WALTHAM Standpunkt

Ernährungsphysiologie

In der Kleintierpraxis gilt Adipositas als die häufigste Form von Fehlernährung und stellt als solche eine besondere Herausforderung für jeden Tierarzt dar. Eine Reihe von Untersuchungen in Europa und Nordamerika haben festgestellt, dass zwischen 6 % und 40 % aller in Tierarztpraxen vorgestellten Katzen übergewichtig sind bzw. unter Fettleibigkeit leiden.1,25,26

Zu Übergewicht kommt es, wenn die Energieaufnahme den Energiebedarf des Tieres in einer bestimmten Lebensphase übersteigt. In nur wenigen Fällen kann Fettleibigkeit auch sekundär nach anderen Erkrankungen auftreten. Endokrine Störungen und medikamentell bedingte Polyphagie sind wahrscheinlich die bekanntesten Ursachen von Adipositas. In der Humanmedizin sind endokrine Störungen allerdings nur zu 5 % für Übergewicht verantwortlich,3 und es ist anzunehmen, dass die Häufigkeit bei Katzen ähnlich ist.

Die heute üblichen Adipositastherapien umfassen die diätetische Behandlung, körperliches Training, psychologische und verhaltenstherapeutische Maßnahmen, Medikation und chirurgische Eingriffe.15,17,18 In den meisten Fällen werden allerdings kostentechnische und ethische Gründe gegen eine medikamentelle und chirurgische Behandlung der Fettleibigkeit sprechen. Vermehrte regelmäßige Bewegung und Verhaltensänderungen allein sind kaum erfolgreich, wenn sie nicht von einer diätetischen Therapie begleitet werden.29,30 Dieser synergetische Effekt der drei Therapieformen, nämlich Diät, körperliche Bewegung und verändertes Eßverhalten, wird derzeit auch in der Humanmedizin als einzig probates Mittel für eine dauerhafte Gewichtsabnahme empfohlen.29

In gleicher Weise muß daher ein wirksames Programm zur Gewichtsreduktion von Heimtieren auf der Kombination folgender Elemente basieren:

  • verringerte Energiezufuhr
  • vermehrte Bewegung
  • verhaltenstherapeutische Maßnahmen

Quantitative Beurteilung der Adipositas

Adipositas wird als exzessive Anreicherung von Körperfett definiert. Unklar ist jedoch, in welchem Ausmaß eine bestimmte Menge an Fettgewebe bei der Katze noch vertretbar ist und ab welchem Stadium des Übergewichts tatsächlich das Risiko einer adipositasinduzierten Erkrankung gegeben ist. Dies steht in deutlichem Gegensatz zur Adipositas beim Menschen, wo der body mass index (BMI = Körpergewicht in kg dividiert durch das Quadrat der Körpergröße in Metern) relativ genau mit der Menge an Körperfett korreliert und auch einfach gemessen werden kann.23 Mit Hilfe des BMI ist es Forschern gelungen, die Zusammenhänge zwischen Fettleibigkeit und Erkrankungen wie Bluthochdruck, Schlaganfall, Erkrankungen der Koronararterien und Diabetes mellitus herzustellen. Die Humanmediziner bedienen sich dieses Beurteilungssystems, um ein entsprechend erhöhtes Erkrankungsrisiko bei gefährdeten Personen zu diagnostizieren und zu behandeln.

Das ideale System zur Diagnose und Quantifizierung von Adipositas beim Heimtier sollte die Körperzusammensetzung messen, um die Anteile an Fettgewebe und fettfreier Körpermasse quantitativ zu bestimmen. Leider sind jedoch die meisten in der Humanmedizin verwendeten Techniken entweder nicht auf das Tier übertragbar oder sie eignen sich aus praktischer Sicht nicht für den Einsatz bei Hunden und Katzen. Bislang war die Adspektion und Palpation im Rahmen der klinischen Allgemeinuntersuchung die einfachste und auch verläßlichste Methode zur Diagnose von Adipositas bei der Katze.26 Seit kurzem jedoch gibt es eine neue, auf einfachen Messungen basierende Technik zur Bestimmung des Körperfettes bei der Katze (Feline Body Mass Index [FBMI]).16

Der Feline Body Mass Index [FBMI] wird auf der Basis von zwei physikalischen (zoometrischen) Messungen geschätzt bzw. berechnet. Alle Messungen sollten an der stehenden Katze erfolgen, die Beine sollten etwa im 90°-Winkel am Boden stehen, der Kopf sollte in aufrechter Position sein. Die Messungen werden wie folgt vorgenommen:

  1. Brustkorb: Messung des Umfangs (cm) auf der Höhe der 9. kranialen (oder 5. kaudalen) Rippe.
  2. Bein-Index-Messung (Leg Index Measurement): Messung der Distanz (cm) zwischen Kniescheibe und Tuber calcaneus (Ferse) der linken hinteren Gliedmaße.

