Die Dauer der Wachstumsperiode, das Ausmaß des Wachstums, die Größe der Zähne, der Energiebedarf, das relative Gewicht des Verdauungsapparates und die mittlere Lebenserwartung sind Werte, die von der Größe des Hundes abhängen und auf die man bei seiner Ernährung achten sollte. Um am besten den Bedarf des Hundes zu befriedigen und ihn gesund zu erhalten, müssen Veränderungen während seiner verschiedenen Lebensphasen berücksichtigt werden.

Um die wichtigen Merkmale einer angemessenen, möglichst genau auf den jeweiligen Hund angepassten Fütterung zu verstehen, sollten die folgenden Punkte beachtet werden.

Unterschiede: die Dauer der Wachstumsperiode und der Gewichtszuwachs

Wachstumskurve


Dauer der Wachstumsperiode:
 Kleine Hunde: 8 bis 10 Monate
 Mittelgroße Hunde: 12 Monate
 Große Hunde: 18 bis 24 Monate


Gewichtszuwachs (Vervielfachung des Geburtsgewichts am Ende der Wachstumsperiode):
 Kleine Hunde: x 20 bis 40
 Mittelgroße Hunde: x 40 bis 60
 Große Hunde: x 60 bis 100

UNTERSCHIEDLICHER ENERGIEVERBRAUCH

Ein kleiner Hund verbraucht doppelt so viel Energie pro kg Körpergewicht wie ein großer Hund.

Besonderheiten der Ernährung des Welpen bezüglich seiner Größe

Schon bei der Geburt sind die Unterschiede zwischen den Rassen offensichtlich. Eine Pudelhündin beispielsweise wirft etwa ein bis drei Welpen, die jeweils 150 bis 200 g wiegen, während das Geburtsgewicht der acht bis 12 Jungen aus dem Wurf einer Neufundländerhündin zwischen 600 und 700 g schwankt. Ein erwachsener Hund einer sehr großen Rasse kann das 25fache eines Hundes kleiner Rasse wiegen, jedoch bei der Geburt ist dieses Verhältnis kleiner und erreicht nur höchstens das sechsfache Gewicht. Der Weg, der während des Wachstums zurückgelegt werden muss, ist demnach je nach Größe unterschiedlich. Der Umfang und die Dauer des Wachstums sind proportional zum Gewicht des ausgewachsenen Hundes.

Ein Welpe kleiner Rasse wiegt mit drei Monaten etwa die Hälfte seines zukünftigen Gewichtes als erwachsener Hund. Bei einem Welpen großer Rasse liegt der entsprechende Zeitpunkt bei fünf bis sechs Monaten.

Ein Pudel erreicht das Gewicht des erwachsenen Hundes mit etwa acht Monaten und hat dann sein Geburtsgewicht verzwanzigfacht. Ein Neufundländer dagegen wächst noch bis zum Alter von 18 bis 24 Monaten und erreicht das hundertfache seines Geburtsgewichtes.

Für alle Rassen gilt, dass ein Welpe einen sehr viel größeren Bedarf an Energie, Proteinen, Mineralstoffen und Vitaminen hat als ein ausgewachsener Hund. Er verdaut Stärke schlechter als ein erwachsenes Tier. Die Zusammensetzung von Aufzuchtnahrung unterliegt also bestimmten gemeinsamen Erfordernissen: höhere Energiezufuhr, hohe Konzentration aller essentiellen Nährstoffe und Begrenzung der im Futter enthaltenen Stärke. Die Größe der Rasse bedingt allerdings eine besondere Beachtung.

Ein Terrierwelpe wiegt mit drei Monaten zwei bis drei kg, während ein Welpe sehr großer Rassen 18 bis 20 kg auf die Waage bringt; es ist ganz klar, dass die Größe der Kieferknochen dementsprechend verschieden ist. Eine Krokette mittlerer Größe ist für den Welpen kleiner Rasse schlecht zu zerbeißen und für einen großer Rasse gibt es fast gar nichts zu zerkleinern. Es ist also sinnvoll, für Welpen kleiner, mittlerer und großer Rassen Kroketten in der jeweils angemessenen Größe anzubieten.

