Der Hund ist in allen Ländern fester Bestandteil der Kunst und des täglichen Lebens. Deshalb begegnet man ihm auch auf Briefmarken, sehr zur Freude zahlreicher Sammler. Ob er das Hauptmotiv einer Briefmarke ist oder lediglich ein winziges Detail darauf ausmacht, das sich nur dem echten Kenner offenbart – der Hund ist eines der in der Philatelie (Briefmarken, Briefmarkenhefte und andere Postwertzeichen) am häufigsten verwendeten Motive, deshalb raten die Briefmarkenclubs den Sammlern, sich auf z. B. auf eine Rasse oder ein bestimmtes Thema zu spezialisieren.
Einige Beispiele römischer Münzen
l Im Jahre 82 v. Chr. hielt der Magistrat Caius Manilius Limetanus die bewegende Szene fest, in der der alte Hund Argos seinen Herrn Odysseus wiedererkennt.
Im Jahre 69 v. Chr. wurde der Hund häufig zwischen den Beinen der Hirsche abgebildet, die einen von Diana geführten Wagen ziehen. l Im Jahre 64 v. Chr. war die Rückseite eines Hellers mit einem Windhund in vollem Lauf versehen. Diese Münze stammte von Caius Postumus.
Im Jahre 60 v. Chr. wurde eine Jagdszene dargestellt, in der ein Jagdhund ein verletztes Wildschwein angreift, l Im Jahre 45 v. Chr. stellte Titus Crisius auf einem Silber-Sesterz einen nach rechts laufenden Hund dar; auf einem Heller von Augustus war ein Hund zu sehen, der sich zu den Füßen der Göttin Diana saß und ihren Bogen und ihre Pfeile trug.
Die erste Idee zur Darstellung von Hunden auf Briefmarken war es, ein Tier aus dem jeweiligen Land abzubilden. 1887 gab es den ersten "Briefmarkenhund", einen prächtigen Neufundländer, der auf einer Briefmarke eben jener Insel prangte. In Belgien zieren belgische Schäferhunde die Briefmarken, in den skandinavischen Ländern findet man Schlittenhunde. Briefmarken mit Hundemotiven verkaufen sich im Allgemeinen sehr gut, deshalb ist er bisweilen auch auf Marken von Ländern abgebildet, die mit seinem Herkunftsland nicht das Geringste zu tun haben. So findet sich beispielsweise ein englischer Spaniel auf einer Briefmarke aus Nicaragua. Außerdem kann es sich bei ihm um ein reines Werbebild handeln, wie die Marke "Die Stimme seines Herrn" für Path
Die Darstellung eines Hundes auf einer Briefmarke kann auch interessante kulturelle Aspekte haben, wenn er auf einem Gemälde zu sehen ist, das als Briefmarkenmotiv verwendet wird oder wenn sich die Marke, auf der er prangt, in einem Buch oder einem Comic wiederfindet.
Darüber hinaus kann die Briefmarke eine Erinnerung an ein wichtiges Ereignis darstellen. So wurden in der Sowjetunion zahlreiche Briefmarken mit dem Bild von Laika, der ersten Hündin im All, herausgebracht. Briefmarken können auch erzieherischen Zwecken dienen, wie beispielsweise die Pariser Briefmarke "Apprenez-leur le caniveau", was soviel bedeutet wie "Bringen Sie Ihrem Hund bei, sein Geschäft am Straßenrand zu verrichten".
Leidenschaftliche Briefmarkensammler interessieren sich auch für die Geschichte des Hundes in dem Land, aus dem die jeweilige Marke stammt, und es ist ihnen wohl bekannt, dass beispielsweise im Alaska der 40er Jahre die Post per Hundeschlitten zugestellt wurde; dass es auf der Hundeinsel, einer Nachbarinsel von Saint-Pierre-et-Miquelon, ein Postamt gibt und dass die Hundeführer der Militärs im Ersten Weltkrieg über einen eigenen Poststempel verfügten...