Die geographische Verbreitung des Herzwurms umfasst den ganzen Mittelmeerraum mit Hochendemiegebieten in Norditalien (Poebene) und in der Toskana, Frankreich (vom Süden bis über den 47. Breitengrad, bis nördlich von Paris), sowie die gesamte Iberische Halbinsel, Griechenland und die Südschweiz (Kanton Tessin).
Die Larven der Herzwürmer werden über Stechmücken (Culicidae) übertragen. Über den Stichkanal gelangen diese in die Unterhaut, wo sie zwischen dem 3. und 12. Tag nach der Infektion die Häutung zu Larven vollziehen.
Diese wandern zwischen den Muskelfasern zum vorderen Abdomen, Thorax, Nacken, Vordergliedmaßen und Kopf, wo sie in Venen eindringen und im Blutstrom zum rechten Herzventrikel, zur Lungenarterie, sowie in die Hohlvenen des Hundes gelangen.
Auch gibt es Funde in zahlreichen anderen Lokalisationen, wie Bauchhöhle, ZNS, Auge und Bronchien. Die Häutung ist bis zum 70. Tag nach der Infektion abgeschlossen.
Das Herz erreichen die nun auf etwa 20-40 mm Länge herangewachsenen Stadien 70-120 Tage nach der Infektion.
Etwa 6 Monate nach der Infektion produzieren die Weibchen Mikrofilarien (Fadenwürmer), die in den Blutstrom abgesetzt werden.
Die Larven wandern also von der Haut in die Muskulatur, dringen dann in die Blutbahn ein und gelangen auf diesem Weg bis ins Herz.
Die Herzwurmerkrankung ist eine systemische Erkrankung, die vor allem Lunge, Herz, Leber und Nieren betrifft. In leichten Fällen treten chronischer Husten, zum Teil mit Blutbeimengungen im Speichel, Gewichtsverlust, Leistungsabfall, Kurzatmigkeit, Veränderungen des Haarkleides und geringgradige Anämie auf.
Die Inkubationszeit dauert mindestens 5-6 Monate, oft aber länger.
Die Diagnose der Herzwurmerkrankung erfolgt primär anhand des Nachweises von Mikrofilarien im Blut entweder direkt im gefärbten Blutausstrich oder mittels Anreicherungsmethoden.Weiters kommen neben verschiedenen Testkits auch immunologische, molekularbiologische und klinische Methoden zum Einsatz.
Bei der Prophylaxe (eigentlich Metaphylaxe) erfolgt die erste Applikation der monatlich zu verabreichenden Dosen 30 Tage nach Einreise in ein Endemiegebiet, die letzte Applikation 1-3 Monate nach letzt möglicher Exposition. Dies gilt für alle Medikamente, die entweder oral verabreicht werden, wie Heartgard 30, Interceptor, Milbemax und Praziquantel oder als Spot-on appliziert werden wie Stronghold.
Gegen Mikrofilarien wirken: Stronghold und Milbemax