Physiologische Unterschiede in der Verdauung

Ein Hund ist kein Mensch, eine Katze ist kein kleiner Hund!

Die physiologischen Unterschiede und Ernährungsgewohnheiten bedingen unterschiedliche Ansprüche an die Ernährung. Aber noch weiter: man füttert auch einen kleinen Hund nicht so wie einen sehr großen, eine Perserkatze anders als Singapura! Wir sollten mit unserer Neigung zur Vermenschlichung des Tieres vorsichtig sein, da sie der Gesundheit von Hunden und Katzen schaden kann! Die Tabelle unten macht die Unterschiede deutlich.

  Mensch Hund Katze
Gewicht des Verdauugstrakts im Verhältnis zum Gesamtgewicht 11% 2,7% bei sehr großen und 7% bei sehr kleinen Hunden 2,8 bis 3,5%
Oberfläche der Riechschleimhaut 2 bis 3 cm2 60 bis 200 cm2 20 cm2
Riechzellen 5 bis 20 Mio 70 bis 220 Mio 60 bis 65 Mio
Geschmacksknospen 9000 Knospen 1700 Knospen 500 Knospen
Gebiss 32 Zähne 42 Zähne 30 Zähne
Verdauungsenzyme im Mund (Amylasen) JA NEIN NEIN
Dauer der Mahlzeit 1 h 1 bis 3 min mehrere Mahlzeiten
Fassungsvermögen des Magens 1,3 L 0,5 bis 8 L 0,3 L
PH Wert im Magen 2 bis 4 1 bis 2 1 bis 2
Länge des Dünndarms 6 bis 6,5 m 1,7 bis 6 m 1 bis 1,7 m
Länge des Dickdarms 1,5 m 0,3 bis 1 m 0,3 bis 0,4
Dichte der Darmflora 10 000 000 Bakterien/g 10 000 Bakterien/g 10 000 Bakterien/g
Dauer des Verdauungsprozesses 30 h bis 5 Tage 12 bis 30 h 12 bis 24 h
Bedarf an Kohlehydraten im Erwachsenenalter 60 bis 65% der Trockensubstanz Gering Gering
Eiweißbedarf im Erwachsenenalter 8 bis 12% der Trockensubstanz 20 bis 40% der Trockensubstanz 25 bis 40% der Trockensubstanz
Fettbedarf im Erwachsenenalter 25 bis 30% der Trockensubstanz 10 bis 65% der Trockensubstanz 15 bis 45% der Trockensubstanz
Ernährungsgewohnheiten Allesfresser Semi-Karnivore Karnivore
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