Im Rahmen der Gebrauchtshundeprüfungen werden mit den Zuchttauglichkeitsprüfungen (ZTP) oder den Schutzhundprüfungen (SchH) die natürlichen Fähigkeiten und die Dressur des Hundes bewertet. Nachfolgend sind die wichtigsten Prüfungen aufgeführt:
Hütehund-Wettbewerbe
Sie entstanden als Anreiz für Schäfer, ihre Hunde auszubilden und vorzustellen, verlangen dem Hund sehr viel Gehorsam ab und setzen echtes Verständnis zwischen Hund und Herrn voraus. Diese Vorführungen sind sehr eindrucksvoll. Es gibt verschiedene Wettbewerbsarten, z.B. spezielle Prüfungen für Border Collies sowie Prüfungen für andere Hütehundrassen und Hütearten.
Der erste Schäferhund-Wettbewerb wurde von Lloyd Rice im Jahre 1873 in Bala (Wales) ausgerichtet und war ein großer Erfolg. Es folgten viele weitere Wettbewerbe, die ab 1876 sowohl in Wales als auch in anderen Ländern stattfanden.
Der erste internationale Wettbewerb speziell für Border Collies fand 1906 in Schottland statt, nachdem die Richtlinien von den Rassevereinen aufgestellt worden waren. Inzwischen gibt es diese Wettbewerbe auch in Frankreich und anderen europäischen Ländern; sie stehen allen Border Collies offen, die im jeweiligen Zuchtbuch eingetragen sind und von ihren Besitzern vorgestellt werden.
Der Hund arbeitet mit einer Herde von fünf Schafen. In einer bestimmten Zeit muss er sie durch einen aus zwei Barrieren bestehenden Gang in ein Gehege treiben und anschließend zwei Tiere von der Herde trennen. Dies ist eine der schwierigsten Aufgaben, denn der Hund arbeitet an einer kleinen Herde. Er kann dies ebenso an zwei Herden mit jeweils zehn Schafen tun, wobei er jede Herde einzeln in das Gehege treibt. Anschließend verfährt er mit der gesamten Herde genau so, wie er es bei einer einzigen, aus fünf Schafen bestehenden Herde tun würde. Wird mit zwei Hun den gearbeitet, werden dabei sechs Schafe eingesetzt. Die beiden Hunde, die sich nicht in die Quere kommen dürfen, führen die Herde zum Schäfer und teilen sie in zwei gleich große Herden ein. Anschließend treibt jeder Hund seine Herde in ein separates Gehege.
Bereits seit seiner Gründung veranstaltet der französische Hütehundverein Wettbewerbe an Schafen. Der erste fand 1886 in Chartres, der zweite 1897 in Angerville statt. Diese Wettbewerbe für alle Rassen finden auf einer großen, von hohen Bäumen umgebenen Weide statt. Zwei gepflügte Rillen bilden einen S-förmigen Weg von 6 m Breite und ca. 400 m Länge. Auf diesem Weg befinden sich drei Hindernisse: Ein Graben, eine Wegverengung und eine Rasenböschung. In Koppeln am Ende der Weide befinden sich zwei Schafherden. Die Schäfer müssen diese nun zusammen mit ihren Hunden auf dem Weg zum anderen Ende der Weide führen, wo sich weitere Koppeln befinden.
Die 1911 gegründete französische Vereinigung der Hütehunde hat zum Ziel, Zucht und Dressur von Hütehunden an Schafherden zu fördern. 1961 stellten der Schafzüchterverband und der Dachverband für Hundewesen offizielle Wettbewerbsrichtlinien sowie Regeln für die Vergabe des Arbeitsdiploms und anschließend des Befähigungsnachweises für die Gebrauchsmeisterschaft auf.
Die Parcours werden so angelegt, dass sie normalen Arbeitsbedingungen entsprechen. Die Wettbewerbe stehen Hunden aller Rassen offen.
