
Machen Sie sich ein paar Grundsätze klar und beachten Sie sie bitte ein Hundeleben lang:
Zu autoritär? Bedenken Sie bitte, dass ein partnerschaftlicher Erziehungsstil Ihren Hund überfordern würde. Wenn Sie also einen Hundepartner und Freund möchten - behandeln Sie ihn, wie er es von seinem "Rudelführer" erwartet.
Wenn es Ihnen gelingt, auf so natürliche Weise Ihrem Hund Ihre Dominanz zu zeigen, werden sich "Strafen" auf ein Minimum reduzieren lassen. Ganz ohne ein "Nein" werden Sie jedoch nicht auskommen.
Die heutigen Erkenntnisse des Hundeverhaltens haben zu neuen Wegen in der Erziehung geführt. Das Grundprinzip ist jedoch immer dasselbe und erscheint einfach:
Immer, wenn Ihr Hund etwas so macht, wie Sie es möchten (erwünschtes Verhalten), loben Sie. Zeigt Ihr Hund ein unerwünschtes Verhalten, ignorieren Sie es. Loben Sie erst wieder, wenn erwünschtes Verhalten gezeigt wird.
Das scheint einfach, ist aber in der Realität häufig recht schwierig. Sie müssen sich schon sehr konzentrieren und Ihren jungen Vierbeiner genau beobachten, damit Sie das gewünschte Verhalten auch sofort mit Lob bedenken. Und ignorieren heißt: gar nichts tun, nicht gucken, nicht schimpfen, auch nicht ganz leise, sondern stumm bleiben und sich weg drehen.
Nun gibt es aber auch Verhalten, das dem Hund so viel Spaß macht, dass man mit Ignorieren allein nur schwerlich auskommen wird. Schließlich haben Sie nicht nur einen jungen Hund, sondern weiterhin die übrige Familie mit allen Alltagspflichten. Jeder wird Verständnis haben, wenn es ein paar Tage ausschließlich um den jungen Hund geht. Aber jeder Welpe wird länger als ein paar Tage voller Flausen stecken.