Das Suchen nach Trüffeln, diesen so seltenen unterirdischen Pilzen, die den Beinamen "schwarzes Gold" tragen, wurde traditionell der Witterung verschiedener Tiere anvertraut: Ziegen, Schafen, Schweinen und, in neuerer Zeit, dem Hund, der flexibler und leichter zu transportieren ist. Alle Hunderassen können zu diesem Zweck eingesetzt werden, aber eine professionelle Ausbildung im Auffinden der Trüffel (künstliche Trüffel) oder als Sport (natürliche Trüffel) ist erforderlich.
Die traditionelle Methode besteht darin, einen Wurf Welpen, der für diese Tätigkeit vorgesehen ist, ab ihrer Geburt den Trüffelgeruch einzuprägen, indem man die Zitzen des Muttertieres mit Trüffelsaft einreibt und später der Nahrung systematisch Trüffelsaft beigibt. Der Hund assoziiert dann den Trüffelgeruch mit der Nahrungsaufnahme und wird die Neigung entwickeln, systematisch nach diesem Geruch zu suchen, vor allen Dingen, wenn er lange gehungert hat. Es empfiehlt sich jedoch, behutsam vorzugehen und nicht zu viel Trüffelsaft beizugeben, denn dieser wenig appetitliche Saft kann die Nahrungsaufnahme hemmen.
Die "Schlemmermethode" verbindet die Trüffelsuche mit der Suche nach einem Leckerbissen, dessen Geruch bereits mit dem der Trüffel verbunden ist (Käse, Schinken). Nach und nach wird nur die Trüffel eingegraben, und der Leckerbissen wird nach der Entdeckung als Belohnung für das Auffinden der Trüffel gegeben.
Die spielerische Methode - vor allem für den Welpen oder den jungen Hund geeignet – bringt das Spiel ein. Die Trüffel wird in einem Socken oder einem Kunststoffrohr versteckt, mit dem man den Welpen spielen lässt. Wenn er genug an dem Gegenstand hängt, versteckt man diesen und lässt ihn danach suchen. Wenn er ihn entdeckt, hat er durch den Trüffelgeruch sein Lieblingsspielzeug gefunden. Nach und nach wird die Trüffel allein versteckt, und das Spielzeug wird nach der Entdeckung als Belohnung gegeben.
Im Anfang hält der Herr seinen Hund auf den als reich an Trüffeln bekannten Gebieten an der Leine. Der Hund gewöhnt sich daran, dann selbst die interessanten Gebiete zu finden, zunächst an der Leine, später frei.