  • Insbesondere die Welpen großer Rassen leiden an Wachstumsstörungen, z.B. Knochenverformungen und Gelenkschäden. Die Entstehung dieser Probleme wird stark gefördert durch eine zu schnelle Gewichtszunahme durch zu hohe Kalorienaufnahme. Die Begrenzung des Energiegehaltes der Aufzuchtnahrungen für große Rassen in Verbindung mit einer angemessenen Portionierung erlauben eine bessere Kontrolle der Wachstumsgeschwindigkeit und führen so zu einer deutlichen Verminderung des Risikos.

Welpen großer Rassen benötigen mehr Kalzium als die kleiner Rassen. Im gleichen Alter frisst ein 20 kg schwerer Welpe nur 1,5 mal soviel wie ein 10 kg schwerer. Wenn sie die gleiche Nahrung zu sich nehmen, wird der erstgenannte wahrscheinlich an Kalzium unterversorgt sein. Deshalb muss die Kalziumkonzentration in Welpennahrung für große Rassen höher sein.

  • Wie lange eine wachstumsspezifische Nahrung verfüttert werden sollte, hängt ebenfalls von der Größe ab: 8 bis 10 Monate bei kleinen, 10 bis 14 Monate bei mittleren und 14 bis 24 Monate bei großen und Riesenrassen.

Besonderheiten der Ernährung des erwachsenenen Hundes abhängig von seiner Größe

Der erwachsene Hund benötigt eine bestimmte Energiemenge um sein Gewicht zu halten. Je höher dieses Gewicht ist, desto geringer ist der Energiebedarf pro Kilogramm Körpergewicht. Daher sollten Hunde kleiner Rassen kalorienreicheres, also fetthaltigeres Futter erhalten als Hunde mittlerer Größe. Außer dem Energiegehalt sollte auch die Konzentration an Proteinen, Mineralstoffen und Vitaminen im Futter erhöht werden.

Wenn dem Futter mehr Fette zugemischt werden, wird es lieber gefressen. Die Akzeptanz ist ein wichtiges Element bei kleinen Hunden, die häufig schlechte Fresser sind, da ihre Besitzer oder Besitzerinnen eher ihrem Willen nachgeben. Kleine Hunde werden lieber kleine Kroketten verzehren als große Brocken.

Die Erhöhung des Fettgehaltes im Futter großer Hunde ermöglicht, die Portionsmenge etwas zu verringern und damit auch die Gefahr von Verdauungsstörungen. Diese Vorsichtsmaßnahme ist auch im Sinne einer Vorbeugung gegen eine bei Hunden großer Rassen häufig beobachtete Komplikation zu sehen, und zwar die Magenerweiterung oder -drehung. Die Darreichungsform der Nahrung ist ebenfalls wichtig. Große, leichte (wenig dichte) Kroketten können helfen, die Nahrungsaufnahme etwas zu verlangsamen.

 

 

KLEINE, MITTLERE, GROSSE, UND RIESENRASSEN
Die Variationsbreite von Gewicht und Größe bei den verschiedenen Hunderassen ist eine der größten innerhalb des Tierreichs. Man unterscheidet drei Gruppen: Die erwachsenen Tiere kleiner Rassen sind bis 10 kg schwer, die Hunde mittlerer Rassen wiegen zwischen 11 und 25 kg und die großer Rassen zwischen 26 und 80 kg oder sogar mehr.
Diese Spannweite führt bei den verschiedenen Rassen zu physiologischen Unterschieden, Unterschieden in Form, beim Stoffwechsel und im Verhalten.
So beobachtet man:


Die mittlere Lebensdauer reicht von 15 Jahren bei den kleinen Rassen über 13 Jahre bei den mittleren und 10 - 11 Jahren bei den großen Rassen.


Die Dauer und die Ausmaße des Wachstums: Das Geburtsgewicht eines Hundes kleiner Rasse erreicht bis zum Erwachsenenalter das 20fache, bei mittleren Rassen dagegen etwa das 50fache und bei großen Rassen das 80fache oder mehr.
Ein Hund kleiner Rasse ist mit 8 Monaten ausgewachsen, während ein Hund großer Rasse 18 bis 24 Monate dafür braucht.