Die mindestens ein Jahr alten Hunde werden von einem Schäfer oder Schafzüchter geführt und müssen die aus 120 bis 150 Tieren bestehende Schafherde in eine Koppel treiben, sie durch eine Wegenge, über eine befahrene Autostraße und entlang eines Feldes von ca. 400 m Länge führen.
Dank der Sorgfalt, die die Rassehundzuchtvereine bei der Organisation dieser Wettbewerbe walten lassen, finden diese heute unter Bedingungen statt, die den wirklichen Arbeitsbedingungen fast entsprechen. Es ist in der Tat besser, dass der Hund die Initiative ergreift, als einen Hund zu haben, der vollkommen von seinem Führer abhängig ist. Diese Wettbewerbe ermöglichen es außerdem, den Hütehund in voller Aktion zu präsentieren und sind für den Züchter ein Anreiz, die Zuchtauswahl der Hunde eher anhand ihrer Leistungen und nicht nur nach der äußeren Erscheinung vorzunehmen.
Die wichtigsten Prüfungen, in denen die Hunde einer Rasse gegeneinander antreten können, sind die Hütehundewettbewerbe (an Herden), die Field Trial-Prüfungen (Vorstehhunde), Hetzjagdwettbewerbe (Laufhunde), Bauhundewettbewerbe, Stöberhundeprüfungen (Trüffelhunde), Rettungs- oder Wasserarbeitsprüfung (vor allem für Neufundländer) und Windhundrennen (Whippets, Greyhounds).
Parallel zu diesen Wettbewerben enstanden sich Hundesportarten wie beispielsweise Agility- oder Schutzhundprüfungen, woran die derzeitige Begeisterung der Öffentlichkeit für so genannte Sporthunde im Gegensatz zu reinen "Gesellschaftshunden" maßgeblich beteiligt ist. Solche Wettbewerbe sind aufgrund ihres spielerischen Aspekts ausgezeichnete Methoden zur Sozialisierung, Erziehung und somit zur Eingliederung des Hundes in die Gesellschaft.
Die Agillityprüfung steht allen Hunden offen, unabhängig von Größe, Alter und Rasse. Die Hunde durchlaufen zusammen mit ihrem Führer einen Hindernisparcours, der ähnlich wie ein Trainingsgelände beim Militär oder ein Verkehrsgarten aussieht. Bei dieser Prüfung müssen Hund und Führer perfekt aufeinander eingespielt sein.
Bei Schutzhundeprüfungen werden zahlreiche Fähigkeiten geprüft (Unterordnung, Fährtensuche, Verteidigung, Motivation usw.), und manchmal kann man diesen Wettbewerb mit Fug und Recht das Abitur des Gebrauchshundes nennen. Die Klassen reichen hierbei von 1 bis 3, je nach Schwierigkeitsgrad des Parcours und der gestellten Aufordereungen.
Die Agillityprüfung steht allen Hunden offen, unabhängig von Größe, Alter und Rasse. Die Hunde durchlaufen zusammen mit ihrem Führer einen Hindernisparcours, der ähnlich wie ein Trainingsgelände beim Militär oder ein Verkehrsgarten aussieht. Bei dieser Prüfung müssen Hund und Führer perfekt aufeinander eingespielt sein.
Bei Schutzhundeprüfungen werden zahlreiche Fähigkeiten geprüft (Unterordnung, Fährtensuche, Verteidigung, Motivation usw.), und manchmal kann man diesen Wettbewerb mit Fug und Recht das Abitur des Gebrauchshundes nennen. Die Klassen reichen hierbei von 1 bis 3, je nach Schwierigkeitsgrad des Parcours und der gestellten Aufordereungen.
"Nach welchen Kriterien ermittelt der Richter einen Champion, vor allem dann, wenn die vorgestellten Hunde von unterschiedlicher Rasse sind?"
Zunächst vergleicht der Richter jeden Hund mit dem offiziellen Standard, der als Ideal der jeweiligen Rasse gilt. Diese Standards, die sich auf Körperbau und Temperament des Tieres beziehen, werden von den großen Zuchtverbänden (Fédération Cynologique Internationale, American Kennel Club in den USA, British Kennel Club in Großbritannien, usw.) aufgestellt. Anschließend wählt der Richter unter den vorgestellten Hunden denjenigen aus, der dem jeweiligen Rassestandard am ehesten entspricht.
