Das ideale Alter

Auch wenn es schwer ist, den großen Augen und den tapsigen Bewegungen eines Welpen zu widerstehen, sollten Sie doch überlegen, ob ein ausgewach­sener Hund aus dem Tierheim nicht vielleicht die bessere Lösung für Sie ist. Bei einem ausgewachsenen, gut erzogenen Hund erwarten Sie vor allem in den ersten Wochen sicherlich weniger Überraschungen, als bei einem zehn Wochen alten Welpen, der seine ganze Entwicklung noch vor sich hat. Ältere Hunde sind in Charakterdingen bereits gefestigt und haben viele Aspekte ihrer Umwelt bereits kennen gelernt, so dass sie diesen im Alltag ruhiger begegnen können. Idealerweise beherrschen sie die grundsätzlichen Kommandos, wie „Sitz" und „Platz" und sind stubenrein. Da sie im Zusammenleben mit Menschen bereits Erfahrungen sammeln konnten, finden sie sich häufig schneller in familiäre Strukturen ein als ein Welpe. Natürlich kann man auch bei einem älteren Tier nicht davon ausgehen, dass es perfekt erzogen und ohne „Macken" zu Ihnen kommt. Doch vor allem für ältere Menschen und solche, die nicht ausreichend Zeit in die Erziehung investieren können oder wollen, eignet sich ein ausge­wachsenes Tier.

Wenn die Entscheidung auf einen Welpen fällt, haben Sie hingegen die Möglichkeit, die Entwicklung Ihres Hundes von Anfang an mitzuerleben und mitzugestalten. Die Mutterhündin ist die erste, die den kleinen Welpen erzieht. Der Züchter unterstützt sie dabei, indem er die Kleinen mit allen möglichen Umweltreizen konfrontiert und für die richtige Mischung aus Neuem, Aufregen­dem und Zeit für Ruhe und Schlaf sorgt. Die wichtigsten Lernerfahrungen, Grundlagen für das ganze Hundeleben, werden im Alter zwischen fünf und zwölf, vielleicht vierzehn Wochen gelegt.

Damit auch Sie diese Phase noch nutzen können, um den Hund nach Ihren Vorstellungen zu fördern, sollten Sie den Welpen idealerweise im Alter zwischen acht und zehn Wochen zu sich holen.

zur Hundeweltzur Katzenwelt