Das Gewicht und die Anzahl der Welpen bei der Geburt sind unterschiedlich: Eine Hündin kleiner Rasse bringt einen bis drei Welpen auf die Welt, von denen jeder etwa 5% ihres Gewichtes wiegt, während eine Hündin großer Rasse acht bis zwölf Junge wirft, die kaum 1% des Gewichtes ihrer Mutter wiegen.
Einige Organe sind proportional gesehen unterschiedlich groß, so wiegt der Verdauungstrakt eines Hundes großer Rasse nur halb soviel wie der eines Hundes kleiner Rasse.


Der Energiebedarf eines 50 kg schweren Hundes ist nicht 5 mal sondern nur 3,3 mal so hoch wie der eines 10 kg schweren; der Stoffwechsel ist also je nach Gewicht unterschiedlich.


Das Temperament des Tieres ist auch je nach Größe verschieden. Grosse Rassen sind im Allgemeinen ruhiger als kleine, brauchen jedoch im Gegensatz zu diesen mehr Auslauf.


Einige Krankheiten, wie z.B. die Hüftdysplasie, betreffen vornehmlich die Hunde großer Rassen.


Die Unterschiede zwischen kleinen, mittleren und großen Rassen beeinflussen deutlich Gesundheit, Ernährung und die harmonische Beziehung zwischen Mensch und Hund, die uns am wichtigsten sein sollte.

 

 

 

Kleine, mittlere und große Rassen: Reife heißt nicht hohes Alter

Beim Hund wie beim Menschen darf man die körperliche Reife nicht mit hohem Alter verwechseln, so wie das Erreichen des Rentenalters kein Zeichen für Vergreisung ist, sondern ein Teil der normalen Entwicklung. Man könnte es als "Beginn des Altwerdens" bezeichnen.

Um den Hund gesund zu erhalten, muss man ihm eine gesunde Lebensweise ermöglichen. Wenn er weiterhin regelmäßig seine körperliche Bewegung hat, trainiert er seine Muskeln und ist weniger anfällig für eine Gewichtszunahme. Auf den Zustand seiner Zähne und seines Fells sollte man stets Acht geben.

Auf regelmäßige Tierarztbesuche darf keinesfalls verzichtet werden. Sie erlauben, eventuelle Schwächen des Organismus bezüglich beispielsweise der Nieren, des Herz-Kreislauf-Systems oder der Gelenke frühzeitig zu erkennen. Das Altern ist ein schleichendes Phänomen: Der Hund kann bis ins hohe Alter hinein frei von Krankheitsanzeichen sein und doch baut der Organismus unmerklich immer mehr ab.

Hunde altern abhängig von ihrer Größe schneller oder langsamer. Große Hunde altern meist sehr viel eher als kleine.

Ein menschliches Alter von 50 bis 55 Jahren entspricht etwa

  • 8 bis 9 Jahren bei einem Hund kleiner Rasse. Hinter ihrem manchmal gezierten Erscheinungsbild verbirgt sich in der Regel ein recht widerstandsfähiger Hund mit einer über dem Mittel liegenden Lebensdauer.
  • 7 Jahren bei einem Hund mittlerer Rasse. Diese Hunde sind mehrheitlich robuste z.B. Tiere, Hüte- und Jagdhunde. Da sie nach körperlich-sportlichen Gesichtspunkten (z.B. Schnelligkeit, Ausdauer) gezüchtet wurden, haben sie normalerweise bis ins hohe Alter wenig Gesundheitsprobleme.
  • 5 bis 6 Jahren bei einem Hund großer Rasse. Das Leben der Hunde großer Rassen ist recht kurz, in der Regel weniger als 10 Jahre, insbesondere bei sehr großen Rassen.

Wenn keine besonderen gesundheitlichen Probleme vorliegen, ist es durchaus möglich, mithilfe richtiger Ernährung die altersbedingten Erscheinungen zu mildern.

Die Anpassung der Ernährungsweise sollte, um ihre volle Wirkung zu zeigen, ab dem Alter von 5 Jahren bei einem Hund einer großer Rasse erfolgen und im Alter von 7 bzw. 8 Jahren bei Hunden mittlerer bzw. kleiner Rassen.

