WALTHAM Standpunkt

Ernährungsphysiologie

Die Prävalenz der Urolithiasis bei Hunden beträgt laut Berichten in Schweden und Norwegen etwa 0,25 – 0,5 %.39 Angaben der tiermedizinischen Universitätskliniken Nordamerikas sprechen von proportionalen Morbiditätsraten von ca. 0,5 %, während entsprechende Angaben für Deutschland bei 0,5 – 1 % liegen.

Urolithiasis beim Hund kann durch Steine unterschiedlichster mineralischer Zusammensetzung verursacht werden, z.B. Struvit (Abb.1), Kalziumoxalat (Abb.2), Kalziumphosphat, Urat, Cystin und Silikat. Struviturolithen sind der bei Hunden in Nordamerika am häufigsten diagnostizierte Steintypus. Etwa 50 % aller in den letzten 17 Jahren an einer veterinärmedizinischen Einrichtung in den USA bei Hunden analysierten Steine bestanden aus Magnesium-Ammonium-Phosphat-Hexahydrat (Struvit). Die zweithäufigste Steinart war Kalziumoxalat; etwa 30 % aller Steinpatienten der genannten Einrichtung hatten Urolithen dieser mineralischen Zusammensetzung. Der Anteil von Kalziumoxalatsteinen ist nachweislich im Steigen begriffen und machte im Jahr 1997 an jenem Institut bereits 35 % aller Steine bei Hunden aus (45 % waren Struvitsteine). Vergleichbare Daten aus ähnlich umfangreichen Studien liegen für andere Länder leider nicht vor, doch sprechen vorläufige Ergebnisse von quantitativen Steinanalysen in Europa für eine weitgehend ähnliche Verteilung der einzelnen Steintypen.

 

Abb.1: Struvitsteine eines 7-jährigen Mittelschnauzerrüden
Abb.2: Kalziumoxalatsteine eines 10-jährigen Zwergschnauzerrüden

Relative Übersättigung des Harns (Relative Supersaturation/RSS)

Bildung, Wachstum und Auflösung der Struvitkristalle im Harn sind abhängig vom Aktivitätsprodukt, d.h. der Lösungsaktivität der mineralischen Komponenten (Lösungsaktivität ist jene Konzentration, bei der eine Reaktion mit anderen gelösten Stoffen einer Lösung erfolgen kann). Man unterscheidet hierbei:

  • Labile Übersättigung (Aktivitätsprodukt liegt über dem Löslichkeitsprodukt von Struvit): Es kommt zur spontanen Kristallbildung und die schon vorhandenen Kristalle wachsen rasch.
  • Metastabile Übersättigung: In diesem metastabilen Bereich kommt es nicht zur spontanen Kristallbildung, doch lösen sich vorhandene Kristalle nicht auf und können sogar weiterwachsen.
  • Untersättigung (Aktivitätsprodukt liegt unter dem Löslichkeitsprodukt). Es kommt zu keiner Kristallbildung und schon bestehende Kristalle lösen sich auf (Abb.3).4,5,17,29

Die Fähigkeit, das Kristallisationspotential des Harns vorherzusagen, stellt ein nützliches diagnostisches Element dar, mit dessen Hilfe die Steinentwicklung erkannt werden kann und bei bereits bestehender Urolithiasis gezielte therapeutische Maßnahmen gesetzt werden können. Auch in der Humanmedizin wird auf dem Gebiet der Urolithiasis die relative Übersättigung (RSS) als Parameter zur Beurteilung der Harnsättigung verwendet. Bei jeder Harnprobe werden die Gesamtkonzentrationen von etwa 12 Substanzen sowie der Harn-pH gemessen. Diese Daten werden in einen Computer eingegeben, der daraus die Konzentrationen einer Vielzahl von interaktiven Komplexen zwischen den einzelnen Ionen berechnet.40 Dieses Programm berechnet auch die Aktivitätskoeffizienten der einzelnen Ionen und kombiniert die relevanten Ionenkonzentrationen und Aktivitätskoeffizienten, um somit für jedes Salz oder jede Säure, die in Steinen vorkommen kann, das Aktivitätsprodukt zu bestimmen. Das Aktivitätsprodukt für jedes Salz und jede Säure, die an der Steinbildung beteiligt sind, wird durch das jeweils bekannte thermodynamische Löslichkeitsprodukt dividiert, wodurch man das relative RSS-Verhältnis erhält. Die Messung der RSS der verschiedenen Salze und Säuren im Harn kann dann dazu herangezogen werden, das Kristallisationspotential des Harns vorherzusagen.

Der Einsatz einer solchen technischen Methode war solange in der Tiermedizin nicht von zentraler Bedeutung, als sich die wissenschaftliche Beschäftigung hauptsächlich auf die Struvitsteinbildung konzentrierte. Dies liegt daran, daß hinsichtlich des Aktivitätsproduktes von Struvit der Harn-pH-Wert jener entscheidende Faktor ist, der einen weit größeren Einfluß auf die Übersättigung ausübt als die Ionenkonzentration einzelner Steinkomponenten. Die Messung des Harn-pH-Wertes liefert somit einen aussagefähigen Parameter für die Einschätzung der Steinentwicklung sowie die Entwicklung und Optimierung von Diäten, die eine Struvitkristallisation verhindern sollen.

