Gesundheit/Vorsorge
Die Aminosäure Glutamin ist sehr wichtig für den Stoffwechsel von Zellen, die sich schnell erneuern. Dazu gehören beispielsweise die Zellen des Verdauungstrakts und des Immunsystems. Zwar ist die Aminosäure Glutamin nicht essenziell, kann aber unter bestimmten Umständen vermehrt benötigt werden. Man spricht von einer bedingt essenziellen Aminosäure.

Wissenswertes
Bei Krankheit oder starkem Stress werden Aminosäuren schneller verbraucht, und die Glutaminkonzentration im Blut sinkt. Dies kann die Unversehrtheit der Darmschleimhaut beein­trächtigen, so dass Darmbakterien in den Blutkreislauf gelangen können.

Wirkung im Organismus
Glutamin hat vielfältige Aufgaben bei der Proteinsynthese: Sie ist ein Vorläufer der Verbindungen, die am Aufbau der Zell-DNA be­teiligt sind, sie reguliert gewisse Leberfunktionen und ist am Entgiftungsprozess beteiligt.

Die Zellen der Darmschleimhaut nutzen Glutamin als Energiequelle. Wenn in kritischen Phasen der Glutaminbedarf erhöht und die Zufuhr dann zu gering ist, kann dies die Funktionen der Darmbarriere beeinträchtigen. Eine Zufuhr von Glutamin kann sich dann günstig gegen eine Rückbildung der Darmzotten auswirken und die Genesung nach Verdauungsproblemen fördern.

Natürliche Quellen
Glutamin wird in zahlreichen Geweben gebildet. Ungefähr 60% des Glutaminvorrats liegt in freier Form in den Muskeln vor. Steigt der Bedarf, kann die Produktion durch den Organismus unzurei­chend sein. Weizengluten ist eine gute Glutaminquelle (es enthält fast 40%). Außerdem wird es als Ersatz für Milcheiweiß in der Nahrung von Neugeborenen verwendet.

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