Alle Rassen stammen von einem ursprünglichen Zuchtstamm ab, dessen Nachkommen bei verschiedenen Züchtern unterschiedliche Zuchtlinien hervorbringen.

 

Selbst wenn die Erbanteile des Vaters und der Mutter bei den Welpen der ersten Generation identisch sind, spricht man bei der Betrachtung eines Stammbaumes über mehrere Generationen z.B. von "mütterlicher" oder "väterlicher Abstammung".

 

Tatsächlich sind die Nachkommen eines "positiven Vererbers" (d.h. eines Elite-Zuchttiers) oft viel zahlreicher als die einer prämierten Hündin, die aus physiologischen Gründen auf zwei Würfe pro Jahr beschränkt ist. Die Zuchteignungsprüfung und die Zuchtempfehlung eines männlichen Zuchttieres kommen deshalb stärker für die Rasse zum Tragen als die eines weiblichen!


Familie und Konsanguinität

Der Einblick in die Ahnentafel eines Hundes ermöglicht die Rückverfolgung des Stammbaums eines Hundes und die Bestimmung des Verwandtschaftsgrads zu den Vorfahren. Es zeigt sich, dass die Linienzucht bei weitem die am häufigsten angewandte Zuchtauswahlmethode in der Hundezucht ist.

Nach mehreren Generationen ist es somit möglich, die Festigung der vom Züchter gewünschten Merkmale zu erreichen, um einen, für den erfahrenen Hundefreund erkennbaren Typ zu züchten. Seine Zuchttiere werden somit zu einer Einheit von blutsverwandten Exemplaren mit ähnlichen Merkmalen, wobei jede Zuchtstätte sich selbst durch einen "Zusatz", den Namen der eigenen Zuchtstätte, zu erkennen gibt.

Blutauffrischung

Die Übertreibung der Blutsverwandtschaft innerhalb derselben Familie kann jedoch zu Verlusten bei der Fruchtbarkeit und zu einer "genetische Sackgasse" der Merkmale führen. Der Züchter hat dann die Möglichkeit, Zuflucht zur "Auffrischung" bei einer anderen Blutlinie zu nehmen. Es ist heute sogar möglich, den Samen aufzubewahren und damit eine genetische Vaterschaft von gewissen Rüden zu bewahren, deren Eigenschaften eine "Rückkehr in die Vergangenheit" zulassen würden.

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