Anders verhält es sich allerdings bei der Einschätzung des Kristallisationspotentials des Harns hinsichtlich Kalziumoxalat. Hier ist der Harn-pH-Wert von nur unwesentlicher Bedeutung. In der humanmedizinischen Forschung hat man festgestellt, daß sich Kalziumoxalatsteine bei pH-Werten von 4,8 bis 7,4 bilden können.25 Der Haupteinfluß des pH-Wertes des Harns beschränkt sich auf die Bestimmung des möglichen Co-Präzipitates von Kalziumoxalat; so bildet sich z.B. Kalziumphosphat bei pH-Werten von über 6,3,während Harnsäure bei Steinen zu finden ist, die sich bei niedrigen Harn-pH-Werten von unter 5,3 entwickeln. Die zunehmende Bedeutung von Kalziumoxalatsteinen beim Hund hat den Einsatz von Methoden zur Bestimmung der relativen Übersättigung (RSS-Bestimmung) notwendig gemacht, um speziell auf dieses Krankheitsbild zugeschnittene Diäten entwickeln zu können.

Das Prinzip der Behandlung von Struviturolithiasis besteht somit in der Schaffung und Aufrechterhaltung eines mit Struvit untersättigten Harns. Unter diesen Bedingungen kann man davon ausgehen, daß sich bestehende Struvitsteine auflösen und daß einer Neubildung dieser Urolithen vorgebeugt wird.

Die Bildung von Kalziumoxalatkristallen kann nicht erfolgen, wenn der Harn eine Untersättigung mit den entsprechenden mineralischen Komponenten aufweist. Auch bei metastabiler Übersättigung ist die Kalziumoxalatsteinbildung unwahrscheinlich. Ob es in vivo bei einer physiologisch sinnvollen Untersättigung des Harns zu einer Auflösung von Kalziumoxalatsteinen kommt, ist noch ungeklärt. Nach dem derzeitigen Stand der Forschung wird die chirurgische Entfernung klinisch aktiver Steine und eine nachfolgende, dauerhafte, möglichst niedrige Sättigung des Harns mit Kalziumoxalat empfohlen. Ideal ist eine Untersättigung des Harns mit Kalziumoxalat, doch wird dies nicht bei allen empfänglichen Tieren möglich sein, so daß eine möglichst geringe metastabile Übersättigung angestrebt werden sollte. Dadurch läßt sich die Kristallisation von Kalziumoxalat vermeiden und eine Rezidivierung der Urolithiasis kann verhindert werden.

 

Faktoren, welche die Harnsättigung mit Struvit beeinflussen

Struvitsteine kommen bei Hunden jeden Alters vor, sogar schon bei Tieren unter einem Jahr. Sie sind der bei jungen Hunden am häufigsten diagnostizierte Steintypus.10,22 Abgesehen von der erwiesenen Geschlechtsprädisposition bei Hündinnen scheinen auch bestimmte Rassen eher von Struvitsteinbildung betroffen zu sein, nämlich unter anderen Cocker Spaniel, Springer Spaniel und Labrador Retriever.

Insgesamt gesehen bestehen nur 30 % der Struvitsteine ausschließlich aus Magnesium-Ammonium-Phosphat-Hexahydrat, wobei reine Struvitsteine zu 38 % bei Rüden und zu 24 % bei Hündinnen zu finden sind.10 Die meisten Struvitsteine weisen eine gemischte Zusammensetzung auf und enthalten mehrere mineralische Komponenten wie z.B. Apatit, Urat oder Oxalat.10

Auf der Grundlage experimenteller und theoretischer Daten bezüglich der Ausbildung von Struvitkristallen haben sich folgende Faktoren als wesentlich für die Untersättigung des Harns mit Struvit herausgestellt:

  • Behandlung eventuell bestehender Harnwegsinfektionen
  • Ansäuern des Harns
  • Fördern großer Harnvolumina und Absenken des spezifischen Gewichts des Harns
  • Restriktion der Zufuhr kristalloider Substanzen
  • Restriktion der Eiweißzufuhr

Bei den meisten Hunden ist eine Harnwegsinfektion mit Urease-bildenden Bakterien wie Staphylococcus intermedius oder Proteus spp. der Schlüsselfaktor für die Begünstigung einer Übersättigung des Harns mit Struvit.

Die Hydrolyse von Harnstoff durch das Enzym Urease führt zur Bildung von Ammoniak und Kohlendioxid. Dem folgt eine Reihe von Reaktionen, an deren Ende eine erhöhte Ammoniakkonzentration und eine Alkalisierung des Harns steht. Das basische Milieu fördert die Abgabe von Protonen des H2PO4- und damit die Konzentration jener Form von Phosphat, die für die Bildung von Struvit und Kalziumphosphat benötigt wird. Das Kohlendioxid geht eine Verbindung mit Wasser ein und es bildet sich Kohlensäure, die danach dissoziiert. Damit entsteht Bikarbonat. In geeigneter (deutlich alkalischer) Umgebung erzeugt dies eine Karbonatquelle, die Phosphat substituieren kann, wodurch Karbonatapatit entsteht.

