Östrus / Brunst (5 bis 15 Tage)
der Beginn ist durch die Deckbereitschaft gekennzeichnet, der Vaginalausfluss wird nun fleischwasserähnlich und es kommt zu einem steilen Anstieg der Progesteronwerte. Der Eisprung beginnt meist am 2. bis 4. Tag des Östrus. Zu diesem Zeitpunkt sind die Eizellen noch unreif und nicht befruchtungsbereit .Normalerweise dauert es 48 Stunden, bis sie gereift sind.
Metöstrus/ Nachbrunst
die meisten Hündinnen lassen sich die ersten 2 Tage noch decken. Die Progesteronkonzentration bleibt auf einem hohen Niveau und fällt erst 12 bis 24 Stunden vor der Geburt steil ab.
Anöstrus
das ist die Phase der Ovarruhe. Die Konzentration der Sexualhormone im Blut ist sehr niedrig und steigt erst ca. 4 Wochen vor der nächsten Läufigkeit wieder an.
Die Dauer der einzelnen Phasen des Zyklus kann variieren. Nur die Phase des Metöstrus, die mit der Gelbkörperphase und der Gebärmutterreparation korrespondiert dauert mehr oder weniger gleich lang (ca. 140 Tage)
Die eigentliche Läufigkeit, die sich über die Phasen Proöstrus und Östrus erstreckt, hat eine durchschnittliche Länge von drei Wochen. Die Dauer der Läufigkeit, gerechnet vom ersten Auftreten blutigen Sekrets aus der Vulva bis zum Wegbeißen de Rüden, variiert von einer Hündin zur anderen und selbst bei derselben Hündin von einem Zyklus zum nächsten.
Läufigkeit und Belegung:
In dieser Zeit besteht bei der Hündin kein gesteigerter Energiebedarf, dennoch sollte auf die Konstitution der Hündin geachtet werden (nicht zu dünn , nicht zu dick)
Trächtigkeit:
In den ersten fünf Wochen zieht auch die Trächtigkeit keinen gesteigerten Nährstoffbedarf des Muttertieres nach sich. Die Früchte wachsen langsam, die Mineralisierung ihres Skeletts hat noch nicht begonnen.
Die beträchtliche Gewichtszunahme und Skelettentwicklung der Früchte ab der sechsten Woche der Trächtigkeit führen zu einer progressiven Zunahme des Protein, Energie und Mineralstoffbedarfs der Hündin. Es ist daher anzuraten, ab dem 42. Tag nach und nach auf Laktationsfutter umzustellen. Dieses Futter hat eine höhere Energiedichte, wodurch die Nährstoffzufuhr gesteigert werden kann, ohne die Futtermenge zu erhöhen.
Das Körpergewicht der Hündin zum Ende der Tragzeit sollte nicht mehr als durchschnittlich 120% ihres normalen Körpergewichts betragen (110% bei Riesenrassen, 130 % bei Minirassen)
In dieser Zeit kommt es zu einem beträchtlichen Anstieg des Nährstoffbedarfs der Mutter aufgrund der besonders an Kalzium, Energie und Protein reichen Milch, die die Hündin an ihre Welpen abgibt (1 200 bis 1 500 kcal pro kg Milch, je nach Rasse und Laktationstag)
Der Nährstoffbedarf der Hündin verdreifacht sich in dieser Zeit, in der Laktationsspitze kann er sich auch vervierfachen.
Unabhängig von der gefütterten menge sollte der Gewichtsverlust der Hündin nach einem Monat Laktation nicht mehr als 10% ihres Normalgewichtes überschreiten. Diese häufig unvermeidliche Abmagerung muss in den Monaten nach der Entwöhnung der Welpen wieder korrigiert werden.