
Bis zum 10. Monat schließt der Welpe den Muskelaufbau und die Festigung seiner Knochen ab. Sein Energiebedarf pro kg Körpergewicht liegt in dieser Phase um das 1,6-fache höher als der eines ausgewachsenen Hundes. Die Energiezufuhr muss jedoch so angepasst werden, dass die Gefahr einer zu raschen Gewichtszunahme vermieden wird.
In den ersten Lebensmonaten ist das Verdauungssystem des Welpen noch sehr sensibel. Seine Verdauungskapazität entwickelt sich erst langsam und bestimmte Nährstoffe, wie z.B. Stärke, können zunächst nur mäßig verdaut werden. Eine Nahrung nach Maß mit hochverdaulichen Proteinen, Fructo-Oligosaccariden und Fischöl sorgt für eine optimale Verdauung und eine effiziente Verwertung der Nährstoffe.
Die Wachstumsphase ist die sensibelste Phase im Hundeleben. Zahlreiche Faktoren wirken auf den jungen Organismus ein. Wichtigster Schutz in diesem Lebensabschnitt ist die Muttermilch der ersten Stunden. Man spricht hier auch vom Kolosturm. Es beinhaltet alle Antikörper, welche auch die Mutterhündin besitzt und so an ihre Welpen weitergibt.
Zwischen der 4. und 12. Lebenswoche ist das Immunsystem des Welpen einer besonderen Gefahr ausgesetzt, der sogenannten "Immunologischen Lücke". In diesem Lebensabschnitt sinkt der Schutz des Welpen, den er durch die Antikörper der Mutter erworben hat, ab, während gleichzeitig die Fähigkeit zur Bildung von eigenen Antikörpern noch nicht ausreidend entwickelt ist.