Der Prozentsatz an Körperfett berechnet sich nach der folgenden Gleichung 1:

 

Obwohl über die Zusammenhänge zwischen Adipositas und Körperzusammensetzung bei Katzen nur begrenzte Informationen vorliegen, sprechen die verfügbaren Daten9 sowie die klinische Erfahrung dafür, dass Katzen mit einem Körperfettanteil von 30 % und darüber als übergewichtig bzw. adipös zu bezeichnen sind und einer klinischen Untersuchung sowie einer eventuellen Gewichtsreduktionstherapie unterzogen werden sollten. Ein Prozentsatz an Körperfett von 10 % bis 30 % wird bei der Katze als normal betrachtet.

Wird bei Katzen Adipositas diagnostiziert, sollte das Tier eingehend klinisch untersucht werden. Gegebenenfalls ist ein Gewichtsreduktionsprogramm einzuleiten, das auf der Basis einer entsprechenden Gewichtsreduktionsdiät (z.B. ROYAL CANIN Obesity Management) durchgeführt wird.

 

Diätetische Therapie

Da die übermäßige Aufnahme von Energie die Hauptursache für Fettleibigkeit ist,3 zielt die diätetische Behandlung auf die Restriktion der Energiezufuhr ab. Obwohl absolute Nahrungskarenz bei einigen Spezies eine praktikable Methode der Gewichtsreduktion darstellt, sollte diese Technik bei der Katze nicht angewendet werden, da bei diesen Tieren ein Zusammenhang zwischen Anorexie und der Entwicklung von idiopathischer hepatischer Lipidose bekannt ist.4,6 Aus diesem und auch anderen Gründen empfiehlt sich für adipöse Katzen eher die Methode der kontrollierten, moderaten Einschränkung der Energiezufuhr.

 

Energie

Die Energiezufuhr muß reduziert werden

Es hat sich in der Praxis gezeigt, dass eine maximale Gewichtsreduktion von 15 % für den Anfang ein vernünftiges Diätziel darstellt.12 Erst nach Erreichen dieses ersten Sollgewichtes sollten weitere Gewichtsabnahmen geplant werden. Klinische Studien belegen, dass bei Katzen innerhalb von 18 Wochen ein Gewichtsverlust von 14 – 18 % erreicht werden kann, wenn die Tiere Futterrationen erhalten, die 60% des für das Sollgewicht berechneten Erhaltungsbedarfs decken (dies entspricht in etwa einem Energiegehalt von 130 kJ [31 kcal]/kg Ausgangsgewicht/Tag).7,9,20,22 Die Abnahmeraten dieser Studien sind jenen vergleichbar, die derzeit für adipöse Menschen empfohlen werden.29

In einer Studie, die die Möglichkeit einer rascheren Gewichtsreduktion untersuchte, wurde das jeweilige Sollgewicht auf der Basis des individuellen Grades der Adipositas festgelegt. Die so ermittelten Zielgewichte lagen in etwa bei 60 – 80 % des Ausgangsgewichtes.22 Bei einer Diät, deren Energiegehalt 60 % des auf der Basis dieser Zielgewichte berechneten Erhaltungsbedarfes betrug (dies entspricht ca. 92 – 121 kJ [22 – 29 kcal]/kg Ausgangsgewicht/Tag) konnten in 18 Wochen Gewichtsabnahmen von 16 – 39 % (durchschnittlich 20 %) erreicht werden. Durch Restriktion der Energiezufuhr auf ca. 92 kJ (22 kcal)/kg Ausgangsgewicht/Tag konnte bei den adipösen Katzen eine sichere Gewichtsreduktion um 25 % erzielt werden.8,22

Da Diätanleitungen jedoch nur annähernde Richtwerte für die Gewichtsabnahme liefern, kann es zu individuellen Abweichungen kommen, die durch exakt auf den jeweiligen Patienten abgestimmte Futterrationen korrigiert werden können.

Um die Energieaufnahme eines Heimtieres zu verringern, kann man sich zweier Methoden bedienen. Eine Möglichkeit ist, weiterhin die herkömmliche Ration, jedoch in reduzierter Menge, zu füttern. Wird dieser Weg gewählt, so liegt meist kein spezielles, strukturiertes Diätprogramm vor; der Erfolg dieser Methode ist gering, frustrierte Diätabbrüche dagegen häufig.2 Am bedenklichsten ist jedoch, dass es zu gefährlichen, ja lebensbedrohenden Mangelerscheinungen kommen kann, da die meisten Fertigfuttermittel in ihrem Nährstoffgehalt auf die normale Energiezufuhr abgestimmt sind und durch eine Reduzierung der Futterration auch die Menge der zugeführten Nährstoffe verringert wird.13

Die Alternative dazu ist kalorienarmes Fertigfutter, das speziell als Reduktionsdiät entwickelt wurde und trotz des verringerten Energiegehaltes die ausgewogene Versorgung der Katze mit allen wesentlichen Nährstoffen sicherstellt. Dies ist besonders bei langfristigen Diätprogrammen von entscheidender Bedeutung.