"Wenn die Beurteilung der Hunde nach einem einheitlichen Standard erfolgt, warum werden die selben Hunde dann von verschiedenen Richtern unterschiedlich beurteilt?"
Verschiedene Faktoren spielen eine Rolle. So bewertet beispielsweise jeder Richter anders und legt den Standard nach seinem eigenen Ermessen aus, er hat be-stimmte Erfahrungen gemacht, er hat gewisse Vorlieben oder legt auf spezielle Kriterien mehr Wert als auf andere. Der Faktor des Zusammenspiels zwischen Hund und Führer ist ebenfalls von Bedeutung. So kommt es vor, dass ein Hund von einer bestimmten Person besser vorgestellt wird als von einer anderen, der Gesundheits-zustand von Hund und/oder Herr ist nicht immer gleich, auch die Außentemperatur kann Auswirkungen auf bestimmte Rassen haben.Darüber hinaus erwartet der Richter von den Ausstellern ein bestimmtes Verhalten. Sie müssen pünktlich erscheinen, damit der Ablauf der Veranstaltung nicht gestört wird, weil der Richter sich ansonsten nicht konzentrieren kann und sich das Bild, das er sich von allen zu beurteilenden Hunden macht, verfälschen würde. Den Ausstellern muss bekannt sein, wie sie sich bei der Vorstellung des Hundes zu verhalten haben. Jeder Richter hat dabei seinen bevorzugten Stil, von dem es aber nur wenige Abweichungen gibt. Es empfiehlt sich also, den Richter, der die Prüfung abnimmt, genau zu beobachten, um seine Vorlieben und Erwartungen in Erfahrung zu bringen. Schließlich müssen die Aussteller das Endergebnis des Wettbewerbs akzeptieren, selbst wenn ihr Hund nicht den erwarteten Platz erreicht hat. Ansonsten wird der Hund so vorgestellt, dass der Richter Gebiss, Kopf sowie all das betrachten kann, was ihm zu seiner Beurteilung wichtig erscheint. Dies muss ihm schnell und einfach möglich sein, ganz gleich, ob sich der Hund auf dem "Tisch" befindet, auf dem Boden steht oder läuft. Junghunden gegenüber wird er sich jedoch etwas kulanter zeigen. Sie sollten allerdings sauber und, soweit rassetypisch, getrimmt sein, da dies als Zeichen von Respekt gewertet wird.
"Nach welchen Kriterien wird die Qualität eines Rassehundes bestimmt?"
Die Kriterien lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:
Die Definition eines "guten" Hundes könnte folgendermaßen lauten: Er soll möglichst viele Eigenschaften seines Geschlechts und seiner Rasse aufweisen, von einwandfreiem Temperament sowie ausreichend trainiert und an Vorführungen gewöhnt sein, um seine Qualitäten schnell zu zeigen.
Helena Mentasi de Spektor, internationale Richterin
Adolfo Spektor, Tierarzt, internationaler Richter
Field Trials, d.h. Arbeitsprüfungen im Felde sind sehr beliebte sportliche Prüfungen für Jagdhunde bzw. Vorstehhunde. Es gibt drei Arten von Prüfungen:
Bei einer solchen Prüfung hat der Hund 15 Minuten Zeit, um seine herausragenden Qualitäten als Jäger unter Beweis zu stellen. Er muss mit hoch erhobenem Kopf und flottem Gang das ihm zugewiesene Gebiet erforschen und dabei in Schleifen vor seinem Führer hergehen. Jedes Vorbeigehen am Führer muss in einem bestimmten Abstand erfolgen, der dem entspricht, was die Richter "eine Flintenschussweite" nennen. Der seitliche Abstand zum Führer, den der Hund dabei einzuhalten hat, hängt von der Rasse des Hundes sowie der rassetypischen Reichweite der jeweiligen Suche ab.