Bakterielle Urease führt also zur Entwicklung eines alkalischen Milieus mit hoher Ammoniakkonzentration. Dadurch wird die Präzipitation von Struvit, Kalziumphosphat und Karbonatapatit gefördert 18.37

 

Ziel der Behandlung von Hunden mit Struvitsteinen ist die Untersättigung des Harns mit Struvit. In der Mehrzahl der Fälle, bei denen gleichzeitig eine bakterielle Harnwegsinfektion besteht, kann die diätetische Therapie erst dann wirksam eingreifen, wenn zuerst die Infektion erfolgreich behandelt wurde. Für solche Patienten ist somit eine kombinierte Therapie aus Antibiotikagaben und Steindiät angezeigt. Im Idealfall wird das richtige Antibiotikum nach den Ergebnissen des Antibiogramms ausgewählt.20 Liegen diese nicht, oder noch nicht vor, kann mit Penicillin (Tagesdosis 110.000 IE/kg KM auf drei Einzeldosen pro Tag aufgeteilt) oder Ampicillin (Tagesdosis 77 mg/kg KM auf drei Einzeldosen pro Tag aufgeteilt) behandelt werden. Diese Präparate werden für die Behandlung von Infektionen mit Staphylokokken und Proteus empfohlen, wobei ca. 100 % der erstgenannten und etwa 80 % des letztgenannten Erregers normalerweise gut ansprechen.

Der pH-Wert des Harns sollte im Bereich von 5,5 bis 6,0 gehalten werden

Der pH-Wert des Harns stellt den Schlüsselfaktor zur Struvitsteinbildung dar. Er bestimmt den Anteil des Gesamtharnphosphats in Form des zweiwertigen Anions HPO42-, welches für die Ausbildung von Struvitkristallen notwendig ist.

Steigender Harn-pH erhöht die HPO42- Konzentration, da das monovalente Anion, H2PO4-, deprotoniert wird. Während der Kristallisation von Struvit wird ein weiteres Proton abgestoßen.1

Die relativ größere Bedeutung, die dem Harn-pH im Vergleich zu anderen Faktoren wie z.B. der Magnesiumkonzentration zukommt, kann theoretisch nachgewiesen werden 4,17,19 und wurde von Wissenschaftlern im Experiment gezeigt.4,5 Dennoch konnte in experimentellen Studien der für die Auflösung der Struvitsteine ideale Harn-pH nicht exakt definiert werden. Fest steht jedoch, daß Struvitkristalle nur selten bei pH-Werten unter 6,5 gefunden werden,24 so daß man davon ausgehen kann, daß das Struvitlöslichkeitsprodukt etwa diesem Wert entspricht.4 Darunter liegende pH-Werte sind daher mit großer Wahrscheinlichkeit mit einer Untersättigung mit Struvit in Verbindung zu bringen und führen nach gewisser Zeit zur Auflösung schon bestehenden kristallinen Materials.

  • ROYAL CANIN Urinary sorgt dank seiner speziellen Rezeptur für die Bildung sauren Harns mit einem durchschnittlichen pH-Wert zwischen 5,5 und 6,0. Wie Messungen mit dem Harn-pH-Meßgerät des WALTHAM® Zentrums für Heimtierhaltung und -ernährung31 bestätigen, beträgt der durchschnittliche Harn-pH-Wert von Hunden bei Fütterung dieser Diät etwa 5,8.

Dies wird dadurch erreicht, daß ROYAL CANIN Urinary durch die besondere Kombination der Futterinhaltsstoffe und den Zusatz von harnansäuernden Mitteln (Ammoniumchlorid oder Kalziumsulfat und DL-Methionin) dem Organismus eine Säurelast zuführt, die die Ansäuerung des Harns bewirkt.

 

Große Harnvolumina tragen zur Vermeidung der Steinbildung bei

Die Bildung großer Harnmengen ist ein weiteres therapeutisches Ziel, das es anzustreben gilt, weil dadurch die für jede Kristallbildung nötigen Konzentrationen verdünnt werden. Zusätzlich wird die Frequenz des Harnabsatzes gefördert, so daß der Harn seltener die Möglichkeit hat, längere Zeit in der Blase zu "stehen". Es bleibt somit keine Zeit zur Kristallisation.

  • ROYAL CANIN Urinary (Feuchtnahrung) weist einen hohen Feuchtigkeitsgehalt auf.

Der Gehalt an bestimmten Mineralstoffen sollte begrenzt sein

Die Restriktion von potenziell kristalloidem Material ist grundlegend günstig, obwohl individuelle Schwankungen der Magnesium- oder Phosphatkonzentration im Harn deutlich weniger Einfluß auf die Struvitsteinbildung nehmen als der Harn-pH.18,37

  • Der Phosphorgehalt von ROYAL CANIN Urinary ist im Vergleich zu herkömmlichem Hundefutter mäßig verringert.