  • ROYAL CANIN Obesity Management wurde speziell im Hinblick auf geringe Energiedichte entwickelt.

Die Gehalte an allen wesentlichen Nährstoffen wurden bezogen auf den jeweiligen Energiegehalt sorgfältig berechnet, so dass bei Fütterung der empfohlenen Rationen eine ausgewogene Nährstoffzufuhr garantiert ist.

 

Protein

Die Proteinzufuhr sollte ausreichend hoch sein, um Eiweißverluste aus dem Gewebe so gering wie möglich zu halten

Bei konsequenter Diät geht bei adipösen Tieren auch etwas fettfreies Gewebe verloren.14 Übermäßiger Eiweißverlust während der Gewichtsreduktion ist jedoch nicht wünschenswert, da jeder Verlust an funktionellem Gewebe ersetzt werden muß. Einige der nachteiligen Auswirkungen von extremen Abmagerungsdiäten beim Menschen stehen vermutlich mit der unzureichenden Eiweißzufuhr und dem daraus resultierenden Verlust von fettfreiem Körpergewebe in Zusammenhang.29 Besonders bei Katzen sollten übermäßige Verluste an Gewebeeiweiß vermieden werden, da ein Mangel an Protein oder speziellen Aminosäuren an der Pathogenese der idiopathischen hepatischen Lipidose ursächlich beteiligt sein kann.5,11

In der Humanmedizin konnte eine deutliche, mengenabhängige Korrelation zwischen erhöhten Proteingehalten extrem kalorienarmer Diätrezepturen und Bewahrung der fettfreien Körpergewebemenge während der Gewichtsreduktion nachgewiesen werden.24 Bislang ist es jedoch nicht gelungen, jenen Eiweißbedarf exakt zu bestimmen, der optimales Wohlbefinden und minimale Gewebeproteinverluste während Abmagerungsdiäten garantiert. Es mag daher angeraten erscheinen, die Eiweißzufuhr während der Gewichtsreduktion zumindest bei jener Menge zu belassen, die für die normale Ernährung von Menschen vergleichbaren Körpergewichts empfohlen wird.

  • Der Proteingehalt von ROYAL CANIN Obesity Management ist in Relation zum Energiegehalt erhöht.

Auch bei der empfohlenen reduzierten Energiezufuhr stellt dieses Diätfutter die ausreichende Versorgung mit hoch verdaulichem Eiweiß von hervorragender Bioverfügbarkeit sicher und deckt den normalen Erhaltungsbedarf an Protein.

 

Mineralstoffe, Vitamine und essenzielle Fettsäuren

Mineralstoffe, Vitamine und essenzielle Fettsäuren sollten in unverminderter Menge zugeführt werden.

Eine Vielzahl von Gesundheitsproblemen, die beim Menschen während Abmagerungsdiäten auftreten, sind auf mögliche Mängel an Mineralstoffen und/oder Vitaminen zurückzuführen.13,29 Es gibt keinen Hinweis darauf, dass der Bedarf an Mineralstoffen, Vitaminen und essenziellen Fettsäuren während einer Reduktionsdiät vermindert ist.

  • Der Gehalt an Mineralstoffen, Vitaminen und essenziellen Fettsäuren ist bei ROYAL CANIN Obesity Management in Relation zum Energiegehalt erhöht.

Dies stellt auch bei reduzierten Futterrationen und eingeschränkter Energiezufuhr sicher, dass ausreichende Mengen an diesen Nährstoffen aufgenommen werden und der normale Erhaltungsbedarf gedeckt wird.

 

Regelmäßige körperliche Bewegung

In Kombination mit einer diätetischen Therapie beschleunigt die vermehrte körperliche Bewegung den Fettverlust27 und trägt gleichzeitig dazu bei, dem Verlust an fettfreiem Gewebe während der Gewichtsreduktion vorzubeugen.24 Es gibt auch Hinweise dafür, dass durch körperliches Training eine erneute, rasche Gewichtszunahme nach Beendigung der Diät verhindert werden kann.27 Es ist unbestritten schwierig, Katzen einem strukturierten körperlichen Trainingsprogramm zu unterziehen. Dennoch kann versucht werden, die Tiere zu vermehrter Bewegung zu ermuntern, indem man z.B. Katzen, die sich normalerweise nur im Haus aufhalten, öfters die Möglichkeit bietet, ins Freie zu gelangen, wobei allerdings sichergestellt sein muß, dass die Tiere dort nicht Zugang zu zusätzlichem Futter haben. Die häufige Aufforderung zum Spiel ist eine weitere Methode, adipöse Katzen zu mehr körperlicher Aktivität zu bewegen.