Bei diesen Wettbewerben werden Hunde kontinentaleuropäischer Rassen (Bracken, Haarkleid; eumetrisch, gerades, mittelgroßes Gebäude. Die kontinentaleuropäischen Arten sind Vorstehhunde. Britische Arten ("Spaniel") werden vor allem als Stöberhunde eingesetzt.','Spaniel');">Spaniel, Pinscher usw.) nicht anhand der gleichen Prüfungen beurteilt wie Hunde englischer Rassen (Setter, Pointer). Erstere treten stets allein an, während zweitere sowohl einzeln als auch zu zweit teilnehmen können. Einige hoch begabte Hunde können auch an einem "die große Suche" genannten Wettbewerb teilnehmen.
Die große Suche wird nur für Hunde englischer Rassen organisiert, eine äußerst schwierige Prüfung, die Hunden mit sehr viel Temperament vorbehalten ist. Es handelt sich um eine Art Wettlauf in Schleifen, deren Durchmesser bisweilen fast 100 Meter beträgt. Die Hunde treten ausschließlich paarweise an; sie benötigen einen ausgeprägten Geruchssinn und müssen in ausgezeichneter körperlicher Verfassung sein.
Die Suche im französischen Stil gestaltet sich einfacher. Sie wird wie ein Frühlingswettbewerb in vier Kategorien durchgeführt: Einzeln englisch, Paar englisch, Einzeln kontinental und Paar kontinental.
In allen Wettbewerben werden die Hunde nach Geschwindigkeit, Dressur, Geruchssinn, Jagdleidenschaft, Suchweite, Kopfhaltung und Stil von den Richtern beurteilt, die sich an ein sehr genaues Bewertungssystem halten. Lediglich fünf Fehlermotive führen zum Ausschluss: Ungenügende Gesamtqualitäten des Hundes; Entfernen des Hundes vom Führer, ohne seinem Rückruf zu gehorchen und somit Aufgabe der Suche; Verfolgen des Wildes nach Anzeigen oder Nicht-Anzeigen des Stillstandes; übertriebene Furcht vor Schüssen; Aufscheuchen von Wild, ohne dass dies dem Hund bewusst ist.
Alle Wettbewerbe vergeben Auszeichnungen gemäß der "Gebrauchs"-Kodifizierungen, so wie sie von den offiziellen Stellen für Hundewesen festgelegt wurden. Die höchste Auszeichnung ist der CACIT (Certificat d'Aptitude au Championnat International de Travail, Befähigungsnachweis zur internationalen Gebrauchshunde-Meisterschaft).
So wurde eine althergebrachte, für den Hund so natürliche Tätigkeit wie die Jagd mit der Zeit zu einem Hundesport, der sich immer größerer Beliebtheit erfreut.