Eine übermäßige Reduzierung des Magnesiumgehalts der Nahrung kann unter Umständen auch weniger sinnvoll sein, denn es liegen Berichte vor, nach denen bei anderen Spezies Magnesium als hemmender Faktor bei der Ausbildung von Kalziumoxalatkristallen fungierte.21

  • Der Magnesiumgehalt von ROYAL CANIN Urinary ist diesen Anforderungen entsprechend reduziert.

 

 

Ein reduzierter Eiweißgehalt ist empfehlenswert

Mit der Reduzierung des Eiweißgehaltes des Futters verringert sich auch die Harnstoffproduktion und damit das Substrat für die bakterielle Urease.18,37

  • Der Eiweißgehalt der ROYAL CANIN Urinary ist im Vergleich zu normalem Hundefutter mäßig verringert.

Faktoren, die die Sättigung des Harns mit Kalziumoxalat beeinflussen

Kalziumoxalatsteine sind ebenfalls bei Hunden jeden Alters zu finden, treten aber häufiger als Struvitsteine bei älteren Tieren auf (lt. einer Studie beträgt das durchschnittliche Alter der Patienten bei Kalziumoxalatsteinen ca. 8,69 Jahre im Vergleich zu 5,79 Jahren bei Struvitsteinen).10 Männliche Tiere sind häufiger betroffen als weibliche. Eine Rassenprädisposition scheint für Cairn Terrier, Spitz, Bichon Frisé, Zwergschnauzer und Lhasa Apso zu bestehen.11

Insgesamt bestehen etwa 35 % der Kalziumoxalatsteine ausschließlich aus Kalziumoxalat, wobei Steine aus nur dieser mineralischen Komponente häufiger bei männlichen (38 %) als bei weiblichen (29 %) Tieren vorkommen. In allen anderen Fällen sind zusätzlich Struvit, Apatit oder Silikat an der Steinbildung beteiligt.
Die am WALTHAM® Zentrum für Heimtierhaltung und -ernährung laufende Forschungsarbeit ist damit befaßt, jene Faktoren näher zu untersuchen, die die Kalziumoxalatsättigung des Harns beeinflussen können.

Dazu zählen:

  • Harn-pH
  • Förderung großer Harnvolumina und Reduzierung des spezifischen Gewichtes des Harns
  • Kontrollierte Gehalte an Kalzium und Oxalat

Ein mäßig saurer Harn-pH-Wert ist optimal zur Vermeidung der Kalziumoxalat- und Struvitsteinbildung

  • Die Zusammensetzung von ROYAL CANIN Urinary wurde so gewählt, daß ein mäßig saurer Harn produziert wird. Die RSS-Werte für Kalziumoxalat von Hunden, die diese Diät erhielten, sind in Tabelle 1 zusammengefaßt.36

Kontrollierte Kalzium- und Oxalatgehalte des Futters sind therapeutisch sinnvoll

Je höher die harnpflichtigen Kalzium- bzw. Oxalatmengen, desto höher auch die Sättigung des Harns mit diesen Substanzen. Die Restriktion nur einer dieser Futterkomponenten kann jedoch zu vermehrter Resorption der anderen führen.

  • ROYAL CANIN Urinary enthält kontrollierte Gehalte an Kalzium und Oxalat.

Behandlung der Urolithiasis beim Hund

Kaliumzitrat wird seit über zehn Jahren in der Humanmedizin zur Prävention rezidivierender Nierensteinbildung aus Kalziumoxalat eingesetzt.26 Der therapeutische Nutzen wird vorwiegend auf die alkalisierenden Eigenschaften des Zitrats zurückgeführt, obwohl er unter Umständen auch dadurch bedingt sein kann, daß man den Patienten gleichzeitig zu einer vermehrten Flüssigkeitszufuhr26. Beim Menschen wird die mit dem Harn ausgeschiedene Zitratmenge nicht direkt von der oralen Zufuhr von Kaliumzitrat beeinflußt, da der Großteil des vom Darm resorbierten Zitrats zu Bikarbonat verstoffwechselt wird.23 Dies verursacht eine alkalische Flut und in der Folge eine steigende Exkretion von Zitrat mit dem Urin. Dieser Mechanismus wird entweder durch die vermehrte Produktion von Zitrat in den Mitochondrien der Nierenzellen oder durch eine verringerte tubuläre Resorption des Zitrats durch die Zellen der proximalen Tubuli ausgelöst.6 Man nimmt an, daß jeder dieser Faktoren auf die eine oder andere Weise daran beteiligt ist, daß die Kalziumoxalatsteinbildung beim Menschen gehemmt wird. Die Gesamtmenge des mit dem Harn ausgeschiedenen Kalziums ist jedenfalls vermindert. Außerdem reduziert sich in alkalischem Harn die Verfügbarkeit von ionisiertem Kalzium, was darauf zurückzuführen ist, daß es zu vermehrten, stärkeren Bindungsreaktionen kommt, durch die lösliche Zitrat- und Phosphatsalze entstehen. Der kumulative Effekt besteht in der reduzierten Kalziumoxalatübersättigung.6,26