 

Verhaltenstherapeutische Maßnahmen und psychologische Unterstützung

Beim Menschen ist die verhaltenstherapeutische Umstellung eingeschliffener Verhaltensweisen neben der diätetischen Therapie ein integrierender Bestandteil eines jeden Gewichtsreduktionsprogrammes, weil dadurch einerseits bessere Abnahmen erzielt werden und andererseits eine erneute, rasche Gewichtszunahme im Anschluß an die Diät verhindert werden kann.31 Verhaltenstherapeutische Maßnahmen zielen unter Verwendung verschiedener Techniken darauf ab, jene Umweltfaktoren zu ändern, die das Eßverhalten steuern oder beeinflussen. Ziel und Zweck solcher Programme ist die nachhaltige, langfristige Verhaltensänderung, da nur diese kontinuierliche Gewichtsabnahmen gewährleistet.29

Obwohl viele der beim Menschen angewandten Techniken für Heimtiere nicht geeignet und kaum praktikabel sind, können andere wieder relativ einfach übernommen werden und führen auch bei Hunden und Katzen zu verbesserten Diätergebnissen und dauerhafter Gewichtsreduktion.

Der wichtigste Faktor bei der Behandlung übergewichtiger Heimtiere und der Durchführung eines Gewichtsreduktionsprogramms ist eine gute Compliance (Bereitschaft zur Mitarbeit)von seiten des Tierbesitzers. Das Erkennen der Fettleibigkeit des eigenen Tieres ist der allererste Schritt dazu. Die kontinuierliche Motivation und Konsequenz des Tierhalters sind von grundlegender Wichtigkeit, da der Mensch bestimmt, was in den Futternapf kommt. Die regelmäßige Beratung und Unterstützung durch den behandelnden Tierarzt ist hier von besonderer Bedeutung.

Jede Reduktionsdiät muß besonders schmackhaft sein, da nur die hohe Akzeptanz des Diätfutters durch die Katze die langfristige Compliance und somit den Erfolg des Reduktionsprogramms sicherstellt. Dies ist bei Katzen, die allgemein als heikle Fresser bekannt sind, von besonderer Wichtigkeit. Schlechte Akzeptanz kann zum Abbrechen des Gewichtsreduktionsprogramms führen oder, was noch schlimmer ist, zu prolongierter Anorexie und dem damit verbundenen Risiko der Entwicklung einer hepatischen Lipidose.4,6,10

  • Fütterungsstudien mit ROYAL CANIN Obesity Management haben während der gesamten Dauer von Gewichtsreduktionsprogrammen eine hervorragende, langfristige Akzeptanz bewiesen.7,20 Dies spiegelte sich unter anderem in den geringen Diätabbruchraten und dem hohen Maß an Compliance wider.

Klinische Studien

(1) Der klinische Einsatz von "Obesity Management" zur Gewichtsreduktion bei fettleibigen Katzen (1996)

 

An einer Kleintierklinik in Dänemark wurde im Rahmen eines mit "Obesity Management" durchgeführten Gewichtsreduktionsprogramms für adipöse Katzen eine Studie zur Bewertung von Wirksamkeit und bedenkenloser Anwendung dieser Diät durchgeführt.7 Alle 22 adipösen Katzen, die von ihren Besitzern zu dieser Diätstudie in die Klinik gebracht worden waren, beendeten das Programm mit erfolgreichen Gewichtsabnahmen.

Jede Katze wurde vor Beginn des Diätversuchs einer eingehenden klinischen Untersuchung, einschließlich eines Schilddrüsenfunktionstests, unterzogen. Zusätzlich wurden vor Beginn und nach Abschluß der Diät biochemische Serumanalysen durchgeführt. Das Sollgewicht wurde auf der Basis einer 15 %igen Reduktion des Ausgangsgewichts berechnet. Gewichtskontrollen erfolgten alle zwei Wochen in der Klinik, wobei darauf geachtet wurde, stets dieselbe Waage zu verwenden.

Alle Patienten erhielten während der 18 Wochen dauernden Diät ausschließlich "Obesity Management". Die Futtermenge war so berechnet worden, dass 60 % des für das Sollgewicht kalkulierten Erhaltungsbedarfs (250 kJ [60 kcal]/kg KM) zugeführt wurden, was ca. 130 kJ (31 kcal)/kg Ausgangsgewicht/Tag entspricht.

Die Ergebnisse der 18-wöchigen Studie zeigten durchschnittliche Gewichtsabnahmen von 13,5 ± 6,3 % des ursprünglichen Ausgangsgewichts der Katzen7 (Tabelle 1). Die Akzeptanz der äußerst schmackhaften "Obesity Management" war sehr groß, und die meisten Besitzer berichteten, dass ihrer Meinung nach der Appetit der Katzen voll und ganz durch die angebotenen Rationen gestillt wurde.