GLOSSAR DER GÄNGIGEN BEGRIFFE UM DEN HUNDESPORT
Hundeverb䮤e und Abstammungsb?lt;br />FCI: F餩ration Cynologique Internationale (Internationaler Verband f?ologie)
AKC: American Kennel Club (USA)
KC: Kennel Club (Groߢritannien)
SCC: Soci鴩 Centrale Canine (Dachverband f?dewesen, Frankreich)
VDH: Verband f? Deutsche Hundewesen (Deutschland)
LOF: Livre des Origines Fran硩ses (franz?ches Abstammungsbuch)
RI: Registre Initial (Erstverzeichnis)
CRA: Soci鴩 Canine R駩onale (Regionalverband f?dewesen, der SCC angeschlossen) SV: Soci鴩 de V鮥rie (Hetzjagdverband), SPV: Soci鴩 Petite V鮥rie (Kleine Hetz-jagd), SGV: Soci鴩 rande V鮥rie (Groߥ Hetzjagd)
CEC: Club d'Education Canine (Verein f?deerziehung)
Bef䨩gungsnachweise
CACS (oder CAC): Certificat d'Aptitude de Conformit頡u Standard (Bef䨩gungsnachweis zur Konformit䴠mit em Rassestandard)
CACIB: Certificat d'Aptitude au Championnat International de Beaut頨Bef䨩gungsnachweis zur internationalen ch?its- bzw. Rassestandard-Meisterschaft)
CACT: Certificat d'Aptitude au Championnat de Travail (Bef䨩gungsnachweis zur Gebrauchshunde-eisterschaft)
CACIT: Certificat d'Aptitude au Championnat International de Travail (Bef䨩gungsnachweis zur internationalen Gebrauchshunde-Meisterschaft)
RCACS: R鳥rve de CACS (Reserve-CACS)
RCACIB: R鳥rve de CACIB (Reserve-CACIB)
RCACT: R鳥rve de CACT (Reserve-CACT)
RCACIT: R鳥rve de CACIT (Reserve-CACIT)
SchH: Schutzhundpr?lt;br />FH: F䨲tenhundpr?lt;br />Champion-Titel
Chs oder CS: Champion de France de Standard (Franz?cher Standardchampion)
ChIB oder IB: Champion International de Beaut頨Internationaler Sch?itschampion)
ChT oder T. Champion de France de Travail (Franz?cher Gebrauchschampion; Vorstehhunde oder Spaniel)
ChIT oder IT: Champion International de Travail (Internationaler Gebrauchschampion; Vorstehhunde)
ChT/CA oder CA: Champion d'Automne (Herbstchampion; Vorstehhunde)
ChT/GQ oder GQ: Champion de France de Travail en Grande Qu괥 (Franz?cher Gebrauchschampion in der Disziplin Groߥ Suche; Vorstehhunde)
ChTM oder TM: Champion de France de Travail sur Moutons (Franz?cher Gebrauchschampion in der Arbeit an Schafen)
ChT/CP oder CP: Champion de France de Chasse Pratique (Franz?cher Champion in der praktischen Jagd; Dackel)
ChT/TF oder TF: Champion de France de Travail ࠬa Fran硩se (Franz?cher Gebrauchschampion in franz?cher Disziplin; Retriever)
ChT/TA oder TA: Champion de France de Travail ࠬ'Anglaise (Franz?cher Gebrauchschampion in englischer Disziplin; Retriever) oder Champion de France de Travail Artificiel (Franz?cher Gebrauchschampion in k?cher Arbeit; Blutsp?e)
ChT/TN oder TN: Champion de France de Travail Naturel (Franz?cher Gebrauchschampion in nat?er Arbeit; Blutsp?e)
Ch. INT: Champion International (internationaler Champion)
ChT/P oder TP: Champion de France de Pistage (Franz?cher F䨲tensuchchampion)
ChT/PC oder TPC: Champion de France de Travail Pratique en Campagne (Franz?cher Gebrauchschampion in praktischer Arbeit im Gel䮤e)
ChT/R oder CTR: ChT/PC oder TPC: Champion de France de Travail en Ring (Franz?cher Gebrauchschampion in der Arbeit im Ring)
ChT/GT: ChT/PC oder TPC: Champion de France de Travail sur Gibier Tir頨Franz?cher Gebrauchschampion in der Arbeit an erlegtem Wild)
TR: Field Trialer
FC: Champion de France de Cavage (Franz?cher St?champion; Tr?unde)
RCI: R觬ement de Concours International (Internationale Wettbewerbsordnung oder RCI-Champion)
CF: Coupe de France (Siegerpokal Frankreichs oder Gewinner des Franz?chen Siegerpokals)
VI: Champion National de Vitesse (nationaler Geschwindigkeitschampion)
SPC: Laur顴 Standard Course (Sieger im Standardrennen; Windhunde)
SPP: Laur顴 Standard Performance Poursuite (Sieger im Verfolgungsrennen; hinter einem K?)
