahnfleischs und damit zu freiliegenden Zahnhälsen führt.

In der Folge kommt es bei Katzen häufig zu so genannten „neck lesions“, eine für die Katze sehr schmerzhafte Erkrankung, bei der es sich um Zerstörung von Dentin, Zahnschmelz und Zement handelt.