Kreuzungen verschiedener Variet

Hundeveranstaltungen wie Wettbewerbe, Ausstellungen und Meisterschaften ermöglichen es den Richtern und Sachverständigen, die wegen ihrer Schönheits- oder Gebrauchseigenschaften als "positive Vererber" ihrer Rasse beurteilten Hunde zu fördern. Diese Praxis der Bewertung richtet die Zuchtauswahl an den von den Rasseklubs verfolgten Zuchtzielen aus, kann aber auch dazu führen, dass manchmal überzüchtete, sehr weit vom Ursprungsstandard entfernte Exemplare entstehen, die selbst wiederum allmählich verschiedene Varietäten aufkommen lassen, wenn die Gebrauchseigenschaften der Hunde mit den Schönheitskriterien wenig vereinbar zu sein scheinen. Um diese Abweichungen zu vermeiden, da sie die Integrität der Rasse und ihren Standard bedrohen, ist es wichtig, regelmäßig die besten Tiere jeder Rasse zu kreuzen, um gleichzeitig die der Rasse eigenen Arbeits- und Schönheitsqualitäten zu bewahren. Der Fall des Belgischen Schäferhundes, der vier klar zu unterscheidende Varietäten aufweist, ist bezeichnend. Es werden regelmäßig Paarungen zwischen Tieren der Varietäten Groenendael und Tervueren vorgenommen, um eine gewisse rassische Homogenität zu bewahren, während Kreuzungen zwischen Malinois und anderen Rassen zur Verbesserung der Gebrauchseigenschaften (scharf, schussfest) wiederum die Integrität dieser Varietät gefährden könnten.

Eine nur an den Gebrauchseigenschaften orientierte Zuchtauswahl läuft Gefahr, einen außerhalb des Standards liegenden Typ zu schaffen (wie z.B. beim Englischen Setter) – denn morphologische Merkmale verlieren sich viel schneller als Gebrauchseigenschaften erworben werden!

Einige Rassen sind von ihren ursprünglichen Anlagen abgewichen. So werden heute zum Beispiel nur wenige Yorkshire Terrier tatsächlich für die Jagd auf Höhlentiere verwendet – die Mehrzahl dieser Tiere werden als Begleithunde gehalten. Auch die Labrador Retriever, die ursprünglich zusammen mit Treibhunden für die Jagd eingesetzt wurden, werden heute kaum noch wegen ihrer Gebrauchseigenschaften gezüchtet.

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