Gesundheit / Vorsorge
Tyrosin, in seiner chemischen "L"- Form im Organismus aktiv, fördert die Funktion wichtiger Organe wie Schilddrüse oder Nebenniere.Vor allem aber, und dies ist eine Entdeckung aus jüngerer Zeit, kann es als Beigabe in der Nahrung fleischfressender Haustiere das Syndrom der "roten Haare", auch Pityriasis rubra pilaris, verhindern.

Wissenswertes
Tyrosin ist eine sog. natürlich aromatisierte Aminosäure (da es einen Ring mit sechs Kohlenstoffatomen in seiner Struktur hat) und ist für den Organismus nicht essentiell. Tyrosin kann im Körper aus einer anderen Aminosäure synthetisiert werden, dem Phenylalanin, das in der Nahrung unbedingt vorhanden sein muss. Beim Menschen kennt man eine genetische Krankheit, bei der das Enzym fehlt, das für diese Umwandlung nötig ist. Dies führt zu einem Tyrosinmangel und in der Folge zu schweren geistigen und neurologischen Störungen, begleitet von einer Depigmentierung der gesamten Körperbehaarung.

Wirkung im Organismus
Tyrosin, in seiner chemischen "L"- Form hat wichtige Funktionen im Organismus durch die aus ihm abgeleiteten Hormonverbindungen: Schilddrüsenhormone die Jod enthalten, Stress-Mediatoren wie das Adrenalin, Fellpigmente (auch Haarpigmente bei Menschen) aus dem Melanin. Der Anteil des Tyrosin an der Gesamtheit der Eiweißbestandteile im Organismus beträgt 3%.

Natürliche Quellen
Milch und Milchprodukte sind hervorragende Quellen von Tyrosin. Unter den pflanzlichen Quellen enthält nur Reis, im Gegensatz zu allen anderen Gemüsearten, eine nicht geringe Menge dieser Aminosäure.