Bei Menschen stellt die Hypozitraturie einen Risikofaktor für die Steinbildung dar; Berichte sprechen von 15 – 50 % betroffener Patienten, die sehr niedrige Zitratspiegel im Harn aufwiesen.23 Bei gesunden Menschen geht das Zitrat im Harn mit Kalzium eine Chelatbindung ein und verhindert dadurch die Präzipitation von Kalziumsalzen. Bis zu 70 % des Kalziums werden auf diese Weise gebunden.30 Ist die Zitratausscheidung vermindert, wird weniger Kalzium gebunden und die Kristallisation gefördert. Die meisten humanmedizinischen Studien über die Kaliumzitratsupplementierung wurden an Menschen mit Hypozitraturie durchgeführt. Die wenigen verfügbaren Daten aus Untersuchungen zur Steinbildung bei Hunden lassen jedoch eher vermuten, daß Hypozitraturie bei Hunden keinen an der Ätiologie der Kalziumoxalaturolithiasis beteiligten Faktor darstellt.12

Zur Rezidivprävention von Kalziumoxalatsteinbildung beim Hund ist die Verwendung von Kaliumzitrat dennoch wiederholt empfohlen worden.14 Die dafür sprechenden Argumente sind aber nicht wirklich schlüssig. In einer Cross-over-Studie wurde die Wirkung einer Kaliumzitrattherapie auf die relative Übersättigung (RSS) des Harns mit Kalziumoxalat untersucht.32 Zwölf gesunde Hunde erhielten ein ausgewogenes, handelsübliches Dosenalleinfutter bzw. dieses Futter mit einem täglichen Zusatz von Kaliumzitratpulver in einer Dosierung von 150 mg/kg KM. Es konnte weder eine entsprechende Erhöhung der Harnzitratkonzentration nach Kaliumzitratsupplementierung beobachtet werden, noch eine Verringerung der Kalziumkonzentration im Urin. Was bei drei der 12 Hunde zu bemerken war, ist eine geringe Verminderung der Kalzium-Oxalat-RSS. Es ist möglich, daß die Reaktionen bei Hunden mit einer Steinproblematik günstiger ausgefallen wären als dies bei den gesunden Hunden der Fall war.
Dennoch scheint es so zu sein, daß die Hypozitraturie keine entscheidende Rolle beim Steingeschehen des Hundes spielt und daß somit die Supplementierung des Futters mit Kaliumzitrat nur eine begrenzte Anwendung in der klinischen Veterinärdiätetik finden kann.

 

Oxalat induziert durch die Produktion von freien Radikalen eine oxidative Schädigung der Nierenzellen. Dieser Schaden kann durch den Zusatz von Antioxidanzien zum Futter begrenzt werden

Während des renalen Transportes kommt es zur intrazellulären Akkumulation von Oxalat, was nachweislich zu einer Schädigung der betroffenen Zellen führt.27 In geringen Konzentrationen kann Oxalat eine Zellproliferation verursachen, während es in höheren Konzentrationen zur Zellschädigung und sogar zum Untergang der Zellen kommen kann. Sowohl die Zellproliferation als auch die toxischen Wirkungen des Oxalats sind auf oxidative Veränderungen zurückzuführen, die die Produktion von freien Radikalen und die Induktion der Fettperoxidation bewirken.9,28,38

Diese Veränderungen in der Zellfunktion können auf vielerlei Art zur Steinbildung beitragen, so zum Beispiel durch die Bereitstellung von Material für das Wachstum und die Aggregation von Kristallen.

  • ROYAL CANIN Urinary wurde mit Taurin und Vitamin E supplementiert, damit die oxidativen Zellschäden und die Entstehung von freien Radikalen so gering wie möglich gehalten werden.

Struvit- und Kalziumoxalatsättigung des Harns bei Hunden, die mit "Urinary" gefüttert wurden

In Studien zur Untersuchung der Struvit und Kalziumoxalatsättigung des Harns bei Hunden erhielten die Tiere "Urinary" (Dosennahrung). Die Feuchtnahrung wurde jeweils 12 Wochen lang verabreicht. Der Harn-pH wurde regelmäßig, und zwar alle vier Tage während 48 Stunden, mittels einer festgelegten Methode bestimmt.31 Während zwei Tagen in Woche 4, 8 und 12 wurde das pH-Meßgerät durch einen mit Trockeneis gekühlten Container ersetzt, in dem der von allen Hunden abgesetzte Urin gesammelt wurde. Die Harnproben wurden danach analysiert und die Konzentrationen in den PC eingegeben. Das Computerprogramm EQUIL 2 berechnete dann die entsprechenden Ionenkonzentrationen und die relative Übersättigung mit den steinbildenden mineralischen Komponenten.15,40 Der Wert 1,00 entsprach dabei dem Sättigungspunkt des Harns. Darunterliegende Werte drückten eine Untersättigung aus, bei der eine Auflösung der Struvitsteine in einem Maße, das dem Grad der Untersättigung proportional ist, erfolgt. Die durchschnittlichen RSS-Werte sind in Tabelle 1 zusammengefaßt.36

  • ROYAL CANIN Urinary produziert einen Harn, der mit Struvit untersättigt ist. Dies ist die Voraussetzung für die Auflösung von bereits bestehenden Struvitsteinen.
  • Hunde, die ROYAL CANIN Urinary als Feuchtnahrung erhielten, produzierten einen mit Kalziumoxalat untersättigten Harn (Abb.3).