BIS. Best in Show
BoB: Best of Breed
Klassen
COM: Classe Ouverte aux M⬥s (offene Klasse f?nliche Hunde)
COF: Classe Ouverte aux Femelles (offene Klasse f?bliche Hunde)
CJM: Classe Jeune M⬥s (Jugendklasse m䮮liche Hunde)
CJF: Classe Jeune Femelles (Jugendklasse weibliche Hunde)
CTM: Classe Travail M⬥s (Gebrauchsklasse m䮮liche Hunde)
TF: Classe Travail Femelles (Gebrauchsklasse weibliche Hunde)
C. Ch. M: Classe Champion M⬥s (Championklasse m䮮liche Hunde)
C. Ch. F: Classe Champion Femelles (Championklasse weibliche Hunde)
CEINM: Nationale d'Elevage M⬥s (nationale Z?klasse, m䮮liche Hunde)
CEINF: Nationale d'Elevage Femelles (nationale Z?klasse, weibliche Hunde)
CLE: Classe Lot d'Elevage (Zuchtmaterialklasse)
CM: Classe Meute (Meutenklasse)
CDM: Classe D颵tant M⬥s (Anf䮧erklasse, m䮮liche Hunde)
CDM: Classe D颵tant Femelles (Anf䮧erklasse, weibliche Hunde)
Verschiedenes
R: Reproducteur Recommand頨empfohlener positiver Vererber)
EI: Reproducteur d'Elite (Elite-Vererber)
TAN: Test d'Aptitudes Naturelles (Test der nat?en F䨩gkeiten)
PH: Prix d'Honneur (Ehrenpreis)
PS: Prix Sp飩al (Sonderpreis)
Exc: Excellent (vorz?)
CRUFT'S DOG SHOW
Die Cruft's Dog Show ist die angesehenste Hundeausstellung der Welt.
Alles begann im Anfang des 19. Jahrhunderts in England, als Charles Cruft die glorreiche Idee hatte, "Meeresbiskuits" für Hunde in den USA zu verkaufen. Der Erfolg war so groß, dass er in London einen Handel mit diesen Hundekuchen eröffnete und zahlreiche Zwinger sowohl in England als auch auf dem Kontinent besuchte, um seine Ware zu verkaufen.
Auf diese Weise hatte er sich in der Hundewelt einen Namen gemacht. Deshalb betrauten ihn die Franzosen mit der Betreuung der Hundeausstellung bei der Foire de Paris, im Jahre 1878. Acht Jahre später organisierte er eine Show in London. Im Jahre 1891 fand schließlich die erste Cruft's Show statt, die äußerst erfolgreich war.
Nach Charles Crufts Tod im Jahre 1938 führte der B.C. auf Bitten der Witwe der British Kennel Club Dog sein Werk fort.
Heute findet die Cruft's Dog Show jedes Jahr im März in Birmingham statt, über 20.000 Hunde aus aller Welt nehmen an dieser Ausstellung teil.
Da der Vorstehhund bei weitem nicht der einzige Jagdhund ist, werden verschiedene Wettbewerbe veranstaltet, um die Fähigkeiten der anderen Rassen zu beurteilen. So können in Gebrauchsprüfungen für Retriever die Apportierqualitäten der vorgestellten Hunde verglichen werden. Auf Anweisung des Richters wird der Hund auf die Suche nach dem Wild geschickt, dann wird die Art und Weise, wie er das Wild findet und apportiert, bewertet.
Die üblicherweise an der kleinen Hetzjagd teilnehmenden Hunde können sich in zwei Prüfungen aneinander messen: Der Treibjagd auf Rotwild und der Treibjagd auf Hasen. Bei diesen Wettbewerben treten Meuten an, die aus drei bis neun Hunden bestehen.
Terrier und Dackel können an Prüfungen mit künstlichen Fuchs- oder Dachsbauten teilnehmen. Für Dackel gibt es darüber hinaus Prüfungen, bei denen Hasenfährten oder Blutspuren verfolgt werden, um verletztes Wild aufzuspüren.
