Gesundheit/Vorsorge
Die Pigmentierung des Haars ist von der Anwesenheit von Pheomelanin (gelbe und rote Pigmente) und Eumelanin (braune und schwarze Pigmente) abhängig. Die Bildung dieser Pigmente erfordert die Anwesenheit der AminosäurenTyrosin und Phenylalanin (so genannte aromatische Aminosäuren wegen der enthaltenen Ringstruktur). Eine mangelnde Zufuhr bewirkt bei Tieren mit dunklem oder schwarzem Haarkleid eine Rotfärbung der Haare. Dies wurde erstmals bei Katzen nachgewiesen. Untersuchungen an schwarzen Neufundländer- und Labradorwelpen zeigen, dass beim Hund der Bedarf an Phenylalanin und Tyrosin für eine optimale Haarpigmentierung mehr als doppelt so hoch ist wie für das Haarwachstum. Ein Zusatz von Tyrosin in der Nahrung kann eine intensivere Farbe des Haarkleids bewirken.

Wissenswertes
Die besondere Farbe der Siamkatze (colourpoint) ist auf eine Besonderheit des Schlüsselenzyms bei der Melaninbildung, die Tyrosinase, zurückzuführen. Bei dieser Rasse funktioniert das Enzym nur bei relativ niedriger Temperatur. Die wärmsten Bereiche (Flanke, Bauch und Rücken) bleiben also hell, während die kälteren Bereiche (Kopf, Pfoten und Schwanz) sich färben!

Wirkung im Organismus
Neben seiner Aufgabe bei der Pigmentierung von Haar und Iris ist Tyrosin auch ein Vorläufer von Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin. Diese Moleküle unterstützen die Gehirnfunktionen und sind am Fortpflanzungsprozess beteiligt. Ein Zusatz von Tyrosin kann also die Fruchtbarkeit beeinflussen.

Natürliche Quellen
Tyrosin wird entweder direkt über die Nahrung zugeführt oder aus der essenziellen Aminosäure Phenylalanin gebildet.
Milch und Milchprodukte sind hervorragende Quellen für Tyrosin. Als pflanzliche Quelle ist Reis zu nennen.

Das wichtigste Enzym der Melaninbildung heißt Tyrosinase. Für seine Funktion muss Kupfer in ausreichender Menge vorhanden sein.
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