Der "Erhaltungsbedarf" stellt den Mindestbedarf an Nahrung eines erwachsenen Hundes mit "normaler" Aktivität bei einer Außentemperatur von etwa 20°C dar, ohne Rücksicht auf besonderen Energieverbrauch aufgrund von Erkrankungen oder einer anderen Ausnahmesituation wie beispielsweise Trächtigkeit oder Säugen. Dieser Nahrungsbedarf wird sozusagen als Standard, bezogen auf einen mittelgroßen Hund (10 bis 25 kg), gewählt und dient als Bezugswert, um allen Veränderungen, die durch Bewegung, Trächtigkeit, Alter oder chronische Krankheiten entstehen, Rechnung zu tragen. Die körperliche Bewegung des Hundes ist selten auf das absolute Minimum begrenzt und so bedeutet eine angemessene Ernährung zur Versorgung des Hundes, seine Gesundheit zu erhalten, indem Übergewicht, das leider bei Hunden verbreitet ist, vermieden wird.
Die wichtigsten Merkmale hierfür sind:
Die folgenden Anteile geben die Verteilung einer ausgewogenen Ernährung eines mittelgroßen erwachsenen Hundes an und sollten bei der Futterzusammenstellung berücksichtigt werden:
Dabei benötigt der erwachsene Hund eine bestimmte Energiemenge um sein Gewicht zu halten. Je höher das Gewicht (und die Größe des Hundes) ist, desto geringer wird der Energiebedarf pro Kilogramm Körpergewicht: Der Grundwert beläuft sich auf 132 Kcal verstoffwechselbare Energie pro Kilogramm Körpergewicht hoch 0,75. Das bedeutet, dass Hunde kleiner Rassen kalorienreicheres, also fetthaltigeres Futter erhalten sollte, als Hunde mittlerer Größe. Die Erhöhung des Energiegehaltes beinhaltet auch die Erhöhung der Konzentration an Proteinen, Mineralstoffen und Vitaminen im Futter. Bei Hunden großer Rassen müssen zusätzlich ihre Lebensweise sowie anatomische Besonderheiten ihres Darmtraktes berücksichtigt werden. Hier kann durch eine Erhöhung der Energiekonzentration die Futtermenge verringert werden und damit das Risiko von Verdauungsstörungen oder gar einer Magenerweiterung oder -drehung.