Klinische Studien

Der Einsatz von "Urinary" zur Behandlung der Urolithiasis bei Hunden

 

Die Ergebnisse einer Reihe von Studien belegen die Wirksamkeit von "Urinary" in klinischen Situationen und die besondere Eigenschaft der Diät, die Schlüsselparameter einer Therapie für Hunde mit Struvit- und Kalziumoxalatsteinen, nämlich Schaffung und Aufrechterhaltung von relativ verdünntem und saurem Harn, zu gewährleisten.

 

(1) In Großbritannien wurde eine Studie mit dem Ziel durchgeführt, die Wirkung einer diätetischen Therapie mit "Urinary" (Feuchtnahrung) auf die Harnparameter von 16 Hunden mit diagnostisch abgesichertem Steinleiden (Kalziumoxalatsteine) zu untersuchen

 

Alle Steine wurden chirurgisch entfernt und einer quantitativen Analyse mittels Infrarotspektroskopie unterzogen. In die Studie miteinbezogen wurden jene Hunde, deren Steine zu mehr als 70 % aus Kalziumoxalat bestanden. Eine Untersuchung des 24-Stunden-Harns erfolgte vor Beginn der Studie, als die Tiere noch ihr gewohntes Futter erhielten sowie nach vierwöchiger Diät mit "Urinary". Gemessen wurden jeweils die Kalziumoxalatkonzentration des Harns und die Struvit-RSS. Die Ergebnisse wurden als durchschnittliche Standardabweichung (±) ausgedrückt und unter Verwendung von gepaarten t-Tests verglichen (Tabelle 2). Die durchschnittlichen Werte der relativen Übersättigung des Harns mit Kalziumoxalat (Kalziumoxalat-RSS) lagen oberhalb des vorberechneten Bildungsproduktes (RSS ~ 14) und fielen somit in den Bereich des Übersättigung. Dies ist in etwa den Daten aus der Humanmedizin vergleichbar.2,3 Nach einmonatiger Diät mit "Urinary" war der durchschnittliche Wert für die Kalziumoxalat-RSS in den Bereich der metastabilen Übersättigung abgesunken, bei dem eine spontane Kristallisation nicht mehr möglich ist. Daraus kann man schließen, daß das Füttern dieser Diät in hohem Maße dazu beitragen kann, das Rezidivrisiko bei der Kalziumoxalaturolithiasis des Hundes deutlich zu reduzieren.

> Tabellen: Harnparameter von Hunden mit bestätigter Kalziumoxalaturolithaisis vor und nach der Diät mit WALTHAM CANINE LOWER URINARY TRACT SUPPORT Diet (öffnet in neuem Fenster)

Im Vergleich zu gesunden Hunden hatten die Tiere dieser Studie Harn mit höherer Kalziumoxalatsättigung produziert; die Kalziumkonzentration im Harn war um den Zeitpunkt der Steinbildung deutlich höher.16 Durch das Füttern der Diät konnten diese Werte signifikant verringert werden. Die Oxalatkonzentrationen im Harn waren bei gesunden wie kranken Hunden in etwa gleich hoch.

 

(2) In einer ähnlichen Studie, in der ein Vergleich zwischen Zwergschnauzern mit Kalzium-oxalatsteinen und gesunden Beagles angestellt wurde, konnte ebenfalls beobachtet werden, daß die Hunde mit Urolithiasis mehr Kalzium mit dem Harn ausschieden als di

 

Die Ergebnisse dieser Studien sprechen dafür, daß die Hyperkalzurie einen entscheidenden Faktor bei der Bildung von Kalziumoxalatsteinen beim Hund darstellen kann. "Urinary" bewirkt bei caninen Urolithiasispatienten eine signifikante Verringung der Kalziumkonzentration und der relativen Übersättigung mit Kalziumoxalat im Harn.

 

(3) Fallstudie – Einsatz von "Urinary" zur Auflösung von Struvitsteinen.37


Ein 6 Jahre alter weiblicher Zwergschnauzer wurde mit Hämaturie und Dysurie vorgestellt. Ihr Futter bestand damals aus einer Mischung von kommerziellem Trocken- und Dosenfutter mit gelegentlichen Gaben von frischem Obst und Gemüse. Harnanalyse und Röntgenuntersuchung bestätigten das Vorhandensein von Steinen in der Blase. Diese wurden chirurgisch entfernt und danach quantitativ analysiert. Es handelte sich um Steine, die vorwiegend aus Struvit bestanden. Zu jenem Zeitpunkt wurde keine bakterielle Kultur der Harnprobe angelegt. Der Hund wurde auf eine harnsäuernde Diät umgestellt.

Nach etwa einem Jahr wurde der Hund erneut mit Hämaturie und Dysurie der Klinik vorgestellt. Auch dieses Mal wurde die Diagnose einer Urolithiasis gestellt und im Röntgen bestätigt. Mittels Zystozentese wurde eine Harnprobe genommen und im Anschluß daran analysiert. Es war davon auszugehen, daß es sich erneut um Struvitsteine handelte. Die Ernährung des Hundes wurde auf "Urinary" (Feuchtnahrung) umgestellt, um eine Auflösung der Steine zu bewirken. Zusätzlich erhielt der Hund eine begleitende Antibiotikatherapie.