Die idiopathische hepatische Lipidose ist ein in Nordamerika wohlbekanntes Krankheitsbild bei adipösen Katzen, die eine anorektische Phase und raschen Gewichtsverlust durchgemacht haben. Die chemische Blutuntersuchung der Katzen der oben beschriebenen Studie hat jedoch aufgezeigt, dass die hier erzielten, konstanten Gewichtsabnahmen keinerlei schädliche Nebenwirkungen auf die Leberfunktion oder den allgemeinen Gesundheitszustand der Tiere hatten. Bei jeder der 22 Katzen war die Schilddrüsenfunktion normal. Allerdings war ein Anstieg der Serumcholesterinkonzentrationen zu beobachten, wobei die physiologische Bedeutung ungeklärt ist. Sicher ist, dass diese erhöhten Wert nicht auf eine Leberschädigung zurückzuführen waren, sondern vielleicht indirekt mit dem Gewichtsverlust per se in Zusammenhang standen.

Die Studie hat belegt, dass Fettleibigkeit bei Katzen in der Praxis durch ein kontrolliertes Gewichtsreduktionsprogramm mit ausschließlicher Fütterung von "Obesity Management" erfolgreich und ohne jedwedes Gesundheitsrisiko behandelt werden kann.

 

In Nordamerika wurde in einer anderen Studie die Wirksamkeit von "Obesity Management" im Rahmen eines Gewichtsreduktionsprogrammes untersucht, bei dem raschere Gewichtsabnahmen beabsichtigt waren und bei dem die adipösen Katzen während der gesamten Studiendauer daheim bei ihren Besitzern bleiben konnten.22 Zehn übergewichtige Katzen (mit mindestens 120 % des idealen Körpergewichtes) erhielten über einen Zeitraum von 18 Wochen eine Diät mit einem Energiegehalt von 60 % des für das Sollgewicht kalkulierten Erhaltungsbedarfs. Anstatt ein Standardsollgewicht in der Höhe von 85 % des Ausgangsgewichtes festzulegen, wurde das Zielgewicht individuell auf der Basis des jeweiligen, von einem erfahrenen Kliniker bestimmten Grades der Adipositas festgesetzt. Diese Zielgewichte lagen bei 60 – 80 % der Ausgangsgewichte und die Energiezufuhr betrug zwischen 92 und 121 kJ (22 und 29 kcal)/kg Ausgangsgewicht/Tag.

Vor Beginn der Studie hatten die Katzen die Möglichkeit, sich während einer Übergangsphase an die Diät zu gewöhnen. Klinische Allgemeinuntersuchungen wurden zu Beginn und nach 2, 4, 8, 12 und 18 Wochen durchgeführt. Routineblutuntersuchungen, blutchemische Untersuchungen sowie Harnanalysen erfolgten in Woche 0, 2 und 18. Zu Beginn und nach Ende der Studie wurden die T4-Konzentrationen bestimmt. Plasmacarnitinkonzentrationen wurden in Woche 0, 2, 4, 12 und 18 gemessen. Ultraschalluntersuchungen der Leber erfolgten in Woche 0 und 18, wobei die Hyperechogenität des Lebergewebes als Indikator für die Triglyzeridakkumulation in der Leber gewertet wurde. Bei jedem Klinikbesuch füllten die Besitzer einen Fragebogen aus, in dem sie den allgemeinen Gesundheitszustand, die Akzeptanz der Diät, eventuelle Verhaltensänderungen sowie Veränderungen von Kotkonsistenz und Frequenz des Kotabsatzes ihrer Katze beschrieben.

Bei allen Katzen zeigten sich innerhalb der ersten zwei Wochen des Diätprogramms merkliche Gewichtsabnahmen. Nach 18 Wochen betrug der durchschnittliche Gewichtsverlust aller Katzen 20,8 % (16,0 – 39,1 %). Nach der Bewertung der Katzenbesitzer war die Akzeptanz der Diät äußerst hoch, es war zu keinen Verhaltensänderungen gekommen und die Kotqualität hatte sich deutlich gebessert. Ähnlich wie in anderen Untersuchungen waren auch hier die Gesamtcholesterinspiegel im Serum gestiegen, während die meisten Routineparameter wie z.B. Serumenzymaktivitäten keine signifikanten Veränderungen zeigten und innerhalb der Referenzbereiche blieben. Nach 18 Wochen waren T4-Konzentrationen signifikant niedriger, was unter Umständen eine Erklärung für die veränderten Cholesterinspiegel darstellt. Deutliche Erhöhungen zeigten sich bei jedem Test bei den Konzentrationen von freiem Carnitin, Acetylcarnitin bzw. Gesamtcarnitin; dies spricht für eine vermehrte Carnitinsynthese der Leber und eine gesteigerte Fettsäurenoxidation.

Bei dieser Studie war das Ausmaß der Energierestriktion größer als dies normalerweise für Katzen empfohlen wird. Dennoch waren keinerlei negative Auswirkungen auf den Gesundheitszustand der Katzen zu beobachten. Einen hohen Stellenwert nahm bei dieser Studie die hervorragende Schmackhaftigkeit der Diät ein, da nur dank der hohen Akzeptanz eine kontinuierliche Energiezufuhr gewährleistet war und auch nach 18 Wochen die Serumalbuminkonzentrationen unverändert waren, was eindeutig belegt, dass die Proteinzufuhr ausreichend war.

