Rintintin
Was gibt es Natürlicheres als ein solches Hunde-Abenteuer, dessen Geschichte selbst eher fiktiv ist denn aus dem richtigen, ruhigen Leben eines Bauernhundes gegriffen? Ein von den Deutschen im Zweiten Weltkrieg als Bote eingesetzter Hund wurde von einem amerikanischen Flieger aufgenommen, der ihn nach Kriegsende mit in die Vereinigten Staaten nahm. Er stellte fest, dass sein Schützling sehr lehnfähig war und beschloss daher, den Hund zu dressieren. Dies war die Geburtsstunde von Rintintin, der von 1922 bis 1932 22 Filme drehte, in denen er stets den Helden ohne Furcht und Tadel spielte, zu allem bereit, um die Unschuldigen zu verteidigen. Sein weltweiter Erfolg erhob ihn rasch in den Rang eines echten Stars. Er hatte seine eigene Garderobe, unterschrieb "eigenpfotig" seine Verträge und wählte seine Partner aus. Nach seinem Tod übernahm sein Sohn und schließlich der Enkel seine Rolle. Die vierte Generation von Rintintin brachte den Hund schließlich ins Fernsehen.
Lassie
Ein anderer Superstar unter den Hunden war die berühmte Colliehündin Lassie. Sie wurde für fünf Dollar einem Tiertrainer abgekauft und begann ihre Karriere 1942 in "Lassie kehrt heim". Rintintin verfolgte mit großer Geschwindigkeit Bösewichte und setzte mit spektakulären Sprüngen über Abgründe hinweg; Lassie dagegen verkörperte die Treue und Ergebenheit eines Hundes seinem Herrn gegenüber, insbesondere wenn es sich um ein Kind handelt. Diese Colliehündin ist auf der ganzen Welt bekannt. Ihr Trainer und Agent verlangte für sie unglaublich hohe Gagen (50.000 Dollar pro Jahr und 4.000 Dollar pro Werbespot!), eine Garderobe, eine eigene Sekretärin, ja sogar bezahlten Urlaub! Die Lassie-Dynastie war bis zur dritten Generation im Kino zu sehen, danach hielt sie auch im Fernsehen Einzug. Diese beiden Beispiele in der Geschichte des Kinofilms zeugen auch vom Geschick und vom Geschäftssinn der Trainer, die ihren Schützlingen Anerkennung als echte Schauspieler verschafften.