Gegen Ende des Mittelalters fanden sich vermehrt Darstellungen des Hundes als Hausgenosse. In der Nähe von Damen, auf ihrem Schoß sitzend oder zu ihren Füßen, handelte es sich hierbei eher um Tiere kleinerer Rassen, nicht um Jagdhunde. Jene kleinen Windhunde oder anderen Zwerghunde waren bei ihren Herrinnen sehr beliebt und sie überschütteten sie mit Zärtlichkeiten. In der Renaissance geizten die Maler weniger mit Darstellungen von Hunden: Von den kleinen Schosshunden der Damen und jungen Mädchen über Windhunde und fein gepflegte Hunde bis hin zu größeren Tieren, treue Gefährten ihres Herrn, findet man in Bildern aus dem 16. Jahrhundert verschiedene Arten von Hunden. Damals begann auch die "Vermenschlichung" des Hundes. Bei Festbanketten lag er unter den Tischen und aß, was die Gäste ihm reichten, nach und nach wurde er zum Begleithund. Hunde wurden von Künstlern aus aller Welt gemalt. In Venedig beispielsweise wurden Malteser dargestellt, die sich, auf Kissen gebettet, während einer Gondelfahrt von ihrer Herrin verwöhnen lassen. Der Hund war jedoch auch weiterhin ein unverzichtbarer Gefährte bei der Jagd, wobei die Maler die Unterschiede zwischen den verschiedenen Jagdhundtypen immer deutlicher herausarbeiteten: Laufhunde, Vorstehhunde, usw.