 

(2) Veränderungen in der Körperzusammensetzung der Katzen während des Gewichtsreduktionsprogrammes

 

Gewichtsreduktionsprogramme für Heimtiere wurden bislang dadurch überwacht, dass man auf die Gewichtsveränderungen und auf die Aufrechterhaltung der Gesundheit achtete. Veränderungen in den Anteilen an Körperfett und fettfreier Körpermasse wurden nicht gemessen. Gewisse Verluste an fettfreier Körpermasse sind während einer Diät zwar zu erwarten, doch sind exzessive Proteinverluste schädlich für den Organismus. Aus diesem Grund stellt die Messung der absoluten Veränderungen in den verschiedenen Körpergeweben ein wertvolles Element bei der Überwachung und Bewertung von Reduktionsdiäten dar. Zur Bestimmung der Veränderungen in der Körperzusammensetzung von Katzen während des Gewichtsreduktionsprogrammes mit "Obesity Management" wurde die nichtinvasive Technik der dualen Röntgenabsorptiometrie verwendet.

Die Veränderungen in der Körperzusammensetzung wurden für die zwei Gruppen von Katzen, die "Obesity Management" nach unterschiedlichem Diätprogramm erhielten, bestimmt. In der ersten Studie8,9,21 erhielten 13 übergewichtige Katzen (Europäisch-Kurzhaar) 18 Wochen lang eine Diät mit einem erwiesenermaßen zur Gewichtsreduktion geeigneten Energiegehalt. Das durchschnittliche Ausgangsgewicht der Katzen betrug 6,5 ± 0,6 kg. Der Energiegehalt der Diät lag bei 125 kJ (30kcal)/kg Ausgangsgewicht/Tag (ca. 60 % des Erhaltungsbedarfs beim Sollgewicht). Vor und nach der Studie wurde bei jeder Katze mit Hilfe der dualen Röntgenabsorptiometrie die Zusammensetzung des Körpergewebes gemessen und es wurden Blutproben für Routineblutbild und biochemische Analysen genommen.

Im Durchschnitt verloren die Katzen 18,1 ± 3,53 % ihres Ausgangsgewichtes. Das Körperfett reduzierte sich sowohl in absoluten als auch in prozentuellen Zahlen signifikant (p<0.001). Keine signifikante Veränderung gab es hinsichtlich der absoluten Menge an fettfreier Körpermasse, doch hatte sich deren Anteil am Gesamtkörpergewebe signifikant (p<0.001) erhöht. Eine signifikante Verringerung (p<0.001) war bei der mineralischen Knochenmasse zu vermerken, während der prozentuelle Anteil des Mineralstoffgehalts der Knochen am Gesamtkörpergewicht signifikant anstieg (Abb. 1). Die Ursachen für dieses Phänomen sind nicht geklärt; denkbar ist eine physiologische Reaktion auf die Verringerung des Körpergewichts. Im Durchschnitt waren 90,5 % des Gewichtsverlustes auf das geschwundene Fettgewebe zurückzuführen, während nur 8,2 % des verlorenen Körpergewichtes vom fettfreien Gewebe stammten (Abb. 2).

 

Abbildung 1: Körperzusammensetzung der Katzen vor und nach der Gewichtsreduktion durch kontrollierte Energierestriktion
Abbildung 2: Zusammensetzung des Gewichtsverlustes der Katzen nach der Gewichtsreduktion durch kontrollierte Energierestriktion

In der folgenden Studie wurden die Veränderungen der Körperzusammensetzung bei acht weiteren Katzen untersucht. Das durchschnittliche Ausgangsgewicht der Katzen betrug 6,4 ± 0,6 kg. Der Energiegehalt der Diät lag bei 92 kJ (22 kcal)/kg Ausgangsgewicht/Tag (ca. 45 % des Erhaltungsbedarfs beim Sollgewicht).8,9,21 Diese im Vergleich zur vorhergehenden Studie drastischere Energierestriktion führte zu einem signifikant größeren (p<0.001) prozentuellen Gewichtsverlust (25,0 ± 4,1 %). Im Vergleich lag der wöchentliche Gewichtsverlust bei 40 %iger Energiereduktion bei ca. 1 %, während er bei 55%iger Energiereduktion etwa 1,4 % betrug. Hinsichtlich der absoluten und prozentuellen Werte für fettfreie Körpermasse bzw. Körperfett waren nach den 18 Wochen der Studie keine signifikanten Unterschiede zu beobachten. Dennoch zeigte sich bei den Katzen, die die energieärmere Diät erhielten, eine Tendenz zu eher höherem Verlust an fettfreier Körpermasse (durchschnittlich 19,1 %) sowie im Verhältnis zum Gesamtgewichtsverlust eine eher geringere Reduktion des Körperfettes (79,6 %); diese Unterschiede waren allerdings nicht signifikant.