Seit 1969 gibt es auch Trüffelsuchwettbewerbe, in denen die Suchgeschicklichkeit der Hunde verglichen wird. Der Hund muss sechs in einem 25 qm großen Gelände vergrabene Trüffel suchen und ihren Standort mit einem Pfotenschlag anzeigen. Hierbei muss er so schnell wie möglich vorgehen, ohne zweimal den selben Standort anzuzeigen (Strafpunkte) oder den Trüffel auszugraben und zu fressen (Ausschluss).
Dieser Wettbewerb umfasst zwei Kategorien, die Anfängerkategorie (maximal drei aufeinanderfolgende Teilnahmen), bei der der Hundeführer sich bei dem angeleinten Hund im Suchgelände befinden darf, und die Fortgeschrittenenkategorie, bei der der Hundeführer die Parzelle nur betritt, um den Trüffel auszugraben, dem Richter zu übergeben und seinen Hund wieder auf die Suche zu schicken.
Das Training für diesen Wettbewerb erfolgt auf die gleiche Art und Weise wie für die vorherigen Wettbewerbe; hier muss der Hund jedoch zusätzlich lernen, nicht zu heftig zu graben und die Grenzen der Parzelle einzuhalten.
Windhundrennen sind wahrscheinlich eine der ältesten Hundesportarten überhaupt. Die ersten Windhunde wurden bereits im 6. Jahrtausend v. Chr. beschrieben und im 2. Jahrhundert erwähnte Arrian in seinem Werk "Abhandlung über die Jagd" organisierte Wettbewerbe auf Wild in der Natur. Diese Tradition wurde von den keltischen Völkern übernommen.
Ende des 19. Jahrhunderts wurden die ersten Rennen mit Ködern und auf künstlichem Terrain oder Hunderennbahnen organisiert. Das erste Greyhound-Rennen (über 360 m) fand 1876 in Hendon, Großbritannien auf einer Pferderennbahn statt; einen richtigen Aufschwung erfuhr dieser Sport jedoch ab 1909, nach der Eröffnung der ersten Hunderennbahn Amerikas in Tucson, Arizona. Diese Sportart wird haupsächlich in Irland, Großbritannien und den Südstaaten der USA praktiziert.
Das Prinzip ist einfach: Sechs Hunde in Startboxen werden auf einer ringförmigen Sand- oder Rasenbahn freigelassen und verfolgen einen künstlichen Hasen, der von einem Kabel gezogen oder einem Motor betrieben auf einer Schiene am Innenkreis der Bahn entlang läuft.
In den dreißiger Jahren fand sich zu den Rennen ein sehr zahlreiches Publikum ein. Einige der Hunde wurden zu Berühmtheiten, so zum Beispiel Mick the Miller, der einen Rekord von 19 aufeinander folgenden Siegen aufstellte und auch im Greyhound Derby der Jahre 1929 und 1930 den Sieg davontrug. Die Beliebtheit dieser Rennen liegt zum Teil darin begründet, dass sie kurz sind (350, 480 oder 760 m) und dass man beträchtliche Wetten darauf abschließen kann.
In den angelsächsischen Ländern werden Windhundrennen von einem professionellen Publikum besucht, ähnlich wie dies bei Pferderennen der Fall ist. So finden sich am Ring Züchter, Trainer und Rennvereine wie beispielsweise der National Greyhound Racing Club ein, der seit 1972 Hunderen-nen in Großbritannien ausrichtet und die Richtlinien aufstellt. Allein London gibt es über als zehn Hunderennbahnen!
In den kontinentaleuropanischen Ländern - mit Ausnahme von Südeuropa – ist dieser Sport aus kulturellen und steuerlichen Gründen kaum verbreitet, in manchen Ländern sind Hundewetten verboten oder stark reglementiert. Darüber hinaus konnten Hunde aus Großbritannien bis vor Kurzem aufgrund der britischen Quarantänebestimmungen nicht aufs Festland gebracht werden, um dort an Rennen teilzunehmen oder Nachkommen zu zeugen.
