Ehrlichiose

Ehrlichien zählen weder zu Bakterien noch zu Parasiten, sie nehmen eine Zwischenstellung ein.

Der Erreger der caninen monozytären Ehrlichiose (Ehrlichia canis) bzw. der granulozytären Ehrlichiose (Ehrlichia ewingii, Anaplasma phagocytophila) wird wie bei den Babesien durch Zecken übertragen.

Die befallenen Tiere zeigen hohes Fieber (bis zu 41°C), das bis zu 5 Tagen anhält, zudem sind die Hunde schwach und appetitlos, es kommt zum Erbrechen und Augenausfluß, Apathie, Anorexie, Durchfall, Zahnfleischbluten, Anämie, Vergrößerung der Milz und Leber, Lymphknotenvergrösserung. Bei geschwächtem Abwehrsystem kann es im späteren Verlauf der Erkrankung zu starkem Gewichtsverlust kommen. Blutungen auf Haut und Schleimhaut können auftreten, sowie Erbrechen, schwankender Gang, Muskelzuckungen und Augenveränderungen.

Die Verdachtsdiagnose wird durch einen im Vorbericht erhobenen vorausgegangenen Zeckenbefall, auftretende klinische Symptome, labordiagnostische Veränderungen in Blut und/oder Knochenmark, sowie eine erfolgreich durchgeführte antibiotische Therapie mit Tetrazyklinen gestellt.

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