Die Haut bildet im weitesten Sinn die Grenze zwischen dem Organismus und der Umwelt. Sie besteht aus zwei Strukturen: der Haut im eigentlichen Sinn, also einer Hornstruktur, und ihrer Anhänge (Haare, verschiedene Drüsen).
Nur Dermis und Subkutis enthalten Gefäße und Nerven, die Informationen sowohl von außen als auch von innen aufnehmen.
1. Leithaar
2. Epidermis
3. Dermis
4. Aufrichtemuskel
5. Unterhautfett
6. Talgdrüse
7. Schweißdrüse
8. Grannenhaar
9. Papille (scheidet die Haarsubstanz aus)
Es gibt verschiedene Arten von Anhängen:
Beim Hund sind die Haarfollikel in Gruppen zusammengefasst, die jeweils ein zentrales Leithaar aufweisen, das dicker und länger ist als die anderen, die so genannten Grannenhaare (beim Welpen noch nicht vorhanden).
Die Felldichte hänge von der Rasse und vom Alter ab. Je weicher das einzelne Haar ist, desto dichter ist das Fell. So liegt die Dichte der Follikelgruppen pro Quadratzentimeter beim Deutschen Schäferhund bei 100 bis 300, während sie bei Hunden mit weicherem Fell 400 bis 600 betragen kann. Die Anzahl der Follikelgruppen ist schon bei der Geburt festgelegt. Das Jungtier hat allerdings zunächst ausschließlich Leithaare (die Flaumhaare), was das Fell weich erscheinen lässt. Während des Wachstums verringert sich der Winkel der Haare zur Haut, bis er beim erwachsenen Tier bei etwa 45° liegt.
Die Fellfarbe ist genetisch festgelegt; eine Farbe ist dabei dominant gegenüber einer oder mehrerer anderer Farben. Das erklärt die Vielfalt beim Haarkleid der Hunde und bestimmten charakteristische Abzeichen bei einigen Rassen; so haben beispielsweise die Abzeichen eines Beagles nichts mit den Abzeichen eines Deutschen Schäferhundes gemeinsam.
Jeder Hundebesitzer kennt das Problem: Zum Sommeranfang liegen überall große Haarbüschel auf dem Boden. Haare sind nicht unsterblich; sie folgen vielmehr einem Zyklus, der mit dem Haarausfall endet: dem Haarwechsel oder Abhaaren. Der Hund erlebt, wie auch die Wildtiere, zwei Haarwechsel pro Jahr, er hat also ein Sommer- und ein Winterfell. Das jahreszeitlich bedingte Abhaaren lässt sich durch die Follikelaktivität erklären, die drei Phasen umfasst:
Im anagenen Stadium wächst das Haar, und der Follikel liegt tief in der Dermis. Dieses Stadium dauert beim Hund etwa 130 Tage, beim Afghanischen Windhund 18 Monate.
Das katagene Stadium ist die Ruhephase. Das Wachstum kommt zum Stillstand, und die Haarscheide wandert nach oben.
Im telogenen Stadium bildet sich der Follikel bis zur Öffnung der Talgdrüsen zurück, die Haarwurzel nimmt eine konische Form an, und das Haar fällt schließlich aus. Anschließend beginnt ein neues Haar das anagene Stadium im selben Kanal wie sein Vorgänger.
Natürlich fallen nicht alle Haare gleichzeitig aus. Der Haarwechsel beginnt hinten und setzt sich progressiv nach vorne fort. Das Winterfell ist deutlich dicker als das Sommerfell und bietet einen besseren Schutz gegen Kälteeinbrüche.
Der Haarwechsel geschieht nicht willkürlich. Der Hauptauslöser für das Abhaaren scheint die Photoperiode zu sein (das Verhältnis von Tageslicht zu Dunkelheit). Man nimmt an, dass die zunehmende Tageslänge den Haarwechsel im Frühling auslöst und die abnehmende Tageslänge den Haarwechsel im Herbst. Temperaturänderungen haben nach dieser These lediglich einen Einfluss auf die Dichte und die Geschwindigkeit der Erneuerung des Fells, sind aber nicht der Auslöser für den Haarwechsel.
Beim Haarwechsel ändert sich die Fellfarbe nicht, obwohl bei älteren Tieren die Haare an der Schnauze weiß nachwachsen können. Regelmäßige Fellpflege ist beim Hund äußerst wichtig, um Erkrankungen zu vermeiden.
1. Karpalballen
2. Sohlenballen
3. Zehenballen
4. Kralle
5. Afterkralle
1. Fesselbein
2. Sehne des Zehenstreckers
3. Kronbein
4. Sehne des Zehenbeugers
5. Sesambein
6. Unterhautgewebe
7. Krallenbein
8. Epidermis
9. Kralle