Hunderennen mit Wetteinsatz finden in Irland, Großbritannien, den USA, Australien, Spanien und Marokko statt. Es werden im Wesentlichen Greyhounds von sehr hohem Niveau verwendet; die Rennstrecke beträgt meistens 400 Yards. Die Hunde werden wie richtige Athleten mit besonderer Sorgfalt gepflegt, in Trainingszentren untergebracht und Spezialkliniken wachen über ihre Gesundheit. In Großbritannien werden jährlich 20.000 Geburten von Greyhound-Rennhunden registriert; zu den Rennen finden sich mehr als 6.000 Besucher ein. Amerikanische Champions können beträchtliche Gewinnsummen von bis zu 125.000 Dollar in einem einzigen Rennen einbringen. In anderen Ländern werden andere Hunderassen, vor allem Whippets und Afghanen, für Hunderennen eingesetzt.
Die von Königin Elizabeth I. ins Leben gerufene Hasenjagd stellte lange Zeit eine Variante des Windhundrennens dar. Hierbei messen sich zwei Windhunde aneinander, die auf einen lebendigen Hasen losgelassen werden. Ein Richter zu Pferd beurteilt Geschicklichkeit und Schnelligkeit der Hunde. Der Hase kommt dabei nur selten zu Tode, die Tierschutzverbände sprechen sich jedoch trotzdem vehement gegen diese Jagd auf ein lebendes Tier aus und befürworten den Einsatz eines künstlichen Köders. Zu solchen Verfolgungsgrennen sind alle Windhundrassen zugelassen, denn Ziel ist es, die sportlichen Fähigkeiten jener Tiere zu erhalten, die nicht für Rennen auf der Hunderennbahn eingesetzt werden.
AHNENTAFELN UND GEBRAUCHSHUNDEPRÜFUNGEN
Die Ahnentafel gibt Aufschluss über die Vorfahren eines Hundes Titel, Auszeichnungen und Qualifikationen, die er während seiner Karriere erworben hat. Durch Auswerten dieser Informationen können die Eigenschaften des Hundes besser eingeschätzt werden.
Die Ahnentafel ist das endgültige Zertifikat der Eintragung ins Zuchtbuch, das vom Zuchtbuch führenden Rassehundezuchtverein ausgegeben wird. Ist es vollständig, können die Vorfahren des Hundes auf mindestens drei Generationen zurückverfolgt werden, und dies unabhängig davon, ob er aus Deutschland oder einem anderen von der FCI anerkannten Land stammt.
In der Ahnentafel findet man folgende Informationen: Name des Hundes und Name der Zuchtstätte, aus der er stammt, Rasse, Geschlecht, Fellfarbe, Wurftag, Tätowier- oder Chipnummer sowie Name des Züchters, Zuchtbuchnummer und Informationen zu den Vorfahren.
Im übrigen verfügen die Rassehundezuchtvereine über ergänzende Angaben zu Ausstellungsergebnissen und Gebrauchshundprüfungen und können somit wertvolle Informationen zu den Tieren zur Verfügung stellen.
EIN FORSCHUNGSZENTRUM FÜR RENNHUNDE
Greyhound-Hunderennen erfreuen sich im US-Bundesstaat Florida größter Beliebtheit. Diese "Leistungssportler", die in der Lage sind, 480 Meter in 25 Sekunden bei Spitzengeschwindigkeiten von über 70 km pro Stunde zu laufen, müssen besonders sorgfältig auf ihre Aufgabe vorbereitet werden, was ihr Training, ihre Ernährung, aber auch ihre tiermedizinische Betreuung anbetrifft - es handelt sich im wahrsten Sinne des Wortes um Sportmedizin. Hierbei stellen sich dem Tierarzt täglich neue Aufgaben. Deshalb wurde vor einigen Jahren in der Universität Gainesville in Florida das Forschungszentrum für Hundesportmedizin gegründet, das voll und ganz auf den Greyhound ausgerichtet ist und über eine eigene Trainingsbahn verfügt. So ist es den Tierärzten möglich, die spezifischen Probleme der Greyhounds in der Praxis zu beobachten.
Professor Mark Bloomberg, Universität Gainesville, Florida (USA)