Röntgenkontrolluntersuchungen erfolgten alle 6 Wochen, um die Auflösung der Steine zu überwachen. Nach 6-wöchiger Diät waren die Calculi sichtbar kleiner. Die nach vier Monaten durchgeführte, abschließende Röntgenuntersuchung bestätigte die vollständige Auflösung aller Urolithen. Auch die Infektion war, wie die bakteriologische Untersuchung bestätigte, ausgeheilt. Der Hund wurde im Anschluß daran wieder auf die ursprüngliche Ernährung umgestellt und zeigte in den zwei Jahren nach der Therapie keine Symptome einer rezidivierenden Harnwegserkrankung.

 

Literatur

Markwell, P.J. and Stevenson, A.E. (2000) Nutritional management of canine urolithiasis. WALTHAM® Focus, 10: 10-13

Stevenson, A.E (1998) Effect of diet on relative supersaturations in canine urine. WALTHAM® Focus 8: 32

Stevenson A.E. and Smith B.H.E. (1998) Nutritional aspects of canine struvite urolithiasis. In: Focus on the urinary tract. WALTHAM®-on-the-Wolds: WALTHAM® Centre for Pet Nutrition pp59-62

1. Boistelle, R., Abbona, F. and Madsen, H. E. L. (1983) On the transformation of struvite into newberyite in aqueous systems. Physics and Chemistry of Minerals 9: 216-222.
2. Borghi, L., Meschi, T. and Amato, F. (1996) Urinary volume, water and recurrences in idiopathic calcium nephrolithiasis: a 5-year randomized prospective study. Journal of Urology, 155: 839-843.
3. Borghi, L., Meschi, T. and Schianchi, T. (1999) Urine volume: stone risk factor and preventive measure. Nephron, 81: 31-37.
4. Buffington, C.A. (1988) Feline struvite urolithiasis: effect of diet. Proceedings of the 3rd annual symposium of the ESVNU. Intercongress, Barcelona. pp 73-112.
5. Buffington, C.A., Rogers, Q.A. and Morris, J.G. (1992) Effect of diet on struvite activity product in feline urine. American Journal of Veterinary Research 51: 2025-2030.
6. Butz, M. (1986) Rational prevention of calcium urolithiasis. Urology International 41: 387-392
7. Hesse, A (1990) Canine urolithiasis: epidemiology and analysis of urinary calculi. Journal of Small Animal Practice 31: 599-604.
8. Kok, D.J., Lestra, J.A., Doorenbos, C.J. and Papapoulos, S.E (1990) The effect of dietary excesses in animal protein and in sodium on the composition and the crystallisation kinetics of calcium oxalate monohydrate in urines of healthy men. Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism 71: 4: 861-866.
9. Koul, H., Menon, M. and Scheid, C (1996) Oxalate and renal tubular cells: A complex interaction. Italian Journal of Mineral Electrolyte Metabolism, 10: 67-74
10. Ling, G.V., Franti, C.E., Ruby, A.L., Johnson, D.L.and Thurmond, M. (1998) Urolithiasis in dogs I: Mineral prevalence, and interrelationships of mineral composition, age, and sex. American Journal of Veterinary Research 59: 624-629.
11. Ling, G.V., Franti, C.E., Ruby, A.L. and Johnson, D.L. (1998) Urolithiasis in dogs II: Breed prevalence, and interrelationships of breed, sex, age, and mineral composition. American Journal of Veterinary Research 59: 630-642.
12. Lulich, J.P., Osborne, C.A., Nagode, L.A., Polzin, D.J. and Parke, M.L. (1991) Evaluation of urine and serum metabolites in miniature schnauzers with calcium oxalate urolithiasis. American Journal of Veterinary Research 52: 10:1583-159.
13. Lulich, J.P., Osborne, C.A., Thumchai, R., Lekcharoensuk, C., Ulrich, L.K., Kohler, L.A, Bird K.A, Swansonll, L.L. and Nakagaway, Y. (1999) Epidemiology of canine calcium oxalate uroliths – identifying risk factors. Veterinary Clinics of North America. 29: 1:113-122.
14. Lulich, J.P., Osborne, C.A., Bartges, J.W. and Polzin, D.J. (1995) Canine lower urinary tract disorders. In: Textbook of Veterinary Internal Medicine, 4th edn, eds Ettinger S, Feldman M. Philadelphia: Saunders. pp1833-1861.
15. Markwell, P.J., Smith, B.H.E. and McCarthy, K.P. (1999) A non-invasive method for assessing the effect of a diet on urinary calcium oxalate and struvite relative supersaturation in the cat. Animal Technology 50: 67-67.
16. Markwell, P.J, Robertson, W.G, Stevenson, A.E. (2000): Urolithiasis: a comparison of humans, dogs and cats. Proceedings of 9th International Symposium on Urolithiasis, 785-788.
17. Markwell, P.J. and Buffington, C.A. (1994) Feline lower urinary tract disease. In: Wills, J.M. and Simpson, K. (eds) The WALTHAM® Book of Clinical Nutrition. Pergamon Press, Oxford. pp 293-311.