Das geeignete Futter für diese Lebensphase der Reife sollte

  • besonders mit den Vitaminen C und E angereichert sein, um die Zellen des Organismus gegen die schädlichen Folgen des ans Altern gebundenen "oxidativen Stress" zu schützen,
  • hochwertigere Proteine enthalten. Entgegen verbreiteten Vorstellungen, die sogar lange Zeit gelehrt wurden, sollte man die Proteinzufuhr mit dem Alter des Hundes nicht vermindern – ältere Hunde nutzen die Proteine der Nahrung weniger als junge – man sollte nur die Qualität verbessern. Allein eine Verringerung des mit der Nahrung zugeführten Phosphors ist angeraten, um so den fortschreitenden Abbau der Nierenfunktion zu verlangsamen.
  • reich an Spurenelementen (Eisen, Kupfer, Zink, Mangan) sein, um die Haut und das Fellgesund zu erhalten.

Der Stoffwechsel von Tieren, bei denen die Aufnahmefähigkeit des Darms zurückgeht, kann die Spurenelemente besser nutzen, wenn sie in einer besonderen Form (Chelate) dem Futter zugegeben werden.

  • mit ungesättigten Fettsäuren (Soja- und Fischhöl) angereichert sein, um das Fell schön zu erhalten, selbst bei physiologischer Schwäche. Diese Fettsäuren, die normalerweise vom Hund selbst aufgebaut werden, können bei Schwächezuständen mangeln.
  • etwas mehr Ballaststoffe enthalten. Ein höherer Anteil an Ballaststoffen wirkt Verstopfungen entgegen, die mit der Verringerung der Bewegung des Hundes einhergehen können.

Die Verwendung von "Light"-Produkten sollte nur dann erfolgen, wenn der Hund ein wirklich deutliches Übergewicht entwickelt, was nicht häufig vorkommt.

Hunde reifen Alters unterliegen, was den Energiegehalt anbelangt, denselben Regeln wie erwachsene Hunde: erhöhter Energiegehalt für die kleinen Rassen wegen ihres hohen Bedarfs und auch für die großen Rassen, um die eingeschränkte Aufnahmefähigkeit ihres Darms aufzufangen.

Die Häufigkeit von Zahn- und Kieferproblemen steigt bei Hunden mit dem Alter an. Damit sie weiterhin ohne Schwierigkeiten ihre normale Ration fressen können, sollte man auf weichere Kroketten, natürlich in der entsprechenden Größe, zurückgreifen.

 

Die Verdaulichkeit eines Nahrungsmittels
Die Verdaulichkeit eines Nahrungsmittels, die über seinen sogenannten Verdauungs-Verwertungs-Koeffizient (VVK) bestimmt wird, bewertet und veranschaulicht die Verwertung eines Nahrungsmittels im Bereich des Verdauungstraktes des Hundes. Sowohl für Ernährungswissenschaftler oder -wissenschaftlerinnen als auch für Hundehalter oder -halterinnen ist die Verdaulichkeit ein wesentliches Kennzeichen der Qualität eines Nahrungsmittels, doch sie messen diese Größe unterschiedlich.
Für die Ernährungswissenschaft entspricht die Verdaulichkeit dem Anteil der vom Tier aufgenommenen (verdauten) Nahrung im Verhältnis zum gefressenen Futter. Der Besitzer oder die Besitzerin misst die Verdaulichkeit an Menge, Häufigkeit und Art der Fäzes (Exkremente) seines Hundes.
Der Gesamteindruck der Fäzes eines Hundes, von dem man auf die Ernährung und das Befinden rückschließen kann, wird von zwei veränderlichen Größen bestimmt.

  • von der Verdaulichkeit der Trockenmasse (TM) des Nahrungsmittels

Wenn also ein Hund 100 Gramm Trockenmasse (das, was von dem Nahrungsmittel übrig bleibt, wenn man das Wasser entzieht) zu sich nimmt und 20 Gramm Trockenmasse Fäzes ausscheidet, dann ist die Verdaulichkeit des betreffenden Nahrungsmittels 80%. Wenn dieser Hund 86 statt 80 Gramm des Nahrungsmittel im Darm aufnehmen würde, dann hätte sich die Verdaulichkeit um 5 Prozentpunkte verbessert. Das bedeutet jedoch, dass sich die Trockenmasse der Fäzes um 5/20, d.h. 25% vermindert! So sehen wir, dass eine leichte Verbesserung der Verdaulichkeit (5%) eines Nahrungsmittels die täglich ausgeschiedene Menge Kot stark verringern kann (um ein Viertel). Dies erklärt die Bemühungen der guten Fabrikanten, in diese Richtung zu steuern.

