Der Hundebesittzer muss also alle diese positiven und negativen Elemente berücksichtigen, bevor er seine Entscheidung trifft. Interessanterweise gibt es zahlreiche soziologische und psychologische "Klassifizierungen" von Menschen in ihrer Beziehung zum Hund.
Eine davon unterscheidet zum Beispiel vier möglichen Einstellungen zum Haustier:
In einer anderen, von einem Unternehmen der Haustierindustrie in Auftrag gegebenen Studie, wurde die Einteilung der Hundebesitzer anhand einer detaillierterer menschlichen Typologie vorgenommen, ausgehend von zwei Themen:
Es wurden anschließend acht verschiedene Besitzergruppen unterschieden und – ausgehend vom Hund selbst – definiert: der "drollige Streuner", der "alte Gefährte", der "Modehund", der "Freund des Kindes", der "Bewacher materieller Werte", der "wilde Naturbursche", das "gute Gewissen" sowie das "Symbol für Recht und Ordnung."
Eine andere Umfrage, nicht ganz so phantasievoll, aber zweifellos realistischer, untersuchte die Hundebesitzer im Hinblick auf ihr Verhalten dem Tier gegenüber. Auf einer Skala zwischen rational und emotional sehen die Resultate folgendermaßen aus:
Diese Untersuchung zeigt, dass gut jeder dritte Besitzer sein Verhalten selbst als extrem einstuft, entweder als ultrarational oder als extrem emotional – also jenseits des Platzes, den der Hund im Empfinden und im Leben eines Menschen eigentlich einnehmen sollte.
Ein guter Halter liegt zweifellos zwischen diesen beiden Extremen. Er muss die Regeln des Verhaltens, der Hygiene, des Lebensstils, der Ernährung und der Gesundheit unter einen Hut bringen und das Tier in der Rolle respektieren, die ihm die Natur zugewiesen hat. Ein Hund ist ein Hund und kein kleiner Mensch. Wenn er nicht sprechen kann, so hat ihm doch die Natur zum Ausgleich andere, ebenso wirksame Ausdrucksmittel verliehen. Der Mensch muss dem Hund gegenüber ein Verhalten an den Tag legen, das er verstehen kann, und darf ihn vor allem nicht wie ein Kind behandeln. Wer begriffen hat, dass der Reichtum des Lebens auf unserem Planeten nur möglich ist, wenn wir die Vielfalt der Tierarten respektieren, kann sich auch am Anblick eines Hundes erfreuen, der nicht das Bedürfnis hat, das Bett seines Halters zu teilen.
Wenn Ihr Hund stirbt
Ein Hund lebt im Allgemeinen nicht so lange wie sein Halter; man sollte also schon darauf vorbereitet sein, eines Tages bei seinem Tod Trauer zu verspüren (von dem unsäglichen Schmerz, den ein Kind dabei verspürt, gar nicht zu reden!).
Im besten Falle geschieht dieser Tod plötzlich. Aber manchmal wäre es, nach einer schmerzhaften Krankheit, auch gut, wenn der Halter die Kraft hätte, das Leiden seines Hundes zu beenden, indem er ihn einem Tierarzt anvertraut, der ihm eine Spritze gibt, ihn sanft für immer einschlafen lässt und ihm Schmerz und Angst erspart.
Übrigens kann man für Hunde, die außer ihrem emotionalen Wert auch einen Marktwert besitzen (Ausstellungshunde, Blindenhunde, Lawinenhunde...) unter bestimmten Bedingungen bei einer Versicherungsgesellschaft eine Lebensversicherung abschließen.
Selbstverständlich dürfen Sie die sterblichen Überreste Ihres Hundes auf keinen Fall auf offener Straße oder im Hausmüll entsorgen.
In Deutschland erlaubt es das Gesetz jedoch jedem Einzelnen, nach Gutdünken und im Rahmen seiner finanziellen Mittel zu entscheiden, ob er:
Es ist keine Schande, beim Tod seines Tieres tiefe Trauer zu verspüren. Dennoch gibt es eine Reihe unterschiedlicher Möglichkeiten, sich von seinem Tier angemessen zu verabschieden, ohne gleich zu übertreiben und dem Tier Monumente zu errichten!
Was wäre der Mensch ohne den Hund?
Was wäre der Mensch ohne den Hund? Man wagt es sich gar nicht auszumalen. Da der Hund der Freund des Menschen ist, stünde der Mensch plötzlich ohne Freund da. Der Blinde stünde hilflos am Straßenrand, der Reisende verschwände an den Anhängen des St. Bernhard im Schnee, ohne je den Rum der guten Ordensbrüder gekostet zu haben; im Zirkus könnten wir nicht mehr zusehen, wie Le Barbet Domino spielt, Zeitung liest und bis zwölf zählt; die kleinen Kinder wären völlig verwirrt, sie müssten ihre Töpfe an die Schwänze von Königstigern binden; die armen Verwandten zögen schamlos in die Villa des reichen Vetters. Es gäbe keine vernünftige Ablenkung mehr, keine Ruhe, keine Polizei, keinen Spaß, keine Freundschaft.
Alexandre Vialatte
Chronique de chien
In "Et c'est ainsi qu'Allah est grand"
Éd. Juillard, Paris