18. Markwell, P.J. and Stevenson, A.E. (2000) Nutritional management of canine urolithiasis. WALTHAM® Focus 10:10-13.
19. Marshall, W. and Robertson, W.G. (1976) Nomograms for the estimation of the saturation of urine with calcium oxalate, calcium phosphate, magnesium ammonium phosphate, uric acid, sodium acid urate, ammonium acid urate and cystine. Clinica Chimica Acta 72: 253-260.
20. Osborne, C.A. and Lees, G.E. (1995) Bacterial infections of the canine and feline urinary tract. In: Canine and Feline Nephrology and Urology, eds Osborne CA, Finco DR. Baltimore: Williams and Wilkins. pp759-797.
21. Osborne, C.A., Polzin, D.J., Kruger, J.M., Lulich, J.P., Johnston, G.R. and O'Brian, T.D. (1989) Relationship of nutritional factors to the cause, dissolution and prevention of feline uroliths and urethral plugs. Veterinary Clinics of North America 19: 561-584.
22. Osborne, C.A., Lulich, J.P., Polzin, D.J., Sanderson, S.L., Koehler, L.A., Ulrich, L.K. (1999) Analysis of 77,000 canine uroliths. Veterinary Clinics of North America 29: 17-43
23. Parivar, F., Low, R.K., Stoller, M.L. (1996) The influence of diet on urinary stone disease. Journal of Urology 155: 432-440.
24. Rich, L.J. and Kirk, R.W.(1969) The relationship of struvite crystals to urethral obstruction in cats. Journal of the American Veterinary Medical Association 154: 153-157.
25. Robertson, W.G. and Markwell, P.J. (1999) Predicting the calcium oxalate crystallisation potential of cat urine. WALTHAM® Focus 9: 32-33.
26. Robertson, W.G.(1993) Urinary tract calculi. In: Metabolic Bone and Stone Disease, 3rd edition, eds. Nordin BEC, Need AG, Morris HA. New York: Churchill Livingstone. pp249-311.
27. Scheid, C, Koul, H, Hill WA, Luber-Narod, J, Kennington, L, Honeyman, T, Jonassen, J. and Menon, M. (1996) Oxalate toxicity in LLC-PK1 cells: Role of free radicals. Kidney International, 49: 413-419
28. Scheid, C.R, Koul, H.K, Kennington, L, Hill, W.A, Luber-Narod, J, Jonassen, J, Honeyman, T. and Menon, M. (1995) Oxalate-induced damage to renal tubular cells. Scanning Microscopy, 9: 1097-1107.
29. Senior, D.F. (1986) Canine urolithiasis. In: Breitschwerdt, E.B. (ed) Nephrology and Urology. Churchill Livingstone, New York. pp 1-24.
30. Simpson, D.P. (1983) Citrate excretion: a window on renal metabolism. American Journal of Physiology 244: F223-F234.
31. Stevenson, A.E, Smith B.H.E. and Markwell, P.J. (1998) A system to monitor urinary tract health in dogs. Journal of Nutrition 128: 2761S-2762S.
32. Stevenson A.E., Wrigglesworth D.J., Smith B.H.E. and Markwell P.J. (2000) Urinary pH and relative supersaturation in healthy dogs receiving oral potassium citrate supplementation. American Journal of Veterinary Research 61: 4:430-435.
33. Stevenson, A.E, Blackburn, J.M. and Markwell, P.J. (2000) Dietary management of calcium oxalate urolithiasis in dogs. Journal of Veterinary Internal Medicine. 14: 383.
34. Stevenson, A.E, Wrigglesworth, D.J. and Markwell, P.J. (2000) Dietary sodium chloride, urinary calcium and urinary oxalate in healthy adult dogs. Proceedings of 9th International Symposium on Urolithiasis, 794-796
35. Stevenson, A.E. and Markwell, P.J. (2000) Preliminary data from quantitative analysis of canine uroliths in Great Britain. Proceedings of 9th International Symposium on Urolithiasis, 792-793
36. Stevenson, A.E (1998) Effect of diet on relative supersaturations in canine urine WALTHAM® Focus 8: 32
37. Stevenson A.E. and Smith B.H.E. (1998) Nutritional aspects of canine struvite urolithiasis. In: Focus on the urinary tract. WALTHAM®-on-the-Wolds: WALTHAM® Centre for Pet Nutrition 59-62.
38. Thamilselvan, S, Hackett, R.L. and Khan, S.R. (1997) Lipid peroxidation in ethylene glycol induced hyperoxaluria and calcium oxalate nephrolithiasis. Journal of Urology 157: 1059-1063.
39. Wallerstrom, B.I. and Wagberg, T.I. (1992) Canine urolithiasis in Sweden and Norway: retrospective survey of prevalence and epidemiology. Journal of Small Animal Practice 33: 534-539.
40. Werness, P.G., Brown, C.M., Smith, L.H. and Finlayson, B. (1985) Equil 2: A basic computer program for the calculation of urinary saturation. Journal of Urology 134: 1242-1244.

zur Hundeweltzur Katzenwelt