Da der Hund einen wichtigen Platz in der Gesellschaft einnimmt, liegt es auf der Hand, dass er auch in der Spielzeugwelt nicht fehlen darf und als verlässlicher Gefährte aller Kinder gilt. In praktisch allen Bereichen der Spielzeugindustrie, vom Stofftier bis hin zu Lernspielen, findet sich der Hund.
Im Gegensatz zu Fernsehen, Kino und Comic gibt es Spielzeug schon seit sehr langer Zeit. Spielen trägt zur Entwicklung der Gefühlswelt und der Fantasie des Kindes bei. Die ersten Spielzeughunde bestanden aus Lehm, Getreidepaste oder Holz waren auf ein Brett montiert, an dem sich Räder befanden, damit das Kind sie hinter sich her ziehen konnte. Später wurden sie aus beweglichen Einzelteilen gefertigt, um ihnen eine gewisse Wirklichkeitstreue zu verleihen, so konnten diese Spielzeughunde ihre Schnauze öffnen, mit dem Schwanz wedeln usw.
Zusammen mit dem Teddybär hat der Spielzeughund sämtliche Epochen durchlebt, ohne je aus der Mode zu kommen. Noch heute nimmt er einen bevorzugten Platz unter den Kinderspielzeugen ein. Er findet sich in den Zimmern der Kleinen, aber auch der Großen in Form von Sesseln, Garderobenständern, Lampen und Plüschtieren aller Art. Für die Kleinsten sind kuschelige, anschmiegsame und umgängliche Stoffhunde vertraute, beschützende Gefährten, die zudem auch ihre Größe haben. Die Hunderasse ist dabei sehr wichtig: Meistens handelt es sich um den Helden des neuesten Zeichentrickfilms, der gerade in die Kinos gekommen ist, beispielsweise Dalmatiner, aber auch Schäferhunde und Bernhardiner erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit.
Im Rahmen von Forschungsprojekten werden jedes Jahr zahlreiche Holz-, Stoff- und Plastikspielzeuge untersucht, um die Sinnesentwicklung von Kindern von 3 Monaten bis 2 Jahren zu verbessern. So wurde beispielsweise das Bellen eines Hundes in Entdeckungs- und Geräuschspiele aufgenommen. Auf diese Weise wird der Hund zum Lehrer oder, besser gesagt, zum Erzieher.
Die Begeisterung für solche Spiele rührt möglicherweise daher, dass ein echter Hund viel Zeit und Platz braucht und vor allem Verantwortung bedeutet. Mit einem Plüsch- oder Holzhund verfügt das Kind über einen Vertrauten, der so groß ist wie es selbst, sowie über einen netten Erzieher, der obendrein keinerlei Aufwand für die Eltern bedeutet.