Die Ergebnisse dieser Studien zeigen, dass "Obesity Management" mit dem restriktiven Energiegehalt von 125 kJ bzw. 92 kJ/kg Ausgangsgewicht/Tag ein wirksames und sicheres Gewichtsreduktionsprogramm für adipöse Katzen darstellt. Obwohl bei noch drastischerer Restriktion der Energiezufuhr ein größerer Gewichtsverlust erzielt werden konnte, war doch auch ein Trend zu vermehrtem Verlust an fettfreier Körpermasse erkennbar.

 

(3) Die Auswirkung der Gewichtsreduktion auf den Plasmalipid- und Lipoproteinstoffwechsel bei adipösen Katzen

 

Bei den oben beschriebenen Studien über eine Gewichtsreduktion bei Katzen waren keine klinischen oder biochemischen Hinweise auf eine etwaige Schädigung der Leber beobachtet worden.9,21 Die Unbedenklichkeit der Diätprogramme wurde sogar noch zusätzlich durch Untersuchungen des Plasmalipid- und Lipoproteinstoffwechsels, die im Rahmen der Arbeit über die Körperzusammensetzung durchgeführt wurden, bekräftigt.21,28 Bei diesen Untersuchungen, die in Woche 0 und 18 unter Verwendung von für Katzen geprüften Methoden erfolgten, wurden die Konzentrationen von Plasmacholesterin, Triglyzerid und Lipoproteincholesterin sowie die Aktivitäten der Lipoproteinlipase und der Leberlipase bestimmt. Es konnte nachgewiesen werden, dass die Plasmakonzentrationen der Triglyzeride wie auch des VLDL-Cholesterins (very low density lipoprotein cholesterol) im Normbereich geblieben waren und auch die Aktivität der Lipoproteinlipase unverändert blieb. Die Plasmacholesterinkonzentrationen waren bei beiden Diätprogrammen mit unterschiedlicher Energierestriktion aufgrund der Veränderungen des LDL-Cholesterins (low density lipoprotein cholesterol) erhöht, wobei diese Erhöhung, ebenso wie die beobachtete, reduzierte Aktivität der Leberlipase, höchstwahrscheinlich aber nicht im Zusammenhang mit der Diät stand.

Diese Ergebnisse lassen den Schluß zu, dass die VLDL-Synthese durch die Diätprogramme nicht beeinträchtigt war. Dies ist im Hinblick auf eine idiopathische hepatische Lipidose von besonderer Bedeutung, weil man vermutet, dass eine gestörte VLDL-Synthese in der Leber und Mängel beim "Verpacken" der VLDL für den Export der Triglyzeride in den Blutkreislauf einen kausalen Faktor bei der Entstehung dieses Krankheitsbildes darstellen. In diesem Sinne sollte die Diät mit "Obesity Management" einen Schutz gegen die Lipidakkumulation in der Leber und somit gegen die idiopathische hepatische Lipidose bieten.

 

Literatur

Hawthorne, A.J. and Butterwick, R.B. (2000) The Feline Body Mass Index – a simple measure of body fat content in cats. WALTHAM® Focus 10 (1): 32-33 Butterwick, R.B. (2000) How fat is that cat? WALTHAM® Researcher. Nov: 12-13 Markwell, P.J. and Butterwick, R.F. (1994) Obesity in dogs and cats. In: Wills, J. and Simpson, K. (eds) The WALTHAM® Book of Clinical Nutrition of the Dog and Cat. Chapter 10. Pergamon Press. Oxford.

