Die Selektion auf Extreme ist eine, vor allem in den Vereinigten Staaten und in England entwickelte Zuchtmethode. Sie führt zu einer Erscheinung, die allgemein als "Übertypisierung" bezeichnet wird, wie zum Beispiel bei gewissen Bulldog-Varietäten, deren Schnauze derart platt gezüchtet wurde, dass sie ausschließlich per Kaiserschnitt zur Welt kommen und nur mit offener Schnauze atmen können. Eine ähnliche Erscheinung ist die eindeutige Tendenz des Labradors zur Fettleibigkeit, die des Dachshunds, des "Teckels", zur extremen Verlängerung des Körpers, die des Shar-Peis zur Faltenlegung der Haut, und die des Deutschen Schäferhunds zum abfallenden Rücken. Die Hunde der kleineren Rassen werden immer kleiner und werden "Toy" oder "Miniatur" genannt, die Hunde der größeren Rassen neigen zum Gigantismus. Allenfalls den Mischlingen wird noch ein gewisses Mittelmaß zugestanden und der Trend geht eindeutig in Richtung der beiden Extreme!

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