Proteine in der Nahrung: Der goldene Mittelweg

Der Eiweißgehalt im Welpenfutter ist nach wie vor ein Thema, das sowohl in Züchter- als auch in Hundehalterkreisen mit einer gewissen Skepsis betrachtet wird. Mit Recht?

Drei der häufigsten Aussagen, die man nicht selten zu hören bekommt, wenn es um einen hohen Proteingehalt im Welpenfutter geht: „Die Welpen wachsen zu schnell. Leber und Niere werden zu stark belastet. Der Stoffwechsel übersäuert, was wiederum die Knochenentwicklung stört.“ Aber was ist dran an diesen Theorien? Hat der Proteingehalt in der Fertignahrung für Hundewelpen tatsächlich einen negativen Einfluss auf die Skelettentwicklung? Festgehalten werden muss eingangs, dass Protein nicht gleich Protein ist. Es gibt große qualitative Unterschiede hinsichtlich der Verdaulichkeit und der biologischen Wertigkeit. Aufgrund dessen ist man in Sachen Hundeernährung inzwischen auch davon abgekommen, einen allgemein gültigen Proteinbedarf zu formulieren. Aktuell spricht man vielmehr von einem Aminosäuren-Bedarf. Von den 20 Aminosäuren, die in natürlicher Form im Nahrungsprotein vorkommen, sind zehn davon für Hund und Katze lebensnotwendig, also essenziell! Ergo ist es für die qualitative Beurteilung der Proteinzufuhr entscheidend zu wissen inwieweit der Bedarf an diesen essenziellen Aminosäuren gedeckt ist.

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