1. Anderson, R.S. (1973) Obesity in the dog and cat. In: Veterinary Annual, 14th edn. J. Wright, Bristol. pp 182-186.
2. Anderson, G.L. and Lewis, L.D. (1980) Obesity. In: Kirk, R.W. (ed) Current Veterinary Therapy VII. W.B. Saunders, Philadelphia. pp 1034-39.
3. Armstrong, D.B., Dunlin, L.I., Wheatley, G.H. and Marks, H.H. (1951). Obesity and its relation to health and disease. Journal of the American Medical Association 147: 1007-1014.
4. Barsanti, J.A., Jones, B.D., Spano, J.S. and Taylor, H.W. (1977) Prolonged anorexia associated with hepatic lipidosis in three cats. Feline Practice 7: 52-57.
5. Bauer, J.E. and Schenck, P.A. (1989). Nutritional management of hepatic disease. Veterinary Clinics of North America: Small Animal Practice 19: 513-526.
6. Burrows, C.F., Chaipella, A.M. and Jezyk, P. (1981) Idiopathic hepatic lipidosis: the syndrome and speculations of its pathogenesis. Florida Veterinary Journal 10: 18-20.
7. Butterwick, R.F., Wills, J.M., Sloth, C. and Markwell, P.J. (1994) A study of obese cats on a calorie-controlled weight reduction programme. Veterinary Record 134: 372-377.
8. Butterwick, R.F, Watson, T.D.G and Markwell, P.J. (1995) The effect of different levels of energy restriction on body weight and composition in obese cats. Journal of Veterinary Internal Medicine 9: 214.
9. Butterwick, R.F. and Markwell, P.J. (1996) Changes in the body composition of cats during weight reduction by controlled dietary energy restriction. Veterinary Record 138: 354-357.
10. Castonguay, T.W., (1981) Dietary dilution and intake in the cat. Physiology and Behaviour 27: 547-549.
11. Cornelius, L.M. and Jacobs, G. (1989). Feline Hepatic Lipidosis. In: Kirk, R.W. (ed) Current Veterinary Therapy X, Small Animal Practice W.B. Saunders, Philadelphia. p 869-873.
12. Edney, A.T.B. (1974) Management of obesity in the dog. Veterinary Medicine/Small Animal Clinician 49: 46-49.
13. Fisler, J.S. (1992). Cardiac effects of starvation and semi-starvation diets: safety and mechanisms of action. American Journal of Clinical Nutrition 56: 230S-234S.
14. Forbes, G.B. and Drenick, E.J. (1979). Loss of body nitrogen on fasting. American Journal of Clinical Nutrition 32: 1570-1574.
15. Galitzky, J., Vermorel, M., Lafontan, M., Montastuc, P. and Berlan, M. (1991) Thermogenic and lipolytic effect of yohimbine in the dog. British Journal of Pharmacology 104: 514-518.
16. Hawthorne, A. and Butterwick, R.F. (2000). Predicting the Body Composition of Cats: Development of a Zoometric Measurement for Estimation of Percentage Body Fat in Cats. Journal Veterinary Internal Medicine. 14: 365.
17. Kurzman, I.D., MacEwen, E.G. and Haffa, A.L.M. (1990) Reduction in body weight and cholesterol in spontaneously obese dogs by dehydroepiandrosterone. International Journal of Obesity 14: 95-104.
18. Lafontan, M., Berlan, M., Galtizky and Montastruc, J.-L. (1992) Alpha-2 adrenoceptors in lipolysis: a2 antagonists and lipid-mobilizing strategies. American Journal of Clinical Nutrition 55: 219S-227S.
19. MacEwen, E.G. and Kurzman, I.D. (1991) Obesity in the dog: Role of the adrenal steroid dehydropiandrosterone (DHEA). Journal of Nutrition (Supplement) 121: S51-S55.
20. Markwell, P.J., Butterwick, R.F., Wills, J.M. and Raiha, M. (1994) Clinical studies in the management of obesity in dogs and cats. International Journal of Obesity 18: S39-S43.
21. Markwell, P.J. and Butterwick, R.F. (1994) Body composition changes in cats during weight reduction by controlled energy restriction. Journal of Veterinary Internal Medicine 8: 156.
22. Markwell, P.J., Butterwick, R.F., Watson, T.D.G. and Center, S.A. (1996) Considerations in safe weight reduction in cats and clinical experience with an aggressive weight loss regime. TAVNC Proceedings pp 322-324.
23. Marshall JD, Hazlett CB, Spady DW, Quinney HA. Comparison of convenient indicators of obesity. American Journal of Clinical Nutrition 1990; 51: 22-28.
24. Phinney, S.D. (1992). Exercise during and after very-low-calorie dieting. American Journal of Clinical Nutrition 56: 190S-194S.
25. Scarlett, J.M., Donoghue, S., Saidla, J. and Wills, J. (1994) Overweight cats: prevalence and risk factors. International Journal of Obesity 18: S22-S28.
26. Sloth, C. (1992) Practical management of obesity in dogs and cats. Journal of Small Animal Practice. 33: 178-182.
27. van Dale, D. and Saris, W.H.M. (1989) Repetitive weight loss and weight reduction, resting metabolic rate, and lipolytic activity before and after exercise and/or diet treatment. American Journal of Clinical Nutrition 49: 409-416.
28. Watson, T.D.G., Butterwick, R.F. and Markwell, P.J. (1995) Effects of weight reduction on plasma lipid and lipoprotein metabolism in obese cats. Journal of Veterinary Internal Medicine 9: 214.
29. Weinsier, R.L., Wadden, T.A., Ritenbaugh, C., Harrison, G.G., Johnson, F.S. and Wilmore, J.H. (1984) Recommended therapeutic guidelines for professional weight control programmes. American Journal of Clinical Nutrition 40: 865-872.
30. Westerherp, K.R., Meijer, G.A.L., Janssen, E.M.E., Saris, W.H.M. and Ten Hoor, F. (1992). Long-term effect of physical activity on energy balance and body composition. British Journal of Nutrition 68: 21-30.
31. Wing, R.R. (1992). Behavioral treatment of severe obesity. American Journal of Clinical Nutrition 55: 545S-551S.

zur Hundeweltzur Katzenwelt