  • Der Feuchtigkeitsgehalt der Fäzes, der zwischen 65 und 75% schwankt, ist ebenfalls wichtig. Eine Verringerung des Wassergehaltes hat eine bedeutende Verminderung des Volumens und eine Verfestigung des Kots zur Folge.


Dabei können zahlreiche veränderliche Größen die Verdaulichkeit eines Nahrungsmittels erhöhen; zunächst einmal der Hund selbst. Ein Foxterrier verdaut, im Vergleich zum Beagle, dasselbe Futter etwa um 5 Verdaulichkeitsprozente besser. Auch die Menge des gefressenen Nahrungsmittels kann die Verdaulichkeit stark beeinflussen. Je mehr der Hund bei einer Mahlzeit zu sich nimmt, desto weniger gut kann er die Nahrung verdauen und deshalb ist es angeraten, Hunde mit einem empfindlichen Darmtrakt oder solche, die besonders hohen Bedarf an Nahrung haben (z.B. durch Sport oder Säugen), mehrmals am Tage zu füttern.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Verdaulichkeit der Nahrung ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal für gute oder schlechte Nahrungsmittel ist.

 

DIE ERNÄHRUNG DES ALTERNDEN HUNDES

Ein Hund kann als wirklich alt bezeichnet werden, wenn er etwa 75 bis 80% seiner Lebenserwartung hinter sich hat. Die Altersanzeichen verstärken sich und werden offensichtlich ab:

 

12 Jahren bei einem kleinen Hund,

10 Jahren bei einem Hund mittlerer Größe und

8 Jahren bei einem großen Hund.

 

Wenn der Hund ins Seniorenalter gelangt, sollten die Ernährungsmaßnahmen gegen das Altern verstärkt werden, um die Gesundheit des Hundes so lange wie möglich zu erhalten. Die wichtigsten Punkte sind hier folgende:

 

Ziele : Verschönerung der Haut und des Fells

Entsprechende Nährstoffe : essentielle Fettsäuren: Fischtran, Borretschöl, Zink

Ziele: Unterstützung der Maßnahmen gegen die Zellalterung

Entsprechende Nährstoffe : Antioxidationsmittel: Vitamine E und C, Betakarotin

Ziele : Verzögerung des Gelenkverschleißes

Entsprechende Nährstoffe : Glukosamine und Chondroitinsulfat,, essentielle Fettsäuren

Ziele: Stärkung des Immunsystems und Verbesserung der Infektabwehr

Entsprechende Nährstoffe : Vitamine E und C, Betakarotine, Zink, Vitamin B6

Ziele : Vorbeugung gegen Katarakt, Degenerationserkrankungen, Tumore

Entsprechende Nährstoffe : Vitamine E und C und Betakarotine

 

Alte Hunde sind nicht in allen Punkten gleich zu behandeln. Man muss alte, gesunde Tiere anders ernähren als alte, kranke Hunde. Auf regelmäßige Untersuchungen durch den Tierarzt oder die Tierärztin darf man nicht verzichten. Sie sind für die Früherkennung von körperlichen Schwächen und Störungen, beispielsweise der Nieren oder des Herzens, ausgebildet. Die Ernährung kann in recht vielen Fällen bei der Vorbeugung von chronischen altersbedingten Erkrankungen helfen oder deren klinische Symptome mildern. Bei besonderen Problemen weiß der Tierarzt oder die Tierärztin Rat, um diejenigen Nahrungsmittel auszuwählen, die diese Maßnahmen unterstützen.

 

VORBEUGUNG GEGEN ATHROSE

Die Beweglichkeit der Gelenke des alten Hundes wird durch Chondroitinsulfate und Glukosamine verbessert.

Chondroitinsulfate wirken dem enzymbedingten Abbau des Knorpels entgegen. Glukosamine regen die Knorpelbildung (Zellerneuerung) an.

STÄRKUNG DER IMUNABWEHR

Die Vitamine E, C und B6, Zink und Betakarotin unterstützen das geschwächte Immunsystem des alten Hundes und regen es an.

SCHUTZ DES NERVENSYSTEMS UND DER WAHRNEHMUNG

Bei neuro-muskulären Schwächen des alten Hundes kann Vitamin B6 helfen.

KRÄFTIGUNG DER HAUT UND DES FELLS

Gesunde Haut und schönes Fell hängen von ausreichender und regelmäßiger Zufuhr bestimmter Nahrungsbestandteile ab.

Borretschöl macht das Fell glänzend und die Haut geschmeidig.

Zink (in Chelatform zur besseren Aufnahme im Darm) wird bei älteren Hunden zur Verbesserung der Haarqualität empfohlen.

DER VERDAUUNGSTRAKT WIRD MIT DEM ALTER EMPFINDLICHER

Die Versorgung des Organismus mit Energie, Wasser und den benötigten Nährstoffen ist von einem intakten Verdauungssystem abhängig.

SCHUTZ DER MAGEN- UND DARMSCHLEIMHAUT ZUR VERMEIDUNG VON VERDAUUNGSSTÖRUNGEN

Flüchtige Fettsäuren aus Ballaststoffen nähren die Darm-zellen und fördern ihre Erneuerung.
Die Gesundheit der Schleimhaut hängt von der regelmäßigen Versorgung mit den notwendigen Nähr-stoffen ab, die mit der Nahrung zugeführt werden müssen.

BALLASTSTOFFE NÜTZEN DER DARMGESUNDHEIT

Die Bakterienflora des Verdauungstraktes umfasst über 500 Arten, die harmonisch zusammenleben sollten.

DIE FRUKTO-OLIGOSACCHARIDE (FOS) SIND SEHR GUT ZU FERMENTIEREN UND HALTEN DIE DARMFLORA IM GLEICHGEWICHT

Als Ballast wirken Rote Beete (mittelmäßig fermentierbar) regulierend auf die Darmtätigkeit.

VORBEUGENDE MASSNAHMEN IN DER ERNÄHRUNG: BESONDERS WICHTIG IST DIE VERDAUUNG

Einem von fünf Tierarztbesuchen liegt eine Verdauungsstörung zugrunde und in vielen Fällen reicht eine bestimmte Diät aus, um die Symptome zu mildern. Der Tierarzt oder die Tierärztin sind am besten in der Lage, eine entsprechende Diät auszuwählen, die folgendes berücksichtigt:

 

  • Schutz der Darmschleimhaut durch Tonerden
    Tonerden haben zwei sehr interessante Eigenschaften:
  • Schutzfunktion: sie unterstützt den Eigenschutz der Schleimhaut der Darmwand,
    Adsorptionsfähigkeit: sie ermöglicht die Bindung von Stoffen, die der Schleimhaut schaden könnten.
  • Schutz vor Infektionen durch Unterstützung der Darmflora
  • Zufuhr von Nahrungsbestandteilen, die das Wachstum von den Bakterienarten begünstigt, die die Darmfunktionen unterstützen (z.B. Fructo-Oligosaccharide (FOS), die die Vermehrung der Laktobazillen begünstigen).
  • Ausgewogene Ballaststoffzufuhr zur Regulation der Verdauungsgeschwindigkeit
    Eine wertvolle Lieferantin von Ballaststoffen ist die Rote Beete und wird besonders bei Tieren mit empfindlichem Darm empfohlen. Rote Beete verzögern die Darmtätigkeit etwas, ohne die Verdaulichkeit darunter leiden zu lassen. Weil die Rübe von den Darmbakterien nur mäßig fermentiert werden kann, wird sie zudem nicht vollständig abgebaut und stellt so einen guten Ballaststoff dar, den der Darm zur Regulation seiner Tätigkeit benötigt.
  • Einschränkung der Proteinfermentation
    Proteine sind je nach ihrer Art und Herkunft unterschiedlich gut verträglich. Kasein und Fischmehl sind in diesem Sinne gute Proteinlieferanten.
  • Verbesserung der Stärkeverdauung
    Reis ist von allen bei der Hundeernährung eingesetzten Getreidesorten am höchsten verdaulich. Doch selbst wenn die enthaltene Stärke gut verdaulich und sehr gut durchgegart ist, sollte man vorsichtshalber die Zufuhr auf weniger als 25% begrenzen (bezogen auf das gesamte Trockengewicht des Futters).
  • Übergewicht vorbeugen
    Die Energiezufuhr muss dem Bedarf des Tieres entsprechen. Dieser ist vom Alter und von der Größe des Hundes abhängig. Die Größe spielt in der Tat bei der Bestimmung des Energiegehaltes im Futter eine